2. Dezember 2023

Über­all erschei­nen gro­ße Arti­kel zum heu­ti­gen 100. Geburts­tag von Maria Cal­las, so auch in der Jun­gen Frei­heit. Ich fin­de es wenig anstö­ßig, dass man die in ihrer Aus­drucks­ge­walt sicher­lich unüber­trof­fe­ne Sopra­nis­tin dort zur „größ­ten Sän­ge­rin des 20. Jahr­hun­derts” aus­ruft – der­glei­chen steht nahe­zu über­all, doch für mei­nen Geschmack ist ihre Stim­me zu unsinn­lich, unweib­lich, unse­xy, milch­glä­sern –, aber was mich an dem Text stört, ist die Tat­sa­che, dass die Diva oder mei­net­hal­ben Divina dort immer nur bei ihrem Nach­na­men genannt wird: „Cal­las singt”, „Cal­las hat”, „Cal­las erfüllt jedes Kli­schee der Pri­ma­don­na”. Das ist unma­nier­lich. Es heißt die Cal­las. Basta!

PS: „Asche auf Ihr Haupt für die­sen Satz” ruft Leser ***. „‚Die’ Cal­las bzw. ihre Stim­me war und ist schlicht­weg ele­men­tar und umfass­te und umfasst selbst in knis­tern­den Alt-Auf­nah­men in gera­de­zu tran­szen­den­ter Wei­se die von Ihnen pro­fan her­un­ter­ge­bro­che­nen Attribute.”

So ret­te ich mich denn ins Selbstzitat
und reit’ mich noch tie­fer in den Salat:

Aus „Der Schmerz der Schön­heit. Über Gia­co­mo Puc­ci­ni”, Ber­lin 2008, S. 278 f.

(Mei­ne Alter­na­tiv­emp­feh­lung als Tos­ca war Leon­ty­ne Price.)

„Vie­le Bewun­de­rer der Cal­las sind schwul – war­um?, frug ich mich heu­te mit­tag hirn­un­ter­be­schäf­tigt auf dem Spin­ning-Rad, und da kam mir die Ant­wort: Weil sie den feh­len­den ero­ti­schen Bei­klang resp. Unter­ton einer Frau­en­stim­me ent­we­der überhaupt nicht wahr­neh­men oder sie so etwas nahe­lie­gen­der­wei­se gar nicht erst interessiert.”
Acta diur­na vom 15. März 2013

Ich muss dazu anmer­ken, dass ich den Expres­sio­nis­mus für eine Sün­de wider den Geist der Kunst hal­te. (Der beginnt übri­gens bei den Deut­schen schon im Spät­mit­tel­al­ter und hat die­ses ästhe­tisch unbe­gna­de­te, statt nach Schön­heit nach Ethik, nach Aus­druck, nach Bot­schaft ver­lan­gen­de Volk nie ver­las­sen.) Ich fin­de die Stim­me der Cal­las nicht schön. Doch offen­sicht­lich gibt es sehr vie­le Men­schen, denen sie etwas spen­det, das sich mir nicht erschließt, wes­halb ich hin­zu­fü­gen möch­te, dass mei­ne Aus­sa­ge aus­schließ­lich eine über mich ist und kei­nes­wegs über den Gesang der Asso­lu­ta.

***

Wir wis­sen nicht, wie das Geburts­tags­kind zum Duce stand, sie leb­te wäh­rend der schlim­men Jah­re in Athen und nahm die ita­lie­ni­sche Staats­bür­ger­schaft erst 1949 an. Ganz anders ein Kapell­meis­ter, unter des­sen kun­di­ger Stab­füh­rung sie oft gesun­gen hat, der indes im Kern­land des Bösen zu den Mit­läu­fern gehör­te. Was jahr­zehn­te­lang sys­te­ma­tisch ver­tuscht und nun zu Aachen end­lich ent­deckt wor­den ist.

Nichts erregt die Oppor­tu­nis­ten der Gegen­wart mehr als die Oppor­tu­nis­ten der Vergangenheit.

„Eine (!) mög­li­che Ver­bin­dung zur Wehr­macht”! In einem Land, in dem jeder Ein­woh­ner irgend­ei­ne meist fami­liä­re Ver­bin­dung zur Armee unter­hielt; die Trup­pe zähl­te mehr akti­ve Mit­glie­der, als die DDR spä­ter Insas­sen hat­te, über 17 Millionen.

Wel­che „Tätig­keit” der Diri­gent für Heyd­richs oder Kal­ten­brun­ners SD ver­übt haben soll, weiß ich nicht; Heyd­rich, Sohn eines Sän­gers, spiel­te ja sehr pas­sa­bel Vio­li­ne, viel­leicht hat ihm der Maes­tro ein Pri­va­tis­si­mum gege­ben? Dass Kara­jan NSDAP-Mit­glied war, kann nicht der Grund sein, auf den die Heros­tra­ten sich beru­fen, zumin­dest wäre es kein plau­si­bler; hier ist etwa eine Lis­te sämt­li­cher ehe­ma­li­ger NSDAP-Mit­glie­der, die nach 1945 in der BRD poli­ti­sche Ver­ant­wor­tung tru­gen (und auf der ande­ren Sei­te des Eiser­nen Vor­hangs sah es genau­so aus).

