13. Juli 2022

Wenn man auf den Punkt brin­gen soll­te, was deut­sche Grü­ne und ande­re Bol­sche­wo­ke mit den Deut­schen vor­ha­ben, käme dabei das Pos­tu­lat her­aus: Der Deut­sche muss (als Deut­scher) ster­ben, damit er als Mensch leben kann. Die Deut­schen sol­len auf­hö­ren, ein Volk zu sein, und statt­des­sen Mensch­heit wer­den, sie sol­len in der Welt­kin­der­ge­mein­schaft der Einen Erde aufgehen.

Richard Wag­ners Schrift „Das Juden­tum in der Musik” endet mit exakt der­sel­ben For­de­rung an die Adres­se der Juden: „Gemein­schaft­lich mit uns Mensch zu wer­den, heißt für den Juden aber zu aller­nächst so viel als: auf­hö­ren, Jude zu sein.”

Wag­ner war woke. Isra­el aber wür­de auf­hö­ren zu sein, wenn es woke würde.

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In jedem Muse­um, auch in den bedeu­tends­ten, hän­gen zweit­klas­si­ge Gemäl­de. Über­all lie­ße sich aus der Aus­wahl noch eine Aus­wahl tref­fen. Aber die zweit­klas­si­gen Bil­der hal­ten das Publi­kum immer­hin davon ab, sich aus­schließ­lich vor den Meis­ter­wer­ken zu ballen.

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Es gibt auf Erden nur ein Land, des­sen Wort­füh­rer und Ent­schei­der den Kli­ma­wan­del stop­pen zu kön­nen glau­ben, indem sie sich, vor­sich­tig for­mu­liert, auf ein va ban­que-Spiel um ihre Ener­gie­ver­sor­gung einlassen.

Wenn kein Strom mehr fließt und kei­ne Hei­zung mehr funk­tio­niert, wer­den sie sich an ihrem guten Gewis­sen wär­men müs­sen. Alle Deut­schen, die die­se Leu­te nicht gewählt haben, sind deren Gei­seln. Die rest­li­che Welt spielt nicht mit; über­all gehen neue Atom‑, Koh­le- und Gas­kraft­wer­ke ans Netz. Nur die Almans neh­men den deut­schen­ge­mach­ten Kli­ma­wan­del beim Wort. Die meis­ten Grü­nen reden – und die ihnen kol­lek­tiv nahe­ste­hen­den Jour­na­lis­ten schrei­ben – nicht mehr von der Erd­er­wär­mung, son­dern nen­nen es Erd­er­hit­zung.

Nun bestehen, grob gedacht, zwei Mög­lich­kei­ten. Ent­we­der die­se Ret­tungs­deut­schen haben recht, oder sie haben unrecht. Wenn sie recht haben, der Kli­ma­wan­del rein anthro­po­gen ver­läuft, die Erde sich auf die Tem­pe­ra­tu­ren der Krei­de­zeit erwärmt (wer hat es eigent­lich damals „gemacht”?), wer­den sie das auch nicht durch Deutsch­lands Rück­kehr ins ener­ge­ti­sche Mit­tel­al­ter ver­hin­dern kön­nen. Die Mensch­heit wür­de sich übri­gens mit einer sol­chen Ent­wick­lung auch dann arran­gie­ren müs­sen, wenn sie nicht men­schen­ver­ur­sacht wäre.

Wenn die­se Leu­te aber unrecht haben, wird Deutsch­land den Preis dafür zah­len: Rück­stän­dig­keit, Arbeits­lo­sig­keit, sozia­le Pro­ble­me, eine Explo­si­on der Armut – Robert der Drei­ta­ge­bär­ti­ge hat eine neue For­mu­lie­rung dafür her­vor­ge­kreißt: Men­schen, die weni­ger ver­die­nen, als sie ausgeben.

Fer­ner Abhän­gig­keit von ande­rer Län­der Tech­no­lo­gien, Absin­ken auf das Niveau eines Schwellenlandes.

Ver­schwän­de Deutsch­land über Nacht vom Pla­ne­ten, wür­de das am Kli­ma nichts ändern. Was mich betrifft: Ich wäre, auf das Risi­ko der Erwär­mung, auch künf­tig gern mit von der Partie.

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Es soll ja Zeit­ge­nos­sen geben, die mei­nen, an den stei­gen­den Ener­gie­prei­sen trü­ge Putin die Schuld. Also jener Dik­ta­tor, der seit Mona­ten beteu­ert, dass sein Land den ver­trag­lich fest­ge­leg­ten Ener­gie­lie­fe­run­gen unein­ge­schänkt nach­kom­men wer­de und der anbie­tet, sämt­li­ches Gas über die – von den Deut­schen boy­kot­tier­te – „Nord­stream 2”-Rohrleitung zu lie­fern, wäh­rend „Nord­stream 1” gewar­tet wird. Die Nach­kom­men der Sta­lin­gra­der­prob­ten  las­sen sich aber nicht kaufen.

