Acta diurna

249 Einträge

Sämt­li­che Tex­te in die­sem Dia­ri­um geben aus­schließ­lich pri­va­te Mei­nun­gen des Autors wie­der bzw. schil­dern Ereig­nis­se aus des­sen ganz pri­va­ter Sicht. 

30. Januar 2023

„Nur das 18. Jahr­hun­dert hat die Frau mit einer las­ter­haf­ten Atmo­sphä­re zu umge­ben ver­mocht, indem es die Umris­se der Möbel nach der Form ihrer Rei­ze zeich­ne­te, die lust­vol­len Ver­zer­run­gen, das Auf­bäu­men der Eksta­se, mit den Wel­len­li­ni­en und Wüls­ten von Holz und Kup­fer nach­ahm­te, durch leb­haf­te und kräf­ti­ge Deko­ra­tio­nen das süß­li­che Schmach­ten der Blon­di­ne würz­te und den pikan­ten Geschmack der Brü­net­ten durch Tapis­se­rien in sanf­ten, wäss­ri­gen, fast scha­len Tönen milderte.”
Joris-Karl Huys­mans, „Gegen den Strich”

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Apro­pos: die Blon­di­ne, die Brünette …

der Fran­zo­se: So wie nur ein Rus­se den Oblo­mow, nur ein Deut­scher den Kol­haas eher fin­den als erfin­den konn­te, so konn­te nur ein Fran­zo­se den Duc Jean Flores­sas Des Ess­e­in­tes in die Lite­ra­tur einführen.

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Alters­an­ga­ben in offi­zi­el­len Doku­men­ten sind dis­kri­mi­nie­rend und will­kür­lich. Man soll­te die Ent­schei­dung dar­über, wie alt jemand ist, jeder/jedem/hen selbst über­las­sen (nicht nur aus­ge­wähl­ten Asylanten).

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— Herr Ober, ich hat­te einen Rot­wein bestellt, kei­nen Weißwein!
— Ent­schul­di­gen Sie, wir sind ein fort­schritt­li­ches Lokal und leh­nen sol­che Ste­reo­ty­pe ab.

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Was gesagt wer­den muss.

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Wie erfri­schend, wenn sich in die maus­graue Volks­front gegen Hass und Het­ze auch die eine oder ande­re klei­ne Hyä­ne mischt!

Tat­säch­lich ist sie allen­falls ein Kätz­chen; sie lärmt nur so, weil sie sich sicher fühlt im öffent­lich-recht­li­chen Gat­ter und inmit­ten der woken Meu­te. Der­glei­chen bizar­re State­ments gehor­chen den hier oft und ermüd­lich beschrie­ben Regeln der Auf­merk­sam­keits­öko­no­mie unter den Vor­ga­ben der Wokeness: Jeder, der wahr­ge­nom­men wer­den will, muss den Vor­red­ner über­tö­nen, aber da nur eine Ten­denz offi­zi­ell erwünscht bzw. image- und kar­rie­re­för­der­lich ist, müs­sen unse­re Gesin­nungs­stre­ber das­sel­be immer schril­ler schrei­en oder miau­en oder i‑aahen, um gehört zu wer­den. Frei­lich dürf­te mit „Unge­impf­te sind ein biss­chen wie Hit­ler” in die­sem Lim­bo all­mäh­lich die Nie­de­rung des nur noch mit unter­mensch­li­cher Anstren­gung zu Unter­bie­ten­den erreicht sein.

Hal­ten wir fest: Sarah „Blind­darm” Boset­ti lebt von Ihren Zwangs­ge­büh­ren, obwohl eini­ge von Ihnen auch heu­te noch Anne Frank umbrin­gen würden.

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Das führt uns zur Rei­he „Nep­pe­rin­nen und Nep­per, Schlep­pe­rin­nen und Schlep­per, Bäue­rin­nen- und Bau­ern­fän­ge­rin­nen und ‑fän­ger” (auch: „Nep­pen­de, Schlep­pen­de, Bauernfangende”).

Eins.

Er kann sich lei­der nicht mehr erin­nern, wel­che genau.

Wenn Sie ein­mal in Ihrem Leben so etwas Gewöhn­li­ches wie Käfer oder Wür­mer geges­sen hät­ten, wür­den Sie sich auch nicht dar­an erin­nern. Wo und wann er sei­ne bana­le Insek­ten­mahl­zeit ver­spach­telt hat, weiß der grü­ne Grau­kopf wahr­schein­lich eben­falls nicht mehr, aber wenigs­tens das War­um wäre im Nach­hin­ein geklärt.

