3. Dezember 2021

Bezäh­men Sie bit­te irgend­wel­che Erwar­tun­gen. Nicht gedacht soll ihrer werden.

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Der kin­der­lo­sen Kanz­le­rin folgt der kin­der­lo­se Kanzler.

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In den Stam­mes­krie­gen erschlu­gen die Sie­ger die Män­ner der Besieg­ten und nah­men sich ihre Frau­en. Roman­ti­sche Gemü­ter und Femi­nis­tin­nen fin­den das ent­setz­lich. Evo­lu­ti­ons­bio­lo­gen und Gene­ti­ker regis­trie­ren ledig­lich, dass die DNA erhal­ten blieb.

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Apro­pos Feministinnen.

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„Kei­ne Frei­heit für die Freun­de der Freiheit!”
Phil­ip­pe Muray
(Fort­set­zung wei­ter unten)

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Die desi­gnier­te Außen­mi­nis­te­rin Anna­le­na Baer­bock, lese ich, hat sich in einem Inter­view über ihren außen­po­li­ti­schen Kurs geäu­ßert. Das ist lächer­lich, denn sie hat kei­nen eige­nen. Die grü­nen außen­po­li­ti­schen Vor­stel­lun­gen unter­schei­den sich in nichts von jenen, die in Washing­ton ent­wor­fen werden.

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Was heu­te als „Kon­strukt” rela­ti­viert wird, kann schon mor­gen zur „Wahn­idee” erklärt und über­mor­gen der Ver­fol­gung über­ant­wor­tet werden.
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Dass ein Mar­tin Sell­ner als Ver­fas­sungs­feind gilt, eine Caro­la Racke­te nicht, sagt alles über den Zeit­geist aus. Tat­säch­lich ver­hält es sich ja andersherum.
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Kur­ze Durch­sa­ge: Jedes Kind hat zwei Eltern. Jedes Kind. Mut­ter und Vater. Jedes. Zwei. Eltern.
(gez.: Allah)
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Seit jeher hat eine Mehr­heit der Men­schen nichts­sa­gen­de Bio­gra­phien. Die Lin­ken wol­len, dass es kei­ne Aus­nah­men mehr gibt.
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Was mich an deut­schen Patrio­ten wie Götz Kubit­schek ver­wun­dert: War­um lie­ben sie ein Land, in dem sie von der Mehr­heit so sehr ver­ach­tet und gehasst wer­den? Wäre es für sie nicht lang­sam an der Zeit, ein Trans­pa­rent zu ent­rol­len, auf dem „Deutsch­land, du mie­ses Stück Schei­ße” geschrie­ben steht?
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Die Nar­ren, für wel­che die gleich­na­mi­ge Frei­heit noch gilt, wer­den künf­tig vom Bun­des­prä­si­den­ten ernannt.
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Die Men­schen heu­cheln und lügen über­all und zu allen Zei­ten, aber nir­gend­wo mehr als dort, wo ein Kult um die Gleich­heit getrie­ben wird.
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Je mehr Geld in den „Kampf” gegen „rechts” – so die kor­rek­te Inter­punk­ti­on – fließt, je mehr Plan­stel­len er abwirft, je mehr Exis­ten­zen von ihm abhän­gen, je mehr „Sinn” er stif­tet, des­to fle­xi­bler müs­sen die Zuord­nungs­kri­te­ri­en, des­to nied­ri­ger die Grenz­wer­te, des­to rigi­der die Über­füh­rungs­me­tho­den wer­den. An „Rech­ten” darf nie Man­gel herr­schen. Ohne die­sen Brenn­stoff käme der gan­ze Motor des „Kamp­fes” ins Stottern.
Wer einen Miss­stand erfolg­reich bewirt­schaf­ten will, muss ihn för­dern oder zumin­dest fin­gie­ren. In einem Teil Indi­ens kam es vor Zei­ten zu einer Kobra­pla­ge, die so vie­le Leben kos­te­te, dass die Regie­rung eine Kopf­prä­mie auf die Gift­schlan­gen aus­schrieb. Obwohl in der Fol­ge­zeit eine immer grö­ße­re Men­ge von Kobraköp­fen abge­ge­ben wur­de, ende­te die Pla­ge nicht. Sie wer­den den Grund erraten.
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Bis vor kur­zem war Eric Zem­mour in Deutsch­land zumin­dest medi­al kein The­ma, ganz anders als in sei­ner Hei­mat, wo er ein intel­lek­tu­el­ler, sogar rechts­in­tel­lek­tu­el­ler TV-Star ist – in Frank­reich gibt es so etwas (ich mei­ne bei­des) noch. Das heißt, er ist dort regel­mä­ßig im Fern­se­hen; sei­ne Bücher sind links des Rheins Best­sel­ler, sie wer­den aus­führ­lich rezen­siert und diskutiert.
Bis­lang ist frei­lich kei­nes ins Deut­sche über­setzt wor­den, wahr­schein­lich aus Grün­den der Tole­ranz und weil sich auf den Buch­mes­sen lin­ke, kolo­rier­te bzw. lin­ke kolo­rier­te Autorin­nen von sol­chen Büchern in ihrer Sicher­heit bedroht füh­len wür­den und ihnen dann nur das Mit­tel des Boy­kotts blie­be, um sich zu schüt­zen. Auf deutsch lie­gen ledig­lich Schrif­ten über die­sen Autor vor, den es jetzt in die Poli­tik zieht (ein Autor in der Poli­tik, ts ts ts…)
Dass er für das Prä­si­den­ten­amt kan­die­ren will, ver­schaff­te den Wahr­heits- und Qua­li­täts­me­di­en auf der ande­ren Sei­te des Rheins die will­kom­me­ne Gele­gen­heit, im Namen der Viel­falt, der Bunt­heit und der hei­li­gen Diver­si­ty von eben jener Drei­fal­tig­keit im bes­ten Deutsch­land, das es je gab, Zeug­nis abzu­le­gen. Auf der Brust des Fran­zo­sen hängt, kaum noch erkenn­bar, das Gor­gonei­on sei­nes Juden­tums, das ihn frei­lich vor kei­nem der stan­dar­di­sier­ten Anwür­fe – den in sei­nem Fal­le über­flüs­si­gen und ohne­hin längst wir­kungs­lo­sen des Anti­se­mi­tis­mus aus­ge­nom­men – mehr schützt. Lau­schen wir denn hin­ein in den Tag­ti­gal­len­chor des deut­schen Medienpluralismus.