Der Kreml-Chef müss­te schon gezielt deut­sche Kraft­wer­ke bom­bar­die­ren las­sen, um mit den Ver­hee­run­gen gleich­zu­zie­hen, die uns die Grü­nen bescheren.

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Einen Kol­la­te­ral­nut­zen dürf­te das grü­ne Regime unse­rem armen ’schland aller­dings besche­ren: Es wird immer unat­trak­ti­ver für Ein­wan­de­rer. Lei­der auch für intel­li­gen­te und gebildete.

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Ges­tern Abend erzähl­te mir *** beim Tei­len der letz­ten bei­den Ziga­ret­ten, dass ihm vor ein paar Jah­ren in Ber­lin das Auto auf­ge­bro­chen wor­den sei, sehr pro­fes­sio­nell mit ver­gleichs­wei­se gerin­gem Scha­den, und alles, was sich im Wagen an geld­wer­ten Din­gen befand, sei gestoh­len wor­den, vom Navi bis zu einem Anzug, der im Kof­fer­raum lag. Auch eine Stan­ge Ziga­ret­ten sei ver­schwun­den. Aller­dings hat­ten die Die­be die Packung auf­ge­ris­sen, eine Schach­tel her­aus­ge­nom­men und auf dem Sitz zurückgelassen.

Es gebe im Rus­si­schen die Maxi­me, fuhr *** fort, dass man selbst sei­nem ärgs­ten Feind nicht die letz­te Ziga­ret­te weg­neh­men dür­fe. Als er den Vor­fall zur Anzei­ge brach­te, habe man ihm erklärt, dass in letz­ter Zeit ver­stärkt rus­si­sche Die­bes­ban­den in die­sem Bezirk ihrer offen­bar nicht zu ein­hun­dert Pro­zent ver­ächt­li­chen Tätig­keit nachgingen.

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Unlängst besuch­te mich ein Bekann­ter, Pro­fes­sor für *** in ***, wir stie­gen aufs Rad, um in einen Bier­gar­ten am Ran­de Mün­chens zu fah­ren, nicht weit, nur ein paar Kilo­me­ter, aber nach hal­ber Stre­cke muss­te er atem­los und sicht­lich bleich anhal­ten. Er sei eigent­lich ein geüb­ter Rad­fah­rer, ver­si­cher­te er, aber seit sei­ner Coro­na-Erkran­kung lei­de er an gele­gent­li­chen Herz­pro­ble­men. Wie sich her­aus­stell­te, lag noch ein Ereig­nis zwi­schen der Erkran­kung und den besag­ten Pro­ble­men, ein klit­ze­klei­nes, vie­le Zei­tun­gen nen­nen es „Pieks”, in sei­nem Fal­le der drit­te, der ret­ten­de „Boos­ter”…

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Damit wären wir schon wie­der bei Corona.

In mei­nem Ein­trag vom 11. Juli habe ich einen Leser zitiert, der den von mir zitier­ten Coro­na­maß­nah­men­kri­ti­ker Ste­fan Hom­burg unter die „Schwur­b­ler” sor­tier­te, wor­auf eini­ge Post bei mir ein­tru­del­te; reprä­sen­ta­tiv dafür steht nun Leser *** als Kon­ter-Replik unter der Replik.

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„Neu­see­land: Die Zahl der Todes­fäl­le ist wie­der auf Rekord­le­vel, nach­dem über 95 % der über 12jährigen voll­stän­dig geimpft & ~ 75 % Ü18 geboos­tert sind. Mas­ken­pflicht gilt natür­lich auch.
So ein­fach ist Covid also zu kontrollieren.”

Gefun­den bei Rosen­busch.

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Wie es aus­schaut, kann man die Mensch­heit leich­ter an der Nase her­um­füh­ren als ein Dorf. Wer hät­te das gedacht?

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Ich möch­te die Gele­gen­heit für einen Dank nut­zen. Die Infla­ti­on und die stei­gen­den Ener­gie­prei­se füh­ren logi­scher­wei­se dazu, dass die Spen­den­be­reit­schaft sinkt, weil auch vie­le Leser die­ses für lau dar­ge­bo­te­nen Dia­ri­ums über­le­gen müs­sen, wofür sie ihr noch schnel­ler als die Pol­kap­pen dahin­schmel­zen­des Geld aus­ge­ben. Dass den­noch immer wie­der zum Teil auch groß­zü­gi­ge Beträ­ge hier ein­tru­deln, erfreut mich des­to mehr. Vergelt’s Gott!

 

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