(Netz­fund)

Ansons­ten könn­te der Gevat­ter ja, dem Bei­spie­le Katha­ri­nas der Gro­ßen fol­gend, die sich öffent­lich gegen die Pocken hat imp­fen las­sen, coram publi­co einen Tel­ler Gril­len, Mehl­wür­mer und Kaker­la­ken ver­zeh­ren und dabei über deren Geschmacks­viel­falt par­lie­ren; irgend­ein pas­sen­der badi­scher Grau- oder Weiß­bur­gun­der soll­te sich auf­trei­ben las­sen. Wie der Mar­quis de Sade kun­dig bemerk­te, rührt jeder gro­ße Genuss aus einem über­wun­de­nen Ekel; lei­der ver­hält es sich mit dem Umkehr­schluss nicht so eindeutig.

Übri­gens galt die heu­te durch­ge­setz­te Nöti­gung zur kol­lek­ti­ve Käfer­fres­se­rei zum edlen Zwe­cke der Kli­ma­ret­tung vor kur­zem noch als Ver­schwö­rungs­theo­rie när­ri­scher Schwur­b­ler. (Ist sie nicht süß, die Flie­ge mit der Trump-Mütze?)

By the way ist The Inde­pen­dent ein Gazet­ten­na­me, der in mei­nen Ohren inzwi­schen fast so ulkig klingt wie vor vier­zig Jah­ren das Freie Wort aus Suhl.

Zwei.

Der Begriff „Wir” bekommt etwas Schi­zo­phre­nes, wenn Saw­san „the brain” Che­bli ihn im Mun­de führt, zumal sie die­ses „Wir” offen­kun­dig als Dro­hung begreift. Jedes Wir sta­tu­iert schließ­lich ein Nicht-Wir, jeder Kon­sens benö­tigt zu sei­ner Sta­bi­li­sie­rung etwas, wovon er sich abgrenzt, gegen das er sich wen­den kann. Che­blis „Wir” exis­tiert frei­lich nicht; die Maid gibt vor, sie glau­be, dass Juden­hass und Mus­lim­hass iden­ti­schen Ursprungs sei­en und aus der Welt der rech­ten Kar­tof­feln stamm­ten. Ich ver­mu­te, die Juden sind ihr ziem­lich egal und ihr Tweet rich­tet sich vor allem gegen jene Kar­tof­feln, die in die­sem Land kei­ne Mos­lems haben wol­len, die Juden, Chris­ten und Ungläu­bi­ge has­sen, und davon gibt es ja einige.
Mit allen ande­ren möge der Frie­de Allahs sein.

Drei.

Ich wür­de das etwas anders for­mu­lie­ren, aber es gin­ge in die­sel­be Richtung.

Das ein­schrän­ken­de „Da” ist nur ein Scheib­chen Sala­mi im Voll­zu­ge der gleich­na­mi­gen Tak­tik. Man soll das die­sen tris­ten Figu­ren nicht durch­ge­hen lassen.

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Damit sind wir beim einst­wei­len uner­schöpf­li­chen The­men der Coro­nabe­kämp­fungs­fol­gen ange­langt, zunächst in Ver­knüp­fung mit hys­te­ri­schen Öffent­lich­keits­ar­bei­te­rin­nen, die glau­ben, dass ihre fünf­te Auf­fri­schungs-Boos­te­rung nicht wirkt, wenn ande­re unge­impft sind.

Auch wenn Leser *** insi­tiert, dass Schwe­den eine hohe Impf­quo­te habe, aber dort trotz­dem kei­ne Übersterb­lich­keit regis­triert wer­de, was gegen erheb­li­che Impf­ne­ben­wir­kun­gen sprä­che, gibt es immer mehr Befun­de, die sol­che Fol­ge­schä­den als wahr­schein­lich erschei­nen lassen.

Zumal ein Her­stel­ler mit einem CEO, dem ich nicht ein­mal mein Fahr­rad zur letz­ten Ölung anver­trau­en wür­de, sich immer tie­fer in Falsch­aus­sa­gen verstrickt.

Wäh­rend­des­sen führt die öffent­lich-recht­li­che Nach­hut mit lau­tem „Hoho!” und „Hehe!” ihre Rück­zugs­schar­müt­zel auf.

Der Rest ist nicht Schwei­gen, son­dern Sta­tis­tik (zum offi­zi­el­len Beschwiegenwerden).

Ahi­mè!

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Die nächs­te Rubrik heißt: Unser täg­li­ches Quan­tum Schuld gebt uns heute!

Darf ich zu die­sem Behu­fe Ihre Auf­merk­sam­keit auf eine Nach­richt aus einer der am wei­tes­ten fort­ge­schrit­te­nen rest­deut­schen Kom­mu­nen von zugleich erheb­li­cher über­re­gio­na­ler Rele­vanz lenken.

(NDR)

(n‑tv)

(Süd­deut­scher Beob­ach­ter)

(taz)

Durch ihren Namen zur Trak­tie­rung des The­ma prä­de­sti­niert ist eine Jour­na­lis­tin des Radio-Bre­men-Lokal­ma­ga­zins Buten un bin­nen, wes­halb sie heu­te das Ren­nen machen soll.