Doch wie auch immer, nun isse halt weg, die Büste.

Mel­dun­gen die­ser Art, es sind ihrer viel zu weni­ge, erfül­len mich immer mit gro­ßem Stolz, einer Gene­ra­ti­on (mehr oder weni­ger) anzu­ge­hö­ren, wel­che schock­wei­se Mut­men­schen her­vor­bringt, die rigo­ros jede Dik­ta­tur bekämpft haben wür­den, wenn sie dan­kens­wer­ter­wei­se in ihr gelebt hätten.

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Wenn wir gera­de an der Ham­bur­ger Relo­ti­us­spit­ze Halt machen.

„Immer wie­der”, schreibt der Spie­gel, „ver­brei­tet der Kreml die Pro­pa­gan­da, Deutsch­land erhal­te angeb­lich Anwei­sun­gen aus den USA. Eine Grund­la­ge gibt es für die­se Behaup­tung nicht.”

Anwei­sun­gen sind gar nicht nötig. Der deut­sche Trans­at­lan­ti­ker ist füg­sam, wil­lig, treu und pariert auf Wink oder Pfiff.

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Zitat des Tages:

„Ich hal­te die­se Lehrstühle/Fakultäten für Poli­to­lo­gie deut­lich über­wie­gend für Geld­wasch­an­la­gen, in denen die Par­tei­en ihren Mar­xis­ten­nach­wuchs mit öffent­li­chen Gel­dern ver­sor­gen. Und dazu wür­de da schon pas­sen, dass man denen den Geld­hahn abdreht, die nicht spu­ren. Damit man dann hin­ter­her sagen kann, es gebe einen ‚wis­sen­schaft­li­chen Kon­sens’. Weil jeder aufs Maul bekommt, der nicht mit­macht. Fol­low the science.”
(Had­mut Danisch)

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Aus aktu­el­lem Anlass: Eines der gro­ßen Esels­wor­te, selbst­er­nannt, im Fal­le Napo­le­ons trä­fe es abwechs­lungs­hal­ber ein­mal zu, der Kor­se hat sich tat­säch­lich selbst zum Kai­ser ernannt.

Dass der Napo­le­on-Film von Rid­ley Scott aus his­to­ri­scher Sicht ein Schmarrn wer­den wür­de, muss­te jedem klar sein, der den gro­tes­ken „Gla­dia­tor” und den Islam-Kitsch „König­reich der Him­mel” gese­hen hat­te (gute Mos­lems, böse Kreuzritter).

Fan­ta­sie ist die Zukunft der Ver­gan­gen­heit. Das ist ein wirk­li­ches Pro­blem, da sich das  Geschichts­bild der­je­ni­gen, die jetzt her­an­wach­sen, aus den links­wo­ken Vor­ur­tei­len der meis­ten ihrer Leh­rer bzw. ihrer soge­nann­ten Schul­bil­dung sowie eben jenen His­to­ri­en­fil­men zusam­men­stop­peln wird.

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Der Spruch „Die Rat­ten ver­las­sen das sin­ken­de Schiff” gilt nur ein­ge­schränkt; man­che trol­len sich auch von einem soeben flottgemachten.

Nichts kränkt den Lin­ken mehr als die Meinungsfreiheit.

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Ein Tweet…

… und ein Denun­zi­ant. Natür­lich anonym. Zwar links, aber knalldeutsch.

Ich habe mich bei die­ser Gele­gen­heit einer Twit­ter- bzw. X‑Funktion ent­son­nen und den Typen geblockt, mit ihm ein paar ande­re Lemu­ren die­ses Schla­ges, Leu­te mit Ver­bots­phan­ta­sien, Nazi-Tour­et­te, Fascho­la­lie oder dem patho­lo­gi­schen Bedürf­nis, fäka­li­sche Emo­jis zu pos­ten; war­um soll sich ein kul­ti­vier­ter Mensch das antun? (Möge Allah sich ihrer nicht all­zu­sehr erbarmen.)

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Frü­her hieß es Wet­ter, heu­te ist es Reli­gi­on. Mün­chen ges­tern am Abend.

Und heu­te morgen.

Die Stadt ist zuge­schneit, nichts fährt hier mehr außer der U‑Bahn, Flü­ge und die Fuß­ball-Bun­des­li­ga sind gecan­celt, aber ich weiß mit allen Recht­ge­lei­te­ten, dass es sich nur um Wet­ter han­delt, weil aus­schließ­lich jene Wet­ter­la­gen, die uns als Extrem­wet­ter­phä­no­me­ne ange­dient wer­den, da sie die Erd­er­hit­zung bezeu­gen, Kli­ma sind.