All die­sen Kom­men­ta­ren ist gemein­sam, dass sie dem Publi­kum als Nach­rich­ten prä­sen­tiert wer­den. Was Zem­mour tat­säch­lich gesagt hat und was er poli­tisch tun will, dar­über wird der deut­sche Zei­tungs­le­ser unge­fähr so genau unter­rich­tet, womög­lich sogar noch ein biss­chen genau­er, wie über die Begleit­um­stän­de, unter denen der 17jährige Kyle Rit­ten­house am 25. August 2020 in Keno­sha in einer von Aus­schrei­tun­gen flan­kier­ten Black Lives Mat­ter-Ver­an­stal­tung zwei Men­schen erschoss und einen drit­ten ver­letz­te (Alex­an­der Wendt hat sowohl den Fall als auch die kol­lek­ti­ve Wei­ge­rung deut­scher Medi­en­schaf­fen­der, die Rea­li­tät wenigs­tens punk­tu­ell zur Kennt­nis zu neh­men, wie gewohnt prä­zi­se recher­chiert und luzi­de zusam­men­ge­fasst). Soll­ten Sie Zem­mours pas­sen­der­wei­se vom Alle­gret­to-Trau­er­marsch aus Beet­ho­vens Sie­ben­ter unter­leg­tes Bewer­bungs­vi­deo noch nicht gese­hen haben, fin­den Sie es hier (You­tube hat­te zwi­schen­zeit­lich ein Hui-buh! davor­ge­stellt); eine Über­set­zung des Tex­tes ins Deut­sche gibt es hier.