Die ers­te sich stel­len­de Fra­ge, spe­zi­ell für Pen­nä­ler, die gera­de gelernt haben, dass man Adjek­ti­ve klein schreibt, wird in einem dem Text bei­gesell­ten Kas­ten beant­wor­tet, nämlich:

Wer „schwar­ze” als Attri­but für­der­hin noch klein schreibt, begeht die Sün­de der dis­kri­mi­nie­ren­den Fremd­be­zeich­nung, denn er (m/w/d) bezieht sich auf die Haut­far­be statt auf jenen sys­te­mi­schen, struk­tu­rel­len Ras­sis­mus, den er (männlich/weiß/deutsch) selbst durch sein Dasein beför­dert, ver­fes­tigt oder aktiv betreibt. Schwarz zu sein bedeu­tet, sich in einer von Ras­sis­mus betrof­fe­nen gesell­schaft­li­chen Posi­ti­on zu befin­den, obwohl es den Schwar­zen in Deutsch­land der­ma­ßen gut geht, dass immer neu­en Scha­ren von Kolo­rier­ten hier vor­stel­lig wer­den, um zu blei­ben, und dafür eini­ges an Geld inves­tie­ren sowie Stra­pa­zen und Risi­ken auf sich neh­men. Und das alles nur, um eine von Ras­sis­mus betrof­fe­ne gesell­schaft­li­che Posi­ti­on in einem Land zu errin­gen, das von – immer­hin spen­da­blen und gegen Gewalt­tä­ter höchst tole­ran­ten – Ras­sis­ten bevöl­kert wird. Ist das nicht kuri­os? Sogar die expo­nier­ten schwar­zen Anti­ras­sis­ten möch­ten ums Ver­hät­scheln wei­ter in ihren von Ras­sis­mus betrof­fe­nen Posi­tio­nen blei­ben; schließ­lich leben sie davon.

Nach­dem das klar­ge­stellt ist, kann die Mori­tat vom lite­ra­risch dis­kri­mier­ten Schwar­zen­kind beginnen.

Wir erin­nern uns: Groß­ge­schrie­be­ne Schwar­ze Prot­ago­nis­ten sind Men­schen in einer von Ras­sis­mus betrof­fe­nen gesell­schaft­li­chen Posi­ti­on. Tau­chen sol­che Prot­ago­nis­ten in der Lite­ra­tur sel­ten auf, müss­te das nach den Geset­zen der toxi­schen wei­ßen Logik bedeu­ten, dass Ras­sis­mus gegen Schwar­ze zwi­schen wei­ßen­ge­mach­ten Buch­de­ckeln sel­ten vor­kommt. Kann das sein? Natür­lich nicht! Wenn schwar­ze Figu­ren in wei­ßen­ge­mach­ter Lite­ra­tur vor­kom­men, han­delt es sich um Ras­sis­mus, und wenn sie nicht vor­kom­men, han­delt es sich erst recht um Ras­sis­mus! Schrei­ben wei­ße Autoren über schwar­ze Men­schen, ist das ent­we­der, wenn sie es beson­ders ein­fühl­sam mei­nen, „kul­tu­rel­le Aneig­nung”, oder, wenn sie es rea­lis­tisch machen, Ver­brei­tung von Ste­reo­ty­pen. Eine klas­si­sche Win-win-Situa­ti­on.

Ich habe kei­ne Ahnung, was sie in Tan­sa­nia und an der Elfen­bein­küs­te lesen, aber rot­be­zopf­te Mäd­chen und ande­re bleich­ge­sich­ti­ge Hel­den dürf­ten in ori­gi­na­ler afri­ka­ni­scher Lite­ra­tur unge­fähr so oft auf­tau­chen wie Ele­fant, Zebra oder Gnu in den Mär­chen der Gebrü­der Grimm.

Zum rhe­to­ri­schen und sogar zum jour­na­lis­ti­schen Ein­mal­eins gehört es, Pas­siv­sät­ze zu ver­mei­den und statt­des­sen die Han­deln­den zu benen­nen. Schwar­ze Kin­der wer­den in der Lite­ra­tur aus­ge­grenzt – von wem bit­te? Von allen, die nicht über sie schrei­ben, klar. Aber wel­cher biblio­theks­re­le­van­te Autor stellt Schwar­ze als etwas Schlech­tes dar? Shake­speare? Schil­ler? Har­riet Bee­cher Sto­we? Her­man Mel­vil­le? Jack Lon­don? Dani­el Kehl­mann? Neben­bei: Wenn Schwar­ze aus­ge­grenzt wer­den, also zwi­schen den Buch­de­ckeln kei­nen Platz fin­den, wie soll sie dann jemand dort zugleich als etwas Schlech­tes darstellen?