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Man will uns bekannt­lich, um vom tat­säch­li­chen The­ma Num­mer eins abzu­len­ken, ein­re­den, der Kli­ma­wan­del sei es. Gleich­wohl ord­net sich auch bzw. sogar das Kli­ma brav dem Schick­sals­the­ma die­ses Lan­des und auch Kon­ti­nents unter, das auf den Namen Völ­ker­wan­de­rung oder „Umvol­kung” hören wür­de, wenn es denn Völ­ker wirk­lich gäbe; so heißt es ein­fach ille­ga­le Mas­sen­mi­gra­ti­on bzw. Per­so­nal­wech­sel mit ein­ge­schränk­tem Ser­vice­an­ge­bot sowie aller­lei Kollateralzwischenfällen.

„Wer das Gerichts­ur­teil im Ham­bur­ger Grup­pen­ver­ge­wal­ti­gungs­pro­zess mit­be­kom­men hat”, schreibt Oli­ver Gurus („Der Sand­wirt”), „kann eigent­lich nur noch den Kopf schüt­teln – in Unver­ständ­nis, in Bedau­ern, in Sor­ge, in Wut und in Ohn­macht. Natür­lich ist das Urteil rein juris­tisch völ­lig im Rah­men des Jugend­straf­rechts, die Rich­te­rin hat for­mal nichts falsch gemacht. Aber wer sich über den Tat­her­gang kun­dig gemacht hat, kann nur zu dem Schluss kom­men, dass sich die Akteu­re des Staats in Legis­la­ti­ve, Judi­ka­ti­ve und Exe­ku­ti­ve von der Rea­li­tät der Bür­ger so weit abge­kop­pelt haben, dass sie die inne­re Sicher­heit der Gesell­schaft nicht mehr schüt­zen, son­dern ihr schaden.

Eine Grup­pe von vier Män­nern trifft auf der Stra­ße auf ein ange­trun­ke­nes 15jähriges Mäd­chen. Sie zer­ren es in ein Gebüsch und ver­ge­wal­ti­gen es reih­um, steh­len ihr Han­dy, damit sie nicht um Hil­fe rufen kann. Die Män­ner erzäh­len ande­ren, dass das hilf­los im Park umher­tau­meln­de Mäd­chen Frei­wild sei, wei­te­re Män­ner nut­zen das aus und ver­ge­wal­ti­gen es ebenfalls.

96 Zeu­gen und meh­re­re Sach­ver­stän­di­ge rekon­stru­ier­ten in 68 Ver­hand­lungs­ta­gen, was dem bis heu­te trau­ma­ti­sier­ten Opfer wider­fah­ren ist. Alle Ver­ge­wal­ti­ger sind jun­ge Män­ner, kei­ne Jugend­li­chen. Den­noch wur­de Jugend­straf­recht ange­wen­det, wie das in Deutsch­land eben heu­te so ist. Die Ver­tei­di­ger for­der­ten für alle Ange­klag­ten Frei­spruch. Reue über die Tat zeig­te kei­ner. Aus dem Gerichts­saal spa­zier­ten nun acht der zehn Ange­klag­ten mit Bewäh­rungs­auf­la­gen, einer wur­de frei­ge­spro­chen, einer erhielt zwei Jah­re und neun Mona­te ohne Bewäh­rung. Fünf der zehn haben kei­ne deut­sche Staatsbürgerschaft.

Geset­ze, die es ermög­li­chen, sol­che Urtei­le zu spre­chen, die die Täter mit der­art mil­den Urtei­len in ihrer Tat bestä­ti­gen und die Opfer ver­höh­nen, sind ein erheb­li­ches Sicher­heits­ri­si­ko: Sie sind eine sich um die gan­ze Welt her­um­spre­chen­de Ein­la­dung an Ein­wan­de­rer, Mäd­chen in Deutsch­land straf­los zu ver­ge­wal­ti­gen sowie eine Auf­for­de­rung an die deut­schen Bür­ger zur Selbst­jus­tiz. Sol­che Gerichts­ur­tei­le erzeu­gen durch ihre offen­sicht­li­che Unge­rech­tig­keit und ihr Ver­sto­ßen gegen jedes gesun­de Rechts­emp­fin­den groß­flä­chig Hass und Gewalt. Sie zer­stö­ren das Land.

Mei­ne Toch­ter ist 15. Ich kann Ihnen gar nicht sagen, wel­che Gedan­ken mir durch den Kopf schie­ßen. Und ich weiß ganz sicher: Wür­de ich die Ehre und die kör­per­li­che Unver­sehrt­heit mei­ner Fami­lie im Fal­le eines Angriffs durch sol­che Typen selbst ver­tei­di­gen müs­sen, weil sich die Akteu­re des Staats in ihrem Elfen­bein­turm mehr um die Täter sor­gen als um die Opfer, wäre am Ende ich der­je­ni­ge, der ins Gefäng­nis müss­te. Mein Ver­trau­en in den Staat, im Ernst­fall für Sicher­heit und Gerech­tig­keit zu sor­gen, ist bei null. Und das liegt nicht an mir. – Es geht so nicht weiter.”