Eine Hal­tungs­jour­na­lis­tin der Welt – sie heißt zwar „Meis­ter”, aber die­se Kon­fek­ti­ons­wa­re gin­ge nicht mal als Gesel­len­stück durch – sei hier bei­spiel­haft etwas aus­führ­li­cher zitiert.
Gleich zu Beginn erfährt der Leser, was „die eigent­li­che Bot­schaft die­ses Vide­os” sei: „die Illus­tra­ti­on der in rechts­ex­tre­men Krei­sen ver­brei­te­ten The­se vom ‚gro­ßen Aus­tausch’, wonach wei­ße, christ­li­che Fran­zo­sen von dun­kel­häu­ti­gen, mus­li­mi­schen Ein­wan­de­rern ersetzt werden”.

Wäh­rend die The­se in rechts­ex­tre­men Krei­sen ver­brei­tet wird, fin­det die Tat­sa­che – indi­ge­ne wei­ße christ­li­che Fran­zo­sen wer­den weni­ger, Schwar­ze und/oder Mus­li­me mehr – bloß in der schnö­den Wirk­lich­keit statt, zumin­dest da und dort und dort auch oder erst recht dort, übri­gens auch in ’schland, ana­log zu der unter Köchen ver­brei­te­ten Ver­schwö­rungs­theo­rie, wenn jemand immer mehr Salz in die Sup­pe streue, wer­de sie immer sal­zi­ger und irgend­wann unge­nieß­bar. (Oder, um dem Ver­gleich die pejo­ra­ti­ve Note zu neh­men: Wenn jemand immer mehr Karot­ten in eine Kar­tof­fel­sup­pe schnei­det, ten­diert der gan­ze Topf irgend­wann in Rich­tung Karot­ten­sup­pe. – Sie mögen doch Karot­ten­sup­pe? Also wenn man sich auch noch für Karot­ten ent­schul­di­gen soll, ist das nicht mehr mei­ne Suppe…)

„Es ist”, fährt die Jour­na­lis­tin fort, „ein Krieg der Kul­tu­ren, den er will.”

Denn der Don­ner bil­det die Ursa­che des Blitzes.

„Auf den ers­ten Blick ist die Ähn­lich­keit mit natio­nal­so­zia­lis­ti­schen Pro­pa­gan­da­fil­men unübersehbar.”

Die­ser Ein­druck erschließt sich nicht jedem, wäh­rend noch auf den zwei­ten bis acht­zehn­ten Blick die Ähn­lich­keit die­ses Arti­kels mit einem Nazi­zei­tungs­text unüber­seh­bar bleibt.

„Eigent­lich feh­len nur die Rat­ten, mit denen jüdi­sche Mit­bür­ger damals ver­gli­chen wurden.”

Nun, den einen feh­len die Rat­ten, ande­ren das Scham­ge­fühl, wie­der ande­ren Anstand und Bil­dung, und mit­un­ter fehlt ein- und der­sel­ben Per­son alles zusam­men. Falls der eine oder ande­re Leser den Drang verpürt, sei­ne Vor­ur­tei­le über die Dres­sur­sta­tio­nen der Autorin zu befrie­di­gen: Frau Meis­ter schrieb jah­re­lang für die inzwi­schen lei­der zom­bi­fi­zier­te Frank­fur­ter Rund­schau, danach u.a. für den Tages­spie­gel und die Zeit. 

„Für den jüdi­schen Mit­bür­ger Zem­mour”, fährt die asso­zia­ti­ons­ge­schüt­tel­te Poli­tik-Ana­lys­tin fort, „sind aber nicht die Juden die Bedro­hung, son­dern die Muslime.”