Und ganz neben­bei: War­um beschwe­ren sich eigent­lich kei­ne asia­ti­schen Kin­der dar­über, dass sie in der deut­schen Lite­ra­tur unter­re­prä­sen­tiert sind, war­um kla­gen über­haupt Asia­ten nie über ihr Dis­kri­mi­niert­wer­den? Nur weil sie ihren Weg fin­den, ohne dass man ihnen hilft? Nur weil sie intel­li­gen­ter – also nach den Maß­stä­ben die­ser Gal­gen­hu­mor­re­pu­blik stren­ge­nom­men düm­mer – sind?

Ich habe als DDR-Kind drei Bücher gele­sen, in denen das Per­so­nal fast aus­schließ­lich aus Schwar­zen bestand. Zum Bei­spiel, vor nun­mehr etwa 52 Jah­ren, dieses.

Der klei­ne Kima­ni war ein Schaf­hirt, irgend­wo in Zen­tral­afri­ka – er sah im Gras lie­gend einem Flug­zeug nach, das, wenn ich mich recht ent­sin­ne, in Rich­tung Nai­ro­bi flog –, und sein Aben­teu­er bestand dar­in, dass er von einer beson­ders saf­ti­gen, aber weit ent­fernt lie­gen­den Wei­de erfuhr und sich mit sei­ner Her­de dort­hin auf den Weg mach­te, was gewis­se Schwie­rig­kei­ten bei der Rück­kehr nach sich zog: Ein­bruch der Dun­kel­heit, Irre­ge­hen, Begeg­nung mit einer Hyä­ne. Ich kann mich noch ent­sin­nen, wie ich bei der Lek­tü­re mit­fie­ber­te; dass er ein Neger­jun­ge war – wir sag­ten damals: Neger­jun­ge –, hin­der­te mich nicht im Gerings­ten dar­an, und irgend­ei­nen Ras­sen­dün­kel emp­fand ich nicht (außer jenem struk­tu­rel­len, den bekannt­lich kaum jemand selbst bemerkt, wes­halb es per­ma­nen­ter volks­päd­ago­gi­scher Beleh­rung und Recht­lei­tung bedarf).

Ähn­lich ver­hielt es sich bei einem ande­ren Roman, des­sen Autor, ein schwu­ler säch­si­scher Adels­spross und WK I‑Kämpfer, spä­ter zu den Kom­mu­nis­ten über­lief, zum bekann­tes­ten kom­mu­nis­ti­schen Schrift­stel­ler der Wei­ma­rer Repu­blik avan­cier­te, von den Natio­nal­so­zia­lis­ten ins Zucht­haus gesteckt wur­de, nach sei­ner Frei­las­sung in die Schweiz emi­grier­te, im Spa­ni­en­krieg das kom­mu­nis­ti­sche Thäl­mann-Batail­lon kom­man­dier­te, nach dem nicht genug zu prei­sen­den Sieg der Falan­gis­ten nach Mexi­ko floh, 1947 in die Hei­mat zurück­kehr­te, der SED bei­trat und sei­ne Schrift­stel­ler­kar­rie­re fort­setz­te. So ein Mann kann eigent­lich kein – bewuss­ter – Ras­sist sein. Aber was ver­mag die här­tes­te lin­ke Selbst­prü­fung gegen die Macht der Struk­tu­ren! Dass die­ser Jugend­ro­man, der übri­gens auf eine ähn­lich manichäi­sche Wei­se ein anti­ko­lo­nia­lis­ti­sches Bild zeich­ne­te wie die DEFA-India­ner­fil­me, in der Urfas­sung „Der Neger Nobi” hieß, sagt doch alles.

Wie auch immer, der Kna­be Nobi ist ein Bru­der Mowg­lis, der sich mit Ele­fant, Nil­pferd und Schlan­ge blen­dend ver­steht, was den Illus­tra­tor des Covers wohl zu die­ser in natu­ra abso­lut unmög­li­chen Sze­ne­rie ani­mier­te. Nobi und sei­ne Freun­de ver­trei­ben gemein­sam mit ihrem Waf­fen­bru­der afri­ka­ni­sche Natur („Der Urwald kämpft” heißt ein Kapi­tel) die wei­ßen „Skla­ven­jä­ger”. Dass die Wei­ßen so gut wie nie Skla­ven gejagt – das erle­dig­ten schwar­ze Skla­ven­jä­ger­eth­ni­en – und in Wirk­lich­keit die Skla­ve­rei suk­zes­si­ve abge­schafft haben – die Geschich­te spielt im 19. Jahr­hun­dert, also in der Kolo­ni­al­zeit –, inter­es­sier­te einen SED-Autor selbst­ver­ständ­lich herz­lich wenig. „Nobi” war lin­ke, „anti­ras­sis­ti­sche”, anti­ka­pi­ta­lis­ti­sche und letzt­lich bereits anti­wei­ße Pro­pa­gan­da. Aber auch die­ses Buch habe ich als Kind nicht nur ohne Ras­sen­dün­kel gele­sen, ich stand sogar auf der Sei­te der Schwar­zen. Was Geschichts­ma­ni­pu­la­ti­on bei jun­gen Men­schen alles bewir­ken kann!