Die kul­tur­sen­si­ble Rich­te­rin kön­nen Sie hier oder hier betrach­ten. Sie erin­nert mich an die freund­lich-kal­te, klir­rend sadis­ti­sche Ober­schwes­ter Rat­ched in „Einer flog über das Kuckucks­nest”, gespielt von Loui­se Flet­cher, die für die Rol­le einen Oscar als Bes­te Haupt­dar­stel­le­rin erhielt; die Vor­sit­zen­de Rich­te­rin der Jugend­kam­mer des Ham­bur­ger Land­ge­richts, Anne Mei­er-Göring – ein Name, den man sich mer­ken soll­te; sie hat sich bereits Meri­ten im Zusam­men­hang mit der Köl­ner Sil­ves­ter­kir­mes 2016 erwor­ben –, spielt nur eine Neben­rol­le, wird aber einst­wei­len noch mit kol­le­gi­al-media­len Lob­prei­sun­gen und staat­li­chen Prä­mi­en rech­nen dür­fen. (Die Jugend­kam­mer ver­han­delt sol­che Fäl­le wegen der trau­ma­be­ding­ten Ado­les­zenz­ver­zö­ge­rung bei vie­len der bei uns Schutz und kör­per­li­che Nähe suchen­den bär­ti­gen Racker.)

Die übli­chen Ver­däch­ti­gen haben bereits reagiert; nicht die Tat­sa­che, dass sich die Grup­pen­ver­ge­wal­ti­ger einer Min­der­jäh­ri­gen, die in ihren Her­kunfts­län­dern nicht mehr gesund wären, auf frei­em Fuß befin­den, wäh­rend das Mädel ein see­lisch gebro­che­nes Wrack sein wird, ist der Skan­dal, son­dern die Kri­tik am, par­don, die Het­ze gegen das Urteil.

Und für fort­ge­setz­ten Per­so­nal­wech­sel wird mun­ter gesorgt.

Näm­lich aus Syri­en. Ergab eine Anfra­ge der Schwe­fel­par­tei an die Bun­des­re­gie­rung. Soll­te sich, rein zufäl­lig nur, ein Sexu­al­straf­tä­ter in sta­tu nas­cen­di dar­un­ter befin­den, lebt er hier immer­hin siche­rer als daheim.

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Noch dazu.

Ein nicht uner­heb­li­cher Teil kos­tet kei­nes­wegs nur, son­dern ver­ach­tet die Kul­tur der Geber.

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Zum sel­ben Thema.

„Strei­fen Sie mit uns durch die toten Win­kel der dres­sier­ten Wahr­neh­mung”, schreibt Frank Böckel­mann und sen­det mir die aktu­el­le Tumult-Aus­ga­be, wor­in sich ein Text von Frank Lis­son namens „Über das Dege­ne­ra­ti­ve der Zivi­li­sa­ti­on” befin­det, aus wel­chem ich mir einen Pas­sus zu zitie­ren erlaube:

„Die ers­te Auf­ga­be eines jeden Rechts­staa­tes besteht dar­in, sei­ne Gren­zen und sei­ne Bür­ger zu schüt­zen! Schließ­lich heißt es in der Eides­for­mel für Regie­rungs­mit­glie­der: ‚Ich schwö­re, dass ich mei­ne Kraft dem Woh­le des deut­schen Vol­kes wid­men, sei­nen Nut­zen meh­ren, Scha­den von ihm wen­den’ wer­de. – Wie also soll man sich einem Staat gegen­über ver­hal­ten, des­sen Ver­tre­ter täg­lich ihren Amts­eid bre­chen, indem sie in ein dicht­be­sie­del­tes, ohne­hin über­be­völ­ker­tes Land Mil­lio­nen Armuts­mi­gran­ten, oft der Boden­satz der Welt­be­völ­ke­rung, denen man auch noch die euphe­mis­tisch-irre­füh­ren­de Bezeich­nung ‚Flücht­lin­ge’ ver­leiht, her­bei­lo­cken, um sie auf Staats­kos­ten rund­um ver­sor­gen und in jeden Win­kel des Lan­des ver­tei­len zu kön­nen, damit kein Dorf mehr ohne Zuwan­de­rung bleibt. Über­all lun­gern die­se Leu­te her­um, beset­zen Wohn­raum, ver­ur­sa­chen immense Kos­ten, gefähr­den den sozia­len Frie­den. War­um mutet eine Regie­rung ihren Bür­gern das zu? Wäh­rend die Ver­tre­ter der poli­ti­schen Klas­se nicht sel­ber unter ihren Beschlüs­sen lei­den müs­sen, da sie abge­schirmt woh­nen, kei­ne öffent­li­chen Ver­kehrs­mit­tel benut­zen, ihre Kin­der nicht auf öffent­li­che Schu­len schi­cken, zei­gen sie nicht das gerings­te Ver­ständ­nis für die Betrof­fe­nen. Und soll­ten sie doch ein­mal zag­haft reagie­ren, dann nur des­halb, weil sie Angst um ihre Pos­ten haben.

