12. Dezember 2022

Nach der aktu­el­len ver­fas­sungs­recht­li­chen Ortho­do­xie ver­stößt das gesam­te Grund­ge­setz, allein durch die Exis­tenz sei­nes Sou­ve­räns, gegen Arti­kel 1 Grundgesetz.

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Mit den moder­nen Medi­en als Hys­te­rie­ver­stär­ker hät­te die Mensch­heit die Pest-Epi­de­mien des Mit­tel­al­ters schwer­lich überlebt.

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Die tat­säch­li­chen Ali­as­be­grif­fe von „Diver­si­tät” hei­ßen: Ungleich­heit, Wett­streit, Kon­kur­renz­kampf, frei­es Spiel der Kräf­te. Sozia­lis­mus, Wokism und Iden­ti­ty poli­tics sind das genaue Gegen­teil davon.

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Die Grü­nen begeis­tern sich so hef­tig für die Völ­ker­ein­wan­de­rung, weil es für den stram­men Lin­ken nur eine Lek­ti­on aus der fried­li­chen Revo­lu­ti­on von 1989 gibt: Nie wie­der sol­len Men­schen mit dem Ruf „Wir sind das Volk!” gegen eine lin­ke Regie­rung auf die Stra­ße gehen können.

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Mit dem Seuf­zer, man dür­fe dies oder jenes heu­te ja nicht mehr sagen, beru­higt sich der bra­ve Deut­sche dar­über, dass er zu fei­ge ist, dies oder jenes öffent­lich auszusprechen.

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Gen­der: die Ver­wand­lung von Okkul­tis­mus in Totemismus.

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Die reprä­sen­ta­tivs­te Figur im Film „Matrix” ist der Über­läu­fer, der akzep­tiert, dass der Wein, den er künf­tig trin­ken, und das Fleisch, das er künf­tig essen wird, nur Simu­la­tio­nen sind, kei­ne Rea­li­tät besit­zen, er aber um den Preis des Ver­rats in die Matrix zurück­keh­ren darf und nicht mehr das Schick­sal des Ver­fem­ten ertra­gen muss.

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Putin ist für die explo­die­ren­den Ener­gie­prei­se, die uns die staat­lich sub­ven­tio­nier­te grü­ne Ener­gie­wen­de beschert hat, an wel­cher deut­sche Unter­neh­men der­zeit schock­wei­se zugrun­de­ge­hen, so wenig ver­ant­wort­lich, wie die Markt­wirt­schaft für die Infla­ti­on und die Ver­ar­mung vie­ler Deut­scher ver­ant­wort­lich ist, denn tat­säch­lich sind das direk­te Fol­gen der staat­li­chen Ein­grif­fe in die Wirt­schaft und der rasen­den Geld­ver­meh­rung der Zentralbanken.

Euro-Ret­tung, Euro­päi­scher Sta­bi­li­täts-Mecha­nis­mus (ESM), Fremd­schul­den­haf­tung, Coro­na-Dik­ta­tur, Flücht­lings­ret­tung, Welt­kli­ma­ret­tung: Es sind samt und son­ders staat­li­che Maß­nah­men, die zur Ver­ar­mung immer grö­ße­rer Tei­le der deut­schen Bevöl­ke­rung füh­ren. Der Markt hat damit nichts zu tun.

Aber Poli­tik, Medi­en, Kom­men­ta­ri­at und Gefäl­lig­keits­wis­sen­schaft wer­den die Schuld für den Abstieg unse­res Welt­teils genau jenem Kapi­ta­lis­mus anlas­ten, der ihn groß gemacht hat, und vie­le, offen­bar viel zu vie­le vom wirt­schafts­feind­li­chen woken Dau­er­agit­prop weich­ge­klopf­te Men­schen wer­den es glauben.

Der Staat, das sind Nan­cy Fae­ser, Karl Lau­ter­bach, Kat­rin Göring-Eck­art und Robert Habeck. Wie kann jemand anneh­men, von sol­chen Figu­ren käme das Heil?