Der Voll­stän­dig­keit hal­ber folgt noch das Cover vom Buch Num­mer drei.

Es han­del­te sich um einen Foto­band mit all­täg­li­chen Sze­nen dörf­li­chen Lebens, und da kei­ne Wei­ßen dar­in vor­ka­men, kam auch kein Ras­sis­mus vor, nicht ein­mal anti­wei­ßer, obwohl ein Sta­te-of-the-art-Anti­ras­sist heu­te bestimmt pos­tu­lie­ren wür­de, dass die Per­spek­ti­ve des Pho­to­gra­phen auto­ma­tisch ras­sis­ti­sche Ste­reo­ty­pe repro­du­ziert habe (sofern der Pho­to­graph kein Schwar­zer war, wor­an ich mich nicht nur nicht mehr erin­ne­re, es wäre mir auch völ­lig egal gewesen).

Da Schwar­ze in der Lite­ra­tur die Wei­ßen so skan­da­lös unter­re­prä­sen­tiert sind, soll­ten schwar­ze Autoren viel­leicht am bes­ten selbst in die Tas­ten grei­fen und schwar­ze Cha­rak­te­re erschaf­fen, übri­gens kei­nes­wegs nur für schwar­ze Leser; wir – also das Zwan­zigs­tel, das noch Bücher anfasst – sind ja kei­ne Ras­sis­ten, und „wenn die Zulus einen Tol­stoi haben, wer­den wir ihn lesen” (Saul Bel­low). Wer das deut­sche För­der­we­sen kennt, der weiß, wie nied­rig die Lat­te für wahr­haft diver­se Autor*:_Innen liegt. Ich las bei Had­mut Danisch, der ein Fai­ble für Foto­gra­phie hat, Schwar­ze hät­ten sich dar­über beschwert, dass die han­dels­üb­li­chen Kame­ras auf das Foto­gra­fie­ren hel­ler Haut ein­ge­rich­tet sei­en und dun­kel­häu­ti­ge Per­so­nen eher ungüns­tig ablich­te­ten (irgend­wie hängt es mit den Kon­tras­ten zusam­men); der Blog­ger erteil­te den freund­li­chen Rat, dass Schwar­ze, statt sich über die Eigen­ar­ten der wei­ßen­ge­mach­ten Tech­nik zu beschwe­ren, ein­fach selbst Kame­ras ent­wi­ckeln soll­ten, die mit dunk­ler Haut bes­ser zurecht­kä­men. Das nur am Ran­de. Es ist gewiss nicht Sache der Wei­ßen, sich um die Reprä­sen­tanz von Schwar­zen in der Lite­ra­tur zu küm­mern, zumal man ihnen, sofern sie in ihren Wer­ke schwar­ze Cha­rak­te­re auf­tre­ten las­sen, sum­ma­risch einen min­des­tens latent ras­sis­ti­schen Blick auf jene unterstellt.

Es ist übri­gens bemer­kens­wert, dass ein Milieu, wel­ches gemein­hin alle Unter­schie­de leug­net und bereits die sach­te Andeu­tung der Mög­lich­keit einer Exis­tenz von so etwas wie Ras­sen, die jeder­mann mit blo­ßem Auge erkennt, am liebs­ten mit dem Ruf nach dem Staats­an­walt ahn­den wür­de, jetzt Biblio­the­ken für schwar­ze Kin­der einrichtet.

Und, neben­bei, nicht nur für Kinder.

Gleich­wohl liest man in dem Arti­kel (von Frau Schwarz):

Heißt das, dass sich ein schwar­zes Kind nicht mit einer wei­ßen lite­ra­ri­schen Figur iden­ti­fi­zie­ren kann und umge­kehrt? Dass die­je­ni­gen „Ras­sis­ten” rich­tig lie­gen, die behaup­ten, es exis­tier­ten unüber­brück­ba­re Unter­schie­de zwi­schen den Din­gens? War­um aber konn­te ich mich als Kind umstands­los in Kima­ni und in Nobi hin­ein­ver­set­zen, Pro­pa­gan­da hin oder her?

Wel­che Lite­ra­tur hät­te „diver­se­re” Prot­ago­nis­ten und viel­fäl­ti­ge­re Lebens­mo­del­le auf­zu­wei­sen als die abend­län­di­sche seit Homer?

Es ist eine Art Neu­auf­la­ge der Psy­cho­ana­ly­se: Zuerst unter­stel­len sie kol­lek­ti­ve, unbe­wuss­te, zu Struk­tu­ren ver­fes­tig­te Ste­reo­ty­pe, dann bie­ten sie sich als The­ra­peu­ten an, aber die The­ra­pie soll und wird nicht enden, solan­ge noch etwas zu holen ist. Das Pro­jekt „Anti­ras­sis­mus” in einem der am weni­ges­ten ras­sis­ti­schen Län­der der Welt dreht sich in Wahr­heit um Jobs, Geld vom Staat, Tan­tie­men, Image­po­li­tur, Tugend­prah­le­rei und Unbe­gab­ten­för­de­rung. Das ist alles.