Sol­che evi­den­ten Fäl­le des Macht­miss­brauchs, der Igno­ranz und des unrecht­mä­ßi­gen Han­delns waren immer wie­der der Grund dafür, dass der ‚Volks­zorn’ erwach­te (1525, 1789, 1830, 1848, 1917) und es den Herr­schern an den Kra­gen ging. – Heu­te, im Zustand der Zivi­li­sa­ti­on, ist die­se Gefahr jedoch ungleich gerin­ger, da die vom Volk los­ge­löst han­deln­den Regie­run­gen inzwi­schen über ganz ande­re Mit­tel zur Macht­er­hal­tung ver­fü­gen: media­le Dau­er­pro­pa­gan­da und mate­ri­el­le Sät­ti­gung der Mani­pu­lier­ten. Wer gut gefüt­tert wird und an die Serio­si­tät der Staats­me­di­en glaubt, rebel­liert nicht. Aus­schlag­ge­bend aber scheint ein ande­res, etwas abs­trak­te­res und sozu­sa­gen nur von außer­halb zu bemer­ken­des Fak­tum zu sein: in der gesam­ten soge­nann­ten frei­en Welt hat seit den 1970er Jah­ren der natür­li­che Staats­ver­fas­sungs­ver­fall in Gestalt einer gewis­ser­ma­ßen ‚demo­kra­ti­schen Nega­tiv­aus­le­se’ statt­ge­fun­den. Dadurch ist ein Feu­da­lis­mus der Och­lok­ra­ten ent­stan­den, der sich beson­ders an der Ent­wick­lung bun­des­deut­scher Polit­pro­mi­nenz, aber auch an der Qua­li­täts­rang­fol­ge der US-ame­ri­ka­ni­schen Prä­si­den­ten able­sen lässt. Die­se Och­lok­ra­ten sind mit der Mehr­heit des Vol­kes typo­lo­gisch zu sehr ver­wandt, als dass eine kon­kret-revo­lu­tio­nä­re Stim­mung jemals auf­kom­men könn­te. Wer soll­te die Herr­schen­den ablö­sen, wenn, da es qua­si kei­ne Klas­sen- und damit auch so gut wie kei­ne Qua­li­täts­un­ter­schie­de mehr gibt, von den Ablö­sen­den kaum grund­sätz­li­che Ver­än­de­run­gen zu erwar­ten sind? Eine tat­säch­lich ver­nünf­ti­ge Poli­tik wei­ser Herr­scher wäre unter den Umstän­den der durch Kon­sum­ge­wohn­hei­ten und all­ge­mei­ne Ent­sitt­li­chung weit­ge­hend demo­ra­li­sier­ten Wäh­ler­schich­ten nie­mals mehrheitsfähig.”

(Das ist Kul­tur­pes­si­mis­mus, und der ist poli­tisch gefähr­lich, denn wir wis­sen ja, wohin das geführt hat und bla bla bla…)

Das­sel­be mein­te Rolf Peter Sie­fer­le, er ruhe in Frie­den, als er notier­te (in „Finis Ger­ma­nia”): „Der ‚Mensch’ im alten Sinn ist bereits ver­schwun­den, und er hat die Räu­me mit­ge­nom­men, in denen er gelebt hat­te und die auf sei­ne indi­vi­du­ell-fami­liä­ren Dimen­sio­nen zuge­schnit­ten waren. Die Lei­den­schaf­ten etwa, die ihn einst bewegt hat­ten, sind in irrele­van­te Zonen der Pri­vat­heit oder der öffent­li­chen Unter­hal­tung abge­sun­ken – in Teil­seg­men­te der Wirk­lich­keit also, die fern von den Ach­sen des Gesche­hens lie­gen. War es etwa ein­mal mög­lich und sogar üblich, poli­ti­sche Vor­gän­ge auch aus per­sön­li­chen Eigen­schaf­ten, aus Merk­ma­len, Vor­lie­ben und Ver­säum­nis­sen gro­ßer Indi­vi­du­en abzu­lei­ten, so ist dies heu­te schlicht unplau­si­bel gewor­den. Der letz­te Heros die­ser Art war der unzeit­ge­mä­ße Böse­wicht Adolf Hit­ler. Heu­te beißt nie­mand mehr in den Tep­pich. Die Poli­ti­ker bil­den nur noch den Schei­tel­kamm gro­ßer Wan­der­dü­nen, die von Ele­men­tar­kräf­ten bewegt werden.”