Nicht nur für den Bür­ger Zem­mour, son­dern für min­des­tens 50.000 Juden, die in den ver­gan­ge­nen zehn Jah­ren Frank­reich gen Erez Isra­el ver­las­sen haben, weil ihnen Typen wie Zem­mour die Anti­se­mi­ten auf den Hals hetzen.

Um eine bedeu­ten­de deut­sche Anti­se­mi­ten­im­port­spe­di­teu­rin zu zitie­ren: Nu sind se halt weg.

„Juris­ten wer­den prü­fen müs­sen, ob sein Wahl­spot mög­li­cher­wei­se unter den Tat­be­stand der Volks­ver­het­zung fällt.”

Das kann man zumin­dest mal behaup­ten, Juris­ten müs­sen ja heut­zu­ta­ge nahe­zu alles öffent­lich Gesag­te prü­fen, und „Suche den Volks­ver­het­zer!” ist gera­de unter wei­ßen Völ­ker­leug­nern ein belieb­tes Gesell­schafts­spiel. In Fal­le die­ses Arti­kels wäre es aus­rei­chend gewe­sen, wenn ihn ein Res­sort­lei­ter auf Volks­ver­het­zung geprüft hät­te, nur steht zu befürch­ten, dass genau das gesche­hen ist.

„Erst am ver­gan­ge­nen Wochen­en­de hat er (Zem­mour) einer Pas­san­tin den Mit­tel­fin­ger gezeigt, als Ant­wort auf den ihren.”

Das Bon­bon in die­sem Satz ist natür­lich das „erst”; ansons­ten hal­te ich ihn für selbsterklärend.

„Le Pen kann sich noch so gro­ße Mühe geben, wenn es um Anstif­tung zum Hass geht, ist Zem­mour der bes­se­re Kandidat.”

Ich schät­ze, dass Madame Le Pen im Fach „Anstif­tung zum Hass” gegen­über einer deut­schen Hal­tungs­jour­na­lis­tin ver­gleichs­wei­se gerin­ge Kon­kur­renz­ge­füh­le entwickelt.

***

Bereits einen Tag spä­ter ver­öf­fent­lich­te die Welt-Schreib­au­to­ma­tin einen dies­mal sogar als „Mei­nung” gekenn­zeich­ne­ten, ansons­ten aber schwer vor sei­nem Vor­gän­ger zu unter­schei­den­den wei­te­ren Text über den jüdi­schen Unhold wel­scher Wesens­art (oder andersherum).

Sie sehen, geschätz­te Lese­rin, der belieb­te „Frau­en­hass” ist dazu­ge­kom­men, wenn auch nicht jene sich in Euro­pa aus­brei­ten­de Spiel­art des­sel­ben, die auf Mar­kie­rung und Tren­nung der Geschlech­ter hin­aus­läuft. Ansons­ten han­del­te es sich prak­tisch um den­sel­ben Artikel.

Nein, nur ein clow­nes­ker Demo­graf mit Sinn für schwar­zen Humor. Und die Geburts­sta­tis­ti­ker. Aber man benö­tigt dafür weder Demo­gra­fen noch Sta­tis­ti­ker, ein aus­gie­bi­ger Spa­zier­gang – oder eine Fahrt mit der Metro – durch Paris (oder Mar­seil­le, oder Bor­deaux) genü­gen. Offi­zi­ell hat­te 2017 jeder fünf­te Fran­zo­se eine soge­nann­te „Migra­ti­ons­ge­schich­te”. Da sämt­li­che west­eu­ro­päi­schen Regie­run­gen aus nahe­lie­gen­den Grün­den kein Inter­es­se dar­an haben, dass die ver­grei­sen­den ein­ge­bo­re­nen Bevöl­ke­run­gen erfah­ren, was sich genau in den Kreiß­sä­len abspielt, gilt die Paro­le: Es ist als Ver­schwö­rungs­theo­rie zu behandeln.

Über die Fol­gen des­sen, was kein ernst­haf­ter Demo­graf, der sei­nen Job behal­ten will, bestä­ti­gen wird (bis es vor­über ist), schei­nen sich zumin­dest gro­ße Tei­le unse­res Nach­bar­rest­vol­kes bzw. Nach­bar­volks­res­tes kei­ne gro­ßen Illu­sio­nen zu machen.