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„Black lives mat­ter für Fort­ge­schrit­te­ne” (Leser ***):

Wahr­schein­lich ist der struk­tu­rel­le wei­ße Ras­sis­mus so mäch­tig, dass sich sogar Schwar­ze im Zwan­ge die­ser wei­ßen­ge­mach­ten Struk­tu­ren wie wei­ße Ras­sis­ten aufführen.

***

In ’schland hat sich der­weil die Zahl der Ein­zel­fäl­le verdoppelt.

Aber in einer kul­tur­sen­si­blen, vom wei­ßen Supre­ma­tis­mus gesäu­ber­ten Mathe­ma­tik ergibt x mal 1 immer 1. Im Gebüh­ren-TV erzählt ein grü­ner Häupt­ling inzwi­schen, wor­an es liegt.

Das heißt im Umkehr­schluss, dass in den Her­kunfts­län­dern ande­re oder über­haupt kei­ne Geset­ze gel­ten und dort der Ein­satz von Mes­sern bzw. das Erste­chen von Bahn­pas­sa­gie­ren, Ehe­frau­en, Ungläu­bi­gen und ande­ren beweg­li­chen Zie­len nicht ver­bo­ten ist. Ist es das, was uns der grü­ne Gau­ner – ich ent­schul­di­ge mich für den Pleo­nas­mus – sagen will?

Sie haben Blut an den Hän­den, und sie wis­sen es.

Sie haben Blut an den Hän­den. Blut an den Hän­den. Blut an den Hän­den. Blut an den Händen…

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Zum Vori­gen.

Leser *** weist mich auf den schwe­di­schen Blog­ger „angry For­eig­ner” (arg blat­te) hin, wel­cher „in sei­nem ihm eige­nen Stil die Theo­rie her­aus­ar­bei­tet, dass es sich” – in Rede steht das west­li­che Will­kom­mens­de­li­ri­um – „auch um (ähem) ‚tra­di­tio­nel­le­re’ Moti­va­ti­ons­la­gen han­deln könn­te. Er wirft dabei auch die Fra­ge auf, wie es wohl wäre, wenn die ‚Flücht­lin­ge’ wei­test­ge­hend attrak­ti­ve jun­ge Frau­en wären, die von älte­ren männ­li­chen Küm­me­rern mit Moral­de­fi­zi­ten betüd­delt wür­den – für mich als Bewoh­ner eines gro­ßen Hau­ses mit frei­en Gäs­te­zim­mern in Zei­ten einer ukrai­ni­schen Flücht­lings­wel­le durch­aus auch eine Fra­ge mit einer per­sön­li­che Komponente.
‚Batik­hä­xa’ ist der schwe­di­sche Ter­mi­nus für Frau­en nach ihrer Blü­te, die u.a. das Inter­es­se an ihrem Äuße­ren (wohl aus Grün­den) nicht mehr so aktiv ver­fol­gen und daher auf impor­tier­te ‚Männ­lich­keit’ ange­wie­sen sind.”

***

Hier spricht der Sponsor.

Fund­stü­cke im Wort­sinn. Eiser­ne Öfen. Rus­si­sche Machart.
Ein Scheu­nen­fund: Res­te rus­si­scher Armee­be­stän­de aus den öst­li­chen Bun­des­län­dern. Kano­nen­öfen aus gegos­se­nem Eisen, her­ge­stellt Mit­te des 20. Jahr­hun­dert. Ihre Wand­stär­ke von 7 bis 10 mm und ihr Gewicht von ca. 65 kg gebie­ten Respekt. Rich­tig sym­pa­thisch wer­den sie, wenn im Innern das Holz­feu­er bol­lert, zunächst den Ofen und sei­ne Koch­flä­che und dann die Umge­bung durch­wärmt. Der Brenn­stoff soll­te Holz, kann aber auch Koh­le sein. Wir haben den mas­si­ven Kor­pus sand­strah­len las­sen, was ihn zwar nicht dau­er­haft schützt, aber vom Rost befreit und bei Bedarf für den Auf­trag von hit­ze­be­stän­di­gem Lack vor­be­rei­tet hat. Im Haus hat der Ofen nichts zu suchen, aber unter den ange­neh­men Bedin­gun­gen eines küh­len Vor­früh­lings­abends oder den weni­ger ange­neh­men eines strom­lo­sen eis­kal­ten Win­ter­ta­ges tut er auf der Ter­ras­se, im Gar­ten oder auf dem Bal­kon gute Wer­ke als Spen­der von Wär­me sowie als Außen­herd: mit viel­fäl­ti­gen Ein­satz­mög­lich­kei­ten zur Tee- und Glüh­wein­zu­be­rei­tung, mit mas­si­vem Steak­grill oder gro­ßer Brat­plat­te sowie zum Kochen mit unse­ren guß­ei­ser­nen Woks aus Kasach­stan. In unse­ren Ofen-Pake­ten erhal­ten Sie die Erwei­te­run­gen günstiger.