Die – je nach Geschmack gute oder schlech­te – Nach­richt bzw. Fol­ge­rung dar­aus lau­tet, dass poli­ti­sche Atten­ta­te völ­lig sinn­los gewor­den sind, weil iden­ti­sche Nach­rü­cker son­der Zahl bereit­stün­den. Nein: bereitstehen.

PS: „‚1525, 1789, 1830, 1848, 1917’: Ist er ein Libe­ra­ler, oder war­um belei­digt er alle fast anstän­di­gen Mon­ar­chen der euro­päi­schen Geschichte?“
(Freund ***)

***

Was gibt’s Erfreuliches?

Ich wuss­te gar nicht, dass die Neue Zür­cher ein „Life­style-Por­tal” betreibt.

Als ein Mensch, der vie­le Jah­re lang prak­tisch Tür an Tür mit (meis­tens) Frau­en geses­sen hat – von den in die­ser Bran­che nahe­zu obli­ga­ten schwu­len Gra­fi­kern abge­se­hen, arbei­te­ten dort nur Mädels –, die in soge­nann­ten Life­style-Maga­zi­nen dem Herrn den Tag stah­len, weiß ich um die deko­ra­ti­ven Vor­zü­ge und kom­mu­ni­ka­ti­ven Nach­tei­le einer sol­chen Kon­stel­la­ti­on. Es gab näm­lich zu mei­ner Zeit, und wahr­schein­lich ver­hält es sich heu­te noch so, bei allen die­sen Blät­tern in zah­len­mä­ßig unge­fähr aus­ge­wo­ge­nem Ver­hält­nis zwei Typen von Mit­ar­bei­te­rin­nen: zum einen die in die Jah­re gekom­me­ne, soge­nann­te gestan­de­ne Redak­teu­rin, zum ande­ren das Nach­wuchs-Beau­ty. Bei­de bil­de­ten jeweils Frak­tio­nen, und die Ange­hö­ri­gen der einen hass­ten jene der ande­ren noch ein biss­chen mehr, als sie sich unter­ein­an­der ohne­hin schon nicht aus­ste­hen konn­ten, obschon bei­de ver­ein­te, dass es sich zumeist um veri­ta­ble Dumm­chen han­del­te. Die älte­ren Redak­teu­rin­nen, die in ihrer Mehr­heit früher ein­mal zum Typ Beau­ty gezählt hat­ten, moch­ten die Jüngeren genau des­halb nicht und schi­ka­nier­ten sie auf mehr oder weni­ger sub­ti­le Wei­se, denn sie waren ja län­ger im Geschäft und besetz­ten die bes­se­ren Posi­tio­nen. Im Gegen­zug mach­ten sich die Jüngeren, um den Neid ihrer Kol­le­gin­nen zu erre­gen (natürlich auch der gleich­alt­ri­gen), jeden Mor­gen so zurecht und tru­gen so auf­rei­zen­de Sachen, wie sie es abends für ihre Ker­le ver­mut­lich nur in Aus­nah­me­fäl­len taten. Und davon pro­fi­tier­ten wie­der­um die Ker­le in den ande­ren Redak­tio­nen, man­che als Abräu­mer der Schö­nen, die ande­ren zumin­dest im deko­ra­ti­ven Sinne.

Ende des Einschubs.

In besag­tem Life­style-Por­tal der NZZ – und das hat mit dem Vori­gen pau­schal nichts zu tun – lese ich nun Folgendes:

Las­sen wir den Ama­zon-Grün­der und Prin­cess Kate bei­sei­te, schau­en wir nur auf Kron­prin­zes­sin Leo­nor, die am spa­ni­schen Natio­nal­fei­er­tag am 12. Okto­ber die­ses Bild abgab.

Ich wüss­te nichts auch nur annä­hernd Ver­gleich­ba­res der­zeit zwi­schen Maas und Memel. Sie?

***

Im Umklei­de­raum des Fit­ness­stu­di­os steht ein Mann unge­fähr mei­nes Alters neben mir vor dem Spie­gel, den Ober­kör­per wie von einem Bild­hau­er geschaf­fen, jeder Mus­kel ist defi­niert, der gesam­te Leib ent­haart, gebräunt und zeit­geist­ge­mäß täto­wiert, sein – sehr spä­tes – Ver­falls­da­tum steht gleich­wohl im prä­wel­ken Zustand der Epi­der­mis ein­ge­schrie­ben, und ich dach­te mir, wäh­rend er sich und ich ihn betrach­te­te: Im Grun­de, Gevat­ter, tun wir bei­de das­sel­be, so wie du an dei­nem Kör­per mei­ßelst und metzt, meiß­le und met­ze ich an mei­nen Tex­ten, so wie du dir wegen dei­ner Mus­ku­la­tur wun­ders wie bedeu­tend vor­kommst, kom­me ich mir wegen mei­ner For­mu­lie­rungs­küns­te wun­ders wie bedeu­tend vor, so wie du dich vor dem Spie­gel drehst und mit Wohl­ge­fal­len betrach­test, dre­he ich mich vor dem Spie­gel mei­ner Tex­te und lese sie mit Wohl­ge­fal­len, und so wie du dar­un­ter lei­dest, dass du dei­nen Kör­per nie voll­kom­men fin­den wirst, lei­de ich dar­un­ter, dass mein Geschreibs nie­mals die Per­fek­ti­on errei­chen wird.