Eine reprä­sen­ta­ti­ve Umfra­ge von Har­ris Inter­ac­ti­ve für den Nach­rich­ten­sen­der La Chaî­ne Info (LCI) im April 2021 hat erge­ben, dass 45 Pro­zent der Fran­zo­sen glau­ben, ihr Land steue­re auf einen Bür­ger­krieg zu. (Die ein­zi­ge Erwäh­nung die­ser Umfra­ge, die ich in einem deut­schen Wahr­heits- und Qua­li­täts­me­di­um ent­deck­te, fand sich im Nach­druck eines Essays von Michel Hou­el­le­becq in der Welt.) Der Ansicht, dass die Gewalt in Frank­reich von Tag zu Tag wächst, waren 84 Pro­zent; 73 Pro­zent mein­ten, die fran­zö­si­sche Gesell­schaft sei dabei zu zer­fal­len. Bei­na­he die Hälf­te der Befrag­ten sprach sich dafür aus, dass im Kon­flikt­fall die Armee zur Her­stel­lung der öffent­li­che Ord­nung ein­ge­setzt wer­de. Bei allen Aus­sa­gen herrsch­te zwar das übli­che Rechts-Links-Gefäl­le, aber eine star­ke Grund­zu­stim­mung zu den Segre­ga­ti­ons­o­ra­keln gab es in allen poli­ti­schen Lagern.

Kurz zuvor hat­ten ins­ge­samt fast zehn­tau­send fran­zö­si­schen Mili­tärs, dar­un­ter über 40 pen­sio­nier­te Gene­rä­le, einen Appell unter­zeich­net, der vor der Gefahr des Isla­mis­mus, vor „Hor­den aus den Vor­städ­ten” und dem dro­hen­den „Zer­fall” Frank­reichs warn­te. Die Umfra­ge nahm dar­auf Bezug, 58 Pro­zent der Befrag­ten unter­stütz­ten den Appell der Mili­tärs. Und noch ein biss­chen frü­her hat­te Prä­si­dent Macron von ver­lo­re­nen Tei­len Frank­reichs gespro­chen, die der Staat „von den Isla­mis­ten zurück­er­obern” müs­se. Wie weit mag er dabei gekom­men sein?

Die Chan­cen ste­hen nicht schlecht für Zemmour.

***

Was mich betrifft, ich las den Namen Zem­mour zum ers­ten Mal Anfang 2017, und zwar auf der Face­book­sei­te das Pari­ser Maga­zins Cau­seur, in einem nicht unde­li­ka­ten Zusam­men­hang, den ich aber sofort als Kom­pli­ment auffasste:

Das Inter­view, auf wel­ches der Ein­trag ver­weist, ist die­ses.

***

In Ber­lin, berich­tet der Ver­fas­sungs­schutz, haben die Rechts­ex­tre­men den bun­tes­ten aller Stadt­be­zir­ke über­nom­men. Ihm fol­gen fast nur Ost­be­zir­ke. Ein­zig der anti­fa­schis­ti­sche Fried­richs­hain ist immer noch entnazifiziert.

Klar, dass irgend­wel­che Juden jetzt wie­der rum­mau­len müssen.

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Had­mut Danisch macht sich Gedan­ken dar­über, war­um „vie­le der kri­mi­nel­len Lin­ken hier ver­su­chen, die USA – nicht etwa die Rus­sen – zu kopie­ren”, von den Gen­der Stu­dies bis hin zu den Black Lives Mat­ter-Kra­wal­len. „Es ist mir dabei schon eini­ge Male auf­ge­fal­len, dass vie­le der Gen­der- und Anti­ras­sis­mus-Lin­ken hier mit Vehe­menz etwas bekämp­fen, was es hier gar nicht gibt, weil sie – ohne jedes Nach­den­ken – ame­ri­ka­ni­sche Inhal­te über­neh­men, die sich dort auf Schwar­ze bezie­hen und hier über­haupt nicht pas­sen (…), um einen Bevöl­ke­rungs­teil gleich­zei­tig zu schüt­zen und auf­zu­wie­geln, den es hier nicht gibt.”