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(Das war eine Anzeige.)

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The­men­wech­sel zum Zitat nicht nur des Tages:

„Stell Dir vor, es ist Atom­pilz, und Du klebst auf der Stra­ße fest.”
(Had­mut Danisch)

Manch­mal muss ich an den lus­ti­gen Vers von Peter Hacks denken:

„Zwi­schen zwei Welt­ge­wäs­sern liegst du da,
Hei­mat des Ter­rors, Mordamerika.”

(Ein­schal­tung für Esel: Das ist kei­ne Sym­pa­thie­er­klä­rung für Putin; ich gestat­te mir die win­zi­ge pri­va­te Frei­heit, im der­zei­ti­gen rus­sisch-ame­ri­ka­ni­schen Kräf­te­mes­sen weder mit der einen, noch mit der ande­ren Sei­te, son­dern ledig­lich mit dem ukrai­ni­schen Volk – aber nicht mit dem Kerl im T‑shirt! – zu sympathisieren.)

Auch jen­seits des Gro­ßen Tei­ches gehört der Typus des lin­ken, sich selbst, obwohl von jeder Art Libe­ra­li­tät so weit ent­fernt wie Marx oder Madu­ro, links­li­be­ral nen­nen­den Jour­na­lis­ten zu den unap­pe­tit­lichs­ten Erschei­nun­gen die­ser erlö­sungs­be­dürf­ti­gen Gattung.

Frei­lich gibt es zwei Ame­ri­kas, wofür nicht zuletzt Elon Musk steht.

Und wenigs­tens auf den Kanz­ler kann man sich verlassen.

Damit kom­me ich zu einer Wie­der­vor­la­ge.

„Ein ‚Ost­eu­ro­pa-Exper­te’ von der Uni Köln äußert im Fern­se­hen, dass die wünschenswerte Ver­west­li­chung der Ukrai­ne gewiss auch die pro­west­li­chen Kräf­te in Russ­land bestär­ken wer­de, womit der spät- bzw. rest­deut­sche Staats­my­thos vom ‚lan­gen Weg nach Wes­ten’ bzw. ins Heil sei­ne längst fäl­li­ge Ost­erwei­te­rung erlebt, nach­dem die Ost­ver­schie­bung deut­scher Idea­le 1941 ff. ja eher unglücklich ver­lief. Was aber bedeu­tet Ver­west­li­chung für die Län­der, die von die­sem Phä­no­men beglückt bzw. heim­ge­sucht wer­den? Nun, sie würden in den nächs­ten Jahrzehnten:

– fast alle natio­na­len Hoheits­rech­te einbüßen;
– aber immer­hin mehr west­li­che Waren impor­tie­ren (dürfen bzw. müssen);
– (noch) weni­ger Nach­wuchs zur Welt bringen;
– mehr Zuwan­de­rer aus Afri­ka und dem Ori­ent auf­neh­men (müssen), die das mit den Gebur­ten dann schon aus­glei­chen, wes­halb sie sel­ber anschlie­ßend noch weni­ger Kin­der bekommen;
– als Fol­ge dar­aus einen rapi­den Zuwachs an Kri­mi­na­li­tät und inlän­der­feind­li­cher Gewalt sowie die Inva­die­rung von Tei­len des Staats­ge­bie­tes durch kul­tu­rell und eth­nisch Frem­de hin­zu­neh­men haben;
– aber auch einen Zuwachs an vor allem bil­li­gen Arbeits­kräf­ten ver­zei­chen können;
– ihr Staats­ge­biet womög­lich als ein Ter­ri­to­ri­um zu dekla­rie­ren haben, auf wel­chem für jeden Men­schen der Erde die­sel­ben unver­äu­ßer­li­chen Rech­te gelten;
– ihre Kul­tur und Spra­che suk­zes­si­ve ver­lie­ren bzw. gegen eine ‚berei­cher­te’ Ver­si­on eintauschen;
– die Lan­des­ver­tei­di­gung auf­ge­ben und sich soge­nann­ten kol­lek­ti­ven Sicher­heits­sys­te­men unterwerfen;
– ihre Armee wenigs­tens teil­wei­se in eine unter frem­dem Kom­man­do ope­rie­ren­de Poli­zei­trup­pe verwandeln;
– tra­di­tio­nel­le Fami­li­en­struk­tu­ren einer inten­dier­ten und staat­lich geför­der­ten Ero­si­on anheim­zu­stel­len haben;
– ihre Religion(en) und Sit­ten dem Spott sub­ven­tio­nier­ter Intel­lek­tu­el­ler aussetzen;
– die Männ­lich­keit und die Weib­lich­keit als sozia­le Kon­struk­te ver­ach­ten und suk­zes­si­ve besei­ti­gen lernen;
– ein per­ma­nen­tes Wach­sen der Staats­aus­ga­ben und der Steu­ern hin­neh­men müssen;
– sich eben­so per­ma­nent schul­dig zu beken­nen haben u. a. des Ras­sis­mus, Sexis­mus, der Drit­te-Welt-Aus­beu­tung sowie der Unterdrückung im Zwei­fels­fall rasch auf­zu­trei­ben­der Minderheiten;
– aber auch Tole­ranz­prei­se aus­lo­ben und Lehrstühle für Gen­der Stu­dies ein­rich­ten dürfen;
– suk­zes­si­ve als Volk bzw. Nati­on zu exis­tie­ren auf­hö­ren, um, bes­ten­falls, als hete­ro­ge­nes, unsi­che­res, tri­ba­li­sier­tes Wirt­schafts­ge­biet zu überleben, aus dem sich die Wirt­schaft bei all­zu gro­ßer Unsi­cher­heit jeder­zeit ver­ab­schie­den mag.