***

Zu mei­nen Expek­to­ra­tio­nen über J. R. R. Tol­ki­en (Acta vom 28. Novem­ber) schreibt Leser ***:

„Fan­ta­sy kom­bi­niert aus­nahms­los die ‚Über­win­dung des Mons­ters’ mit dem­The­ma ‚Rei­se und Rück­kehr’ (Hel­den­rei­se; vgl. The Seven Basic Plots). Das Mons­ter ist immer ein ein­zel­nes Wesen (Ersatz-Hit­ler), das bis­wei­len an der Spit­ze einer Hier­ar­chie steht. Er/sie/es ist böse und hat nur ein Ziel: Geno­zid. Der Held ist aus­nahms­los gut, aber immer macht­los und regel­mä­ßig schwach. Sei­ne Schwä­che wird jedoch oft­mals durch eine Super­fä­hig­keit über­kom­pen­siert. Er schließt sich zumeist mit ande­ren Macht­lo­sen zusam­men, und gemein­sam ret­ten die­se ‚Alli­ier­ten’ am Ende die Mensch­heit. Dafür brin­gen sie auch Opfer. Das klas­si­sche Stil­mit­tel der Fan­ta­sy, ins­be­son­de­re bei Tol­ki­en, ist der Deus ex Machi­na: Die Grup­pe wird immer von dem Hel­den geret­tet, der gera­de zufäl­lig fehlt. Fehlt kei­ner, dann sind es Adler oder sons­ti­ge Lösun­gen aus dem Nir­gend­wo. In ‚Game of Thro­nes’ war es Ben­jen, der in Fol­ge 1 in der Wild­nis geparkt wor­den war.

Das Gegen­stück zum Geschichts­mär­chen ist das Zukunfts­mär­chen. Auch Sci­ence Fic­tion ist aus­nahms­los Pro­pa­gan­da. Wenn man eine Geschich­te kennt, kennt man sie alle. Die Hel­den sind immer Ver­tre­ter der jeweils herr­schen­den Ideo­lo­gie. Hol­ly­wood-Hel­den ver­tre­ten aus­nahms­los ame­ri­ka­ni­sche Idea­le. Aktu­ell sind es woke-diver­se Demo­crats. Wenn die Repu­bli­ka­ner an der Regie­rung sind, kann der Held, wie unter Nixon in den 70ern, auch mal ein Ein­zel­kämp­fer sein, z.B. mehr­fach ver­kör­pert von Charl­ton Hes­ton. Sci­ence Fic­tion hat den Vor­teil, dass sie im Gegen­satz zum ‚2. Welt­kriegs­film’ jugend­taug­lich ist. Jungs kön­nen damit früh­zei­tig auf ihre Rol­le als Sol­dat vor­be­rei­tet wer­den. Zudem kann man die Bösen in Fan­ta­sy und Sci­ence Fic­tion so böse sein las­sen, wie man möch­te. Man kann den häss­li­chen Nazi über­zeich­nen. Es gibt kei­nen Realitätscheck.

Die Sci­ence Fic­tion mit der wohl bes­ten Vor­her­sa­ge­quo­te ist ‚Raum­pa­trouil­le’, mit dem ‚Jung­ad­ler’ Diet­mar Schön­herr in der Haupt­rol­le. Bereits im Vor­spann kam fol­gen­de Pas­sa­ge: ‚Was heu­te noch wie ein Mär­chen klingt, kann mor­gen Wirk­lich­keit sein. Hier ist ein Mär­chen von über­mor­gen: Es gibt kei­ne Natio­nal­staa­ten mehr. Es gibt nur noch die Mensch­heit und ihre Kolo­nien im Welt­raum. Man sie­delt auf fer­nen Ster­nen. Der Mee­res­bo­den ist als Wohn­raum erschlos­sen. Mit heu­te noch unvor­stell­ba­ren Geschwin­dig­kei­ten durch­ei­len Raum­schif­fe unser Milch­stra­ßen­sys­tem. Eins die­ser Raum­schif­fe ist die Ori­on, win­zi­ger Teil eines gigan­ti­schen Sicher­heits­sys­tems, das die Erde vor Bedro­hun­gen aus dem All schützt. Beglei­ten wir die Ori­on und ihre Besat­zung bei ihrem Patrouil­len­dienst am Ran­de der Unendlichkeit.’