Er fra­ge sich, fährt Danisch fort, „ob hin­ter die­ser Migra­ti­ons­pum­pe, die man da betreibt, ein­fach nur der Ver­such steht, hier die­sel­be Mischung anzu­rüh­ren, die auch in den USA zur Zün­dung geführt hat. Ob man des­halb mit allen Mit­teln ech­te Schwar­ze aus Afri­ka und, weil das nicht genug sind, noch Aus­hilfs- oder Ama­teur-Schwar­ze aus Syri­en dazu holt, damit die hier einen ähn­li­chen Krach anfan­gen sollen. (…)

Mir fällt näm­lich auch auf, dass vor allem migran­ti­sche Spit­zen­ver­die­ner, Leu­te wie Dun­ja Haya­li oder Saw­san Che­bli, denen es hier wohl mit dicken Gehäl­tern, sanf­ten Jobs und viel Ein­fluss so gut geht, wie viel­leicht kaum einem Pro­mil­le der Mensch­heit und noch nie Frau­en in der Geschich­te der Mensch­heit, und die wir hier trotz feh­len­der erkenn­ba­rer Befä­hi­gung oder Leis­tung durch­a­li­men­tie­ren, einen auf dis­kri­mi­niert jam­mern. Da fra­ge ich mich immer wie­der: Jam­mern die über­haupt, oder wie­geln die auf? Es sind ja nicht nur die­se zwei. Poli­tik und Medi­en wer­den ja gera­de rapi­de voll­ge­pumpt mit migran­ti­schen Spit­zen­ver­die­nern und Vor­teils­emp­fän­gern, die sich so schreck­lich dis­kri­mi­niert füh­len, obwohl es ihnen viel bes­ser geht als den meis­ten Deut­schen. Man zet­telt hier offen­bar sys­te­ma­tisch Unzu­frie­den­heit und Streit an.”

In der Tat, die Lis­te neu­er deut­scher Medi­en­ma­cher mit Migra­ti­ons­vor­der­grund, die sich als Dis­kri­mi­nie­rungs­be­kla­ger und Indi­ge­nen­be­schimp­fer auf­füh­ren, ist lang. Ob Has­nain Kazim, Moha­med Amja­hid, Hen­g­ameh Yag­hoo­bi­fa­rah, Ste­phan Anpa­lag­an, Nemi El-Hassan, Mal­colm Ohan­we, Ali­ce Has­ters, Fer­da Ata­man e tut­ti quan­ti – sie alle leben davon, in lin­ken Medi­en oder wenigs­tens von die­sen hofiert die Bio- oder Her­kunfts-Deut­schen, also die­je­ni­gen, die ihnen letzt­lich die Infra­struk­tur zum Leben bereit­ge­stellt haben, als Ras­sis­ten zu beschimpfen.

Gevat­ter Kazim zum Bei­spiel lässt sich von den von ihm mit der­glei­chen Unter­stel­lun­gen Überk­ü­bel­ten sogar sei­ne Bücher ver­fas­sen – sei­ne Geschäfts­idee: Beschimp­fe die Kar­tof­feln sum­ma­risch und wäh­le unter den empör­ten Zuschrif­ten das dum­me Zehn­tel zum Vor­ge­führt­wer­den aus –, was für einen, der sel­ber nicht schrei­ben kann, ziem­lich cle­ver ist.

„Ist die­se künst­lich betrie­be­ne Migra­ti­on der Ver­such, ein EU-Ersatz­prä­pa­rat als Ersatz für die schwar­ze Bevöl­ke­rung der USA her­zu­stel­len, um die­sel­be zünd­fä­hi­ge Mischung zum Explo­die­ren zu brin­gen?”, fragt Danisch. „So eine Art Import-Dis­kri­mi­nier­te, her­ge­holt zu dem ein­zi­gen Zweck, sich benach­tei­ligt und unter­drückt zu fühlen?”