Als ulti­ma­ti­ve Beloh­nung dürfen sie zuletzt, viel­leicht nach der Türkei, Syri­en und dem Irak, Mit­glie­der der EU wer­den. War­um um alles in der Welt soll­te so ein vernünftiges, auf­ge­klär­tes und leidgeprüftes Land wie Russ­land das ablehnen?”

Acta diur­na vom 22. Febru­ar 2014

***

Den pro­gres­si­ven Kle­rus hat­te der Klei­ne Eck­la­den lan­ge nicht mehr im Sortiment.

Das ist jener mit einer grü­nen Lan­des­po­li­ti­ke­rin ver­hei­ra­te­te küh­ne Pfaf­fe, der bereits 2015 zum Public viewing einer „Tatort“-Folge über die Bedro­hung der Gesell­schaft durch Neo­na­zis „trotz Dro­hun­gen von Rechts­ra­di­ka­len”, wie wei­land die Pres­se rühm­te, in sei­ne Kir­che gela­den hat­te, die übri­gens den Namen des Apos­tels Pau­lus trägt, der sich ja auch nicht ein­schüch­tern und statt­des­sen ent­haup­ten las­sen hat. Stil­lers aktu­el­ler Zei­tungs­kom­men­tar, den mir ein Leser sand­te, endet mit den Worten:

Wür­de die­ser ungläu­bi­ge Gauch in Chris­to tat­säch­lich „selbst­kri­tisch” die Anfäl­lig­keit von Kir­chen­mit­glie­dern für Hass und Into­le­ranz „unter­su­chen”, er käme zu einem erstaun­li­chen Resul­tat. Also für ihn selbst erstaun­li­chen; für unser­ei­nen ja kei­nes­wegs, die­sen Ton ken­ne ich von weit her.

Auf ande­re kir­chen­steu­er­fi­nan­zier­te Exklu­si­ons­frömm­ler weist mich Lese­rin *** hin:

„Die Mit­tel­deut­sche Zei­tung ver­mel­det heu­te im Lokal­teil (S. 11), dass die Pau­lus­ge­mein­de Hal­le nach Kri­tik des Bünd­nis Hal­le gegen Rechts den ‚umstrit­te­nen’ hal­le­schen Psy­cho­ana­ly­ti­ker und Buch­au­tor Hans-Joa­chim Maaz für die heu­ti­ge Gesprächs­ver­an­stal­tung kurz­fris­tig aus­ge­la­den hat. Die Gemein­de sei von ver­schie­de­nen Sei­ten dar­auf auf­merk­sam gemacht wor­den, dass sich Maaz in Publi­ka­tio­nen geäu­ßert habe, die dem ‚rechts­ex­tre­men Spek­trum’ zuzu­ord­nen sei­en. Eini­ge sei­ner Äuße­run­gen wür­den außer­dem der christ­li­chen Grund­hal­tung der Gemein­de wider­spre­chen, die am Gebot der Nächs­ten­lie­be ori­en­tiert sei.
Anlie­gen der Gesprächs­ver­an­stal­tung ist laut Gemein­de­kir­chen­rat die Fra­ge, wie man mit der Spal­tung’ in Deutsch­land umge­hen kön­ne: ‚Wie kön­nen wir mit­ein­an­der anstatt über­ein­an­der reden? Wie kann ein kon­struk­ti­ver Dia­log geför­dert und nicht etwa unter­bun­den wer­den?’, so Pfar­rer Fried­helm Kasparick.
Auch hier gilt wie­der­um das neue geflü­gel­te Wort: Kann man sich nicht ausdenken.”

***

Die Gesamt­la­ge des Grü­nen Reichs, ein Jahr nach der for­mel­len Macht­über­nah­me, zusam­men­ge­fasst in einer Collation:

Kann man sich nicht ausdenken.
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