Die Fol­ge mit größ­ten aktu­el­len Bezug ist ‚Kampf um die Son­ne’. Dort wird die Erde aus dem All auf­ge­heizt. Ver­ant­wort­lich für den men­schen­ge­mach­ten Kli­ma­wan­del ist ein Pla­net, auf dem Frau­en die Macht haben, und Män­ner nur Gärt­ner, Tech­ni­ker und Para­de­sol­da­ten sein dür­fen, sofern man eine Para­de braucht. Die­ser Pla­net heißt übri­gens Chro­ma (gr. für bunt). Geht es noch besser?

Mitt­ler­wei­le hat man bei der Bava­ria auch eine Fort­set­zung in der Mache, schön woke und divers, ver­steht sich. Man ist sich sei­ner Ver­ant­wor­tung bewusst, denn das Ori­gi­nal war zu ‚faschis­to­id’.”

Man kann, geehr­ter Herr ***, Hol­ly­wood für vie­les rügen und mei­net­we­gen ableh­nen, aber ein Ver­dienst muss man der Traum­fa­brik zuge­ste­hen: Sie hat jeden tech­ni­schen Groß­trend in sei­ner Aus­wir­kung auf die Gesell­schaft oder mei­net­hal­ben die Mensch­heit vor­her­ge­se­hen, sie hat die Macht­über­nah­me der KI eben­so anti­zi­piert wie die gefähr­li­chen Illu­sio­nen des Trans­hu­ma­nis­mus und den Grö­ßen­wahn dik­ta­to­ri­scher Mensch­heits­er­lö­ser. Natür­lich immer im Rah­men einer „Sto­ry”, die sich einem brei­ten Publi­kum andre­hen ließ (und lässt), mit dem schluss­end­li­chen Sieg der Guten über das Böse. Für die bei­den von Ihnen genann­ten Gen­res mag auch das Sche­ma der Seven Basic Plots zutref­fen. (Die Serie „Raum­pa­trouil­le” ken­ne ich nicht, aber dass der matri­ar­cha­lisch orga­ni­sier­te bzw. des­or­ga­ni­sier­te Pla­net indi­rekt für die Erd­er­hit­zung ver­ant­wort­lich ist, klingt ja fast schon subversiv.)

Was The Seven Plots im wei­te­ren Sin­ne angeht: Bereits der Basis­text der abend­län­di­schen Dich­tung, die „Ili­as”, fin­det dort kei­nen Platz. Die Defi­ni­ti­on des „Plots” Tra­gö­die – „Der Cha­rak­ter­feh­ler des Prot­ago­nis­ten oder sein gro­ßer Feh­ler ist gleich­zei­tig sein Ver­der­ben” – ist falsch, der Cha­rak­ter des Prot­ago­nis­ten ist in der Tra­gö­die schlech­ter­dings gleich­gül­tig; er wird schul­dig, egal was er tut. Proust, Dode­rer, Kaf­ka, Joy­ce und das meis­te von Nabo­kov, um nur ein paar Acht­tau­sen­der zu nen­nen, fal­len aus die­sem Sche­ma, des­glei­chen das gesam­te Tschechow’sche und absur­de Thea­ter. Übri­gens auch Richard Wag­ner, wo er zur Lite­ra­tur gehört. Von „Tri­st­ram Shan­dy”, Jean Paul oder Eck­hard Hen­scheid reden wir gar nicht erst. Es wäre Unsinn, „Wie­der­se­hen mit Bri­des­head” unter „Rei­se und Rück­kehr” zu sub­su­mie­ren, des­glei­chen „Heart of Dark­ness”. Ich könn­te fort­fah­ren, las­se es aber dabei bewen­den, denn die­ses Sche­ma erklärt immer­hin recht gut, war­um mir Plots völ­lig egal sind. Ich inter­es­sie­re mich fast aus­schließ­lich für das Wie in der Lite­ra­tur. Man ver­scho­ne mich mit Sto­rys, sie sind der Haupt­grund dafür, dass Leser sich für das Wie kaum inter­es­sie­ren, weil sie nur wis­sen wol­len, was als nächs­tes passiert.

***

Womit wir bei den Küns­ten wären. Es ist zwar noch nicht Sonn­tag, aber bald, und ein­ge­schneit har­re ich sei­ner, gemein­sam mit einem Besu­cher, der übri­gens damals eben­falls mit von der Par­tie war und heu­te nicht aus Mün­chen fort­kommt. Damals meint den Mai die­ses Jah­res, als hier mit einem gewis­sen Begleit­brim­bo­ri­um ein Kon­zert über die Büh­ne ging, das zu den Höhe­punk­ten des ver­strei­chen­den Jah­res gezählt wer­den darf. Oder muss. Jeden­falls sollte.

Einen Tour-de-force-Quer­schnitt durch den Abend fin­det, wer da mag, hier. Es wird nicht der letz­te sei­ner Art gewe­sen sein.

 

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