1. September 2022

Die Sechs­te Armee muss­te zur Bekämp­fung der Rus­sen in Sta­lin­grad frie­ren. Aus­ge­wähl­te Insas­sen des bes­ten Deutsch­lands ever wer­den es immer­hin zu Hau­se tun dürfen.

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Das Han­deln der Grü­nen wird plau­si­bel, wenn man sie nicht als deut­sche Par­tei, son­dern als Inter­es­sens­ver­tre­ter frem­der Mäch­te betrach­tet. Anna­le­na B. ist nicht die Außen­mi­nis­te­rin Deutsch­lands, son­dern eine Mario­net­te der glo­ba­lis­ti­schen Klas­se, als deren KPdSU die ame­ri­ka­ni­schen Demo­kra­ten agie­ren. Sie ist blöd genug – sofern es sich nicht um Tri­um­pha­lis­mus han­delt –, das öffent­lich auszuplappern.

(Link)

Natür­lich ist das Amts­eid­bruch. Womög­lich sogar Landesverrat.

Die grü­nen Gau­ner haben nicht mal ein Jahr gebraucht, um den von Mer­kel übrig­ge­las­se­nen Wohl­stand der Deut­schen kom­plett aufs Spiel zu set­zen. Und machen wir uns nichts vor: Das haben sie gewollt. Mit dem Krieg in der Ukrai­ne hat das alles nur wenig zu tun.

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„Er hat ja mal im Haupt­be­ruf Kin­der­bü­cher geschrie­ben, und das setzt er jetzt auch wei­ter fort.” (Ste­fan Aust über Robert Habeck)

Es dürf­te zumin­dest nicht ohne Bedeu­tung sein, dass ein Kin­der­buch­au­tor Vize­kanz­ler und Wirt­schafts­mi­nis­ter ist. Kin­der müs­sen bekannt­lich erzo­gen, belehrt, ange­lei­tet und mit Mär­chen in den Schlaf gewiegt werden.

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Ich habe damals im DDR-Spi­ri­tuo­sen­la­ger Leu­te ken­nen­ge­lernt, die mor­gens schon Schnaps tran­ken. Sie wirk­ten auf mich weni­ger gro­tesk und auto­ag­gres­siv als die­je­ni­gen, die mor­gens schon Spie­gel online anklicken.

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Apro­pos DDR.

„Mein Arbeits­platz – mein Kampf­platz für die Vielfalt!”
Bernd Zeller

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Bezie­hungs­wei­se:

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Im Inter­view mit der NZZ erklärt die Lite­ra­tur­kri­ti­ke­rin Sig­rid Löff­ler, es gebe „einen Autor, den ich ver­ab­scheue – nicht weil er ver­lo­gen ist, son­dern weil er sei­ne Leser ver­ach­tet: Michel Hou­el­le­becq. Er schreibt so unfass­bar schlecht! Nach­läs­sig, wurs­tig. Er macht sich nicht die Mühe, gut zu schrei­ben.” Anders als z.B. Frau Löff­ler, die sich immer gro­ße Mühe gibt und der nicht ganz zufäl­lig als ers­te spon­ta­ne Asso­zia­ti­on das Wort „ver­lo­gen” durch die Rübe rauscht. Allein, wer weiß sie zu wür­di­gen, ihre Mühe?

War­um ich Hou­el­le­becq zwar für kei­nen gro­ßen Sti­lis­ten und Men­schen­schil­de­rer, gleich­wohl aber für den bedeu­tends­ten leben­den Schrift­stel­ler hal­te, habe ich andern­orts dar­ge­legt. Wer der bei jeder Gele­gen­heit ihre Gesin­nung her­vor­keh­ren­den Löff­ler abnimmt, dass ihr Abscheu gegen den Fran­zo­sen aus­schließ­lich ästhe­tisch begrün­det sei, möge es tun. Ein paar Zei­len wei­ter lobt sie übri­gens Tho­mas Bern­hard. Der hat sich zwar auch ver­dammt wenig Mühe gege­ben, aber was soll’s.

Wirk­li­chen Ein­blick in ihren Cha­rak­ter, sofern da einer ist, jeden­falls in den Cha­rak­ter ihres durch und durch poli­ti­sier­ten Agit­prop­den­kens eröff­net Löff­ler, wenn es gegen Mar­tin Mose­bach geht. „Er tritt in sei­nen Roma­nen als welt­läu­fi­ger Bil­dungs­bür­ger auf und will damit nicht nur sei­ne Stamm­le­ser­schaft beein­dru­cken”, fin­det sie. „Aber er hat eine ver­steck­te Sei­te. Ich mei­ne nicht so sehr die­sen vor­kon­zi­lia­ren Katho­li­zis­mus, den er para­diert. … Ich mei­ne die fins­te­ren reak­tio­nä­ren Bücher, die er in einem Wie­ner Win­kel­ver­lag publi­ziert, unbe­merkt von der Frank­fur­ter Haute­vo­lee, die ihn verehrt.”

Man muss wis­sen, dass Mose­bach in die­sem Win­kel­ver­lag – es han­delt sich um Karo­lin­ger – ledig­lich ein Buch ver­öf­fent­licht hat, die Erst­auf­la­ge von „Häre­sie der Form­lo­sig­keit”, sein Plä­doy­er für die alte Mes­se, die frei­lich seit inzwi­schen 15 Jah­ren von Han­ser ver­trie­ben wird. Die­ses Buch han­delt in der Tat vom vor­kon­zi­lia­ren Katho­li­zis­mus Mose­bachs, doch den meint unse­re Gou­ver­nan­te ja „nicht so sehr”. Sie meint ein­fach irgend­was. Bezie­hungs­wei­se bringt in ihrem Furor etwas durch­ein­an­der. Der Win­kel­ver­lag, in dem übri­gens auch ich ver­öf­fent­li­che und für den sie Mose­bach als Autor „fins­te­rer reak­tio­nä­rer Bücher” her­bei­hal­lu­zi­niert (wäh­rend ich dort eher leuch­ten­de reak­tio­nä­re Bücher her­aus­brin­ge), stört sie allein durch sei­ne Exis­tenz, obwohl sie weiß, dass es derer im deutsch­spra­chi­gen Raum kaum eine Hand­voll gibt; ihr auto­ri­tä­rer Cha­rak­ter will durch­aus die Baum­schu­le, den Reichs­par­tei­tags­marsch­block mit Regen­bo­gen­fähn­chen, sie will, dass wirk­lich alle Ver­la­ge das­sel­be dru­cken und mei­nen und nie­mand mehr beim Win­kel­ver­lag kauft, dar­in gleicht sie ihren woken lin­ken Geschwis­tern wie ein hal­tungs­jour­na­lis­ti­scher Kom­men­tar dem anderen.

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Zuletzt etwas Amü­san­tes. Mat­thi­as Matu­s­sek eröff­net in einem kur­zen Video einen Rück­blick auf das Som­mer­fest der Zür­cher Welt­wo­che am Mitt­woch vori­ger Woche; am Ende will er sogar Mephis­to getrof­fen haben.

 

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