In der Tat. Inter­es­sant ist vor allem, dass sie es sich trau­en. Das hat übri­gens den­sel­ben Grund, aus dem wei­land die soge­nann­te Wehr­machts­aus­stel­lung erst los­lärm­te, als die letz­ten über­le­ben­den Ange­hö­ri­gen der Trup­pe das Grei­sen­al­ter erreicht hat­ten. Deutsch­land ist demo­gra­fisch sturm­reif, und das spü­ren viele.

Doch die­se zutiefst unpro­duk­ti­ven Figu­ren haben auf lan­ge Sicht wenig zu gewin­nen. Wenn der wei­ße Mehr­heits­mann abge­tre­ten ist, fällt auch die von ihm geschaf­fe­ne und unter­hal­te­ne Kom­fort­zo­ne in sich zusam­men. Alte wei­ße Män­ner belei­di­gen ist ent­schie­den ein­fa­cher, als den von ihnen betrie­be­nen Laden am Lau­fen zu hal­ten. Was dann pas­siert, hat Rolf Peter Sie­fer­les (R.I.P.) mit dem treff­li­chen Gleich­nis beschrie­ben: „Nach­dem das Aas des Levia­than ver­zehrt ist, gehen sich die Wür­mer gegen­sei­tig an den Kragen.”

***

Wir kom­men zum Corona-Block.

Lese­rin *** sen­det mir die­se zeit­ge­schicht­lich wert­vol­le Illus­tra­ti­on aus ihrer Regionalgazette.

Oder so (wenn man erst mal einen Fetisch gefun­den hat):

***

Ich sehe, by the way, kei­nen Ver­an­las­sung, Frau von der Ley­en mehr zu trau­en als, sagen wir, Mar­got Honecker.

***

Wie eine Regie­rung die zuneh­mend läs­ti­ger wer­den­den Pro­tes­te gegen ihre Seu­chen­be­kämp­fungs­maß­nah­men von vorn­her­ein aus­schlie­ßen kann? So:

***

Er ver­ste­he gar nicht, sagt Freund ***, dass man über hohe Infek­ti­ons­ra­ten so ein Geschrei erhe­be; es bedeu­te schließ­lich auch, dass mit jedem Tag 70.000 und mehr Men­schen gegen das Virus immun gewor­den sind.

***

„Wie vie­le Zuschrif­ten”, erkun­digt sich Leser ***, „erhal­ten Sie eigent­lich von der vor­ei­lig kor­rek­tes­ten aller Beam­ten­grup­pen, den Leh­rern? Hier haben Sie eine, ver­wen­den Sie sie nach gusto.

Mei­ne per­sön­li­che Situa­ti­on im Leh­rer­zim­mer ist eine recht unan­ge­neh­me. Seit Ende der Som­mer­fe­ri­en gibt es dort drei Tisch­grup­pen: Zwei gro­ße Grup­pen­ti­sche für die Bes­se­ren unter den Kol­le­gen, die mit der Imp­fung. In der Mit­te des Rau­mes ein Ein­zel­tisch. Hier darf ich als ein­zig impf­frei­es Indi­vi­du­um den Gesprä­chen über Boos­ter­imp­fun­gen, Test­zen­tren, Inzi­denz­wer­te, Kin­der­imp­fun­gen, Schwur­b­ler, Ver­wei­ge­rer und so wei­ter lau­schen, doch nur aus der Fer­ne! Die­se Ein­drü­cke sind ein eige­nes Dia­ri­um wert, doch das füh­re ich als mei­ne per­sön­li­che Gedan­ken­stüt­ze und – wer weiß? – der­mal­einst als his­to­ri­sche Recht­fer­ti­gung vor mir selbst, mei­nen Kin­dern, sonst wem.

Was ich Ihnen eigent­lich vor allem schil­dern woll­te, ist ein Dia­log, den ich die­se Woche mit einem Schü­ler führ­te. Ich berühr­te in einer Gym­na­si­al­klas­se kurz das The­ma ‚Impf­pflicht’, um ein­mal das Stim­mungs­bild der Jün­ge­ren abzu­klop­fen. In Rede ste­hen­de Klas­se befin­det sich andert­halb Jah­re vor dem Abitur, ich mag sie im Grun­de sehr gern. Für mich ernüch­ternd: Die aller­meis­ten sind für eine Impf­pflicht. Die Begrün­dun­gen kön­nen Sie sämt­li­chen Medi­en ent­neh­men, sie waren scha­blo­nen­haft. Kei­ner, der offen­siv die Frei­heit ver­tei­dig­te. Ein Schü­ler, eher ein schwä­che­rer, mir in sei­ner ins­ge­samt etwas pro­vo­ka­ti­ven Art aber durch­aus sym­pa­thi­scher, der gegen die Impf­pflicht ist, argu­men­tier­te wie folgt: ‚Man braucht ja kei­ne Impf­pflicht. Man kann das ja über sozia­le Iso­la­ti­on regeln. Wenn die nir­gends mehr hin­dür­fen und nie­man­den mehr tref­fen, dann imp­fen die sich schon.’ Sei das, frag­te ich, die Welt, in der er leben wol­le? ‚Wie­so?’, sei­ne Ant­wort. ‚Ich bin ja geimpft.’ Ich konn­te mir ers­tens eine his­to­ri­sche Ana­lo­gie nicht ver­knei­fen und zudem schwan­te mir noch deut­li­cher, wes­halb die Grü­nen und ihre Hel­fers­hel­fer so unbe­dingt an die­se jun­gen Men­schen als Wäh­ler her­an wollen.”

***

Hähä.

Wobei die­se freie Ent­schei­dung über den eige­nen Kör­per immer­hin mit 100prozentiger Sicher­heit zum Ende eines mensch­li­chen Lebens führt.

***

Was mir die Gele­gen­heit eröff­net, zwei Pas­sa­gen aus Phil­ip­pe Murays sehe­ri­schem Essay „Das Reich des Guten” zu zitie­ren (erschie­nen 1998, neu auf­ge­legt bei Mat­thes & Seitz, mit Nach­druck zur Lek­tü­re emp­foh­len), dem auch die ein­gangs zitier­te aktua­li­sier­te Ver­si­on von Saint Just’s Aus­spruch „Pas de liber­té pour les enne­mis de la liber­té” ent­nom­men ist.

„Noch vor zehn Jah­ren inter­es­sier­ten sich die Vam­pi­re aus­schließ­lich für unser Geld; seit­her wur­den die Schrau­ben ange­zo­gen: Jetzt ver­schlin­gen sie uns kom­plett, mit Haut und Haa­ren, dazu unse­re gesam­te Zukunft, unse­re geis­ti­ge und kör­per­li­che Gesundheit.”

„Seit­dem das Prin­zip abge­seg­net wur­de, dass unser Han­deln nicht nur für uns selbst, son­dern auch, ja vor allem für die ande­ren Kon­se­quen­zen hat, kennt die hygie­ni­sche und mora­li­sche Über­wa­chung kein Hal­ten, kennt die geis­ti­ge Macht der ‚Wis­sen­schaft­ler’ kei­ne Gren­zen mehr.”

***

Es han­delt sich, noch­mals gesagt, um kei­ne pri­mär medi­zi­ni­sche Lang­zeit­stu­die, son­dern um eine verfassungsrechtliche.

 

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26. August 2018

Nach einer dem übli­chen Mus­ter fol­gen­den Aus­ein­an­der­set­zung mit fina­lem Mes­ser­ein­satz und einem toten sowie zwei schwer­ver­letz­ten Ein­hei­mi­schen –…