(Bernd Zel­ler)

Der Staat ist nicht Ihr Freund. Sofern Sie nicht zu den­je­ni­gen gehö­ren, die an sei­nen fabel­haft näh­ren­den Zit­zen saugen.

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Zum Staat gehört inzwi­schen auch die­ser tie­fen­ver­gau­ner­te ger­ma­no­pho­be Kryp­to­kom­mu­nist – das ist übri­gens der­je­ni­ge, von dem das Gleich­nis stammt, die Ener­gie­wen­de wer­de jeden Michel monat­lich unge­fähr so viel kos­ten wie eine Kugel Eis.

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Weil man bei den Reichs­bür­gern Schuss­waf­fen gefun­den hat – lega­le offen­bar; Waf­fen­be­sitz ist schließ­lich außer­halb von Dik­ta­tu­ren ein Men­schen­recht –, will die Innen­mi­nis­te­rin des Waf­fen­recht verschärfen.

Weil sich unter den Fest­ge­nom­me­nen Beam­te befin­den – mer­ke: Im Drit­ten Reich, in der DDR und unter Nan­cy Fae­ser sind ver­haf­tet und schul­dig das­sel­be –, will die Innen­mi­nis­te­rin das Beam­ten­recht ändern.

Weil auch eine ehe­ma­li­ge AfD-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te fest­ge­nom­men wur­de (also schul­dig ist), wol­len die Innen­mi­nis­te­rin und ihre Par­tei­ge­nos­sen die Oppo­si­ti­on noch wei­ter kri­mi­na­li­sie­ren und, wenn mög­lich, ganz ausschalten.

Offen­bar war das Dreh­buch schon geschrie­ben, bevor die ers­te Haus­durch­su­chung stattfand.

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Für einen Staats­streich muss man nicht put­schen. Es genügt, gewählt zu wer­den und das rich­ti­ge Per­so­nal nach­zu­ho­len. Dann klappt’s auch mit den Haus­durch­su­chun­gen und der jus­ti­ti­el­len Betreu­ung rech­ter Het­zer und umstürz­le­ri­scher Seniorencombos.

Ich zitie­re immer wie­der gern den innen­po­li­ti­schen Spre­cher der Ber­li­ner Grü­nen, der im Inter­view mit dem Neu­en Deutsch­land im August 2020 kundtat:

Und wie es sich bemerk­bar macht!

Erin­nern wir uns: 3000 Poli­zis­ten wur­den gegen die „Reichs­bür­ger” in Marsch gesetzt, um dort so vie­le Waf­fen zu fin­den wie bei einer Clan-Nach­wuchs­kraft. Aber wir brau­chen in der DDR 2.0 sämt­li­che ver­füg­ba­ren Poli­zei­kräf­te gegen „rechts”.

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Es gibt auch für die Pres­se kei­ne Unschulds­ver­mu­tung mehr.


(Aus der Main­post.)

Erin­nern wir uns bei die­ser Gele­gen­heit noch­mals dar­an, dass die Sozia­lis­tin Nan­ny Fae­ser zu einer Regie­rung gehört, die von sich behaup­tet, gegen­über Putin den frei­en Wes­ten zu vertreten.

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Apro­pos Faeser.

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Zwei Mel­dun­gen zur Ukraine.

Die­se taugt für die Rubrik: Schlag­zei­le des Jahres.

Es ist aber kein Stellvertreterkrieg.

Zugleich beginnt der woke Wes­ten, die Kriegs­zie­le der Ukrai­ne zu formulieren.

Zum Bei­spiel:

„Die­sen Text hat Jew­ge­ni Les­noi im Auf­trag des Bünd­nis­ses Que­e­re Not­hil­fe Ukrai­ne geschrie­ben. Im Tages­spie­gel erscheint er etwas gekürzt zum ers­ten Mal”, lesen wir. Mit ande­ren Wor­ten: Es han­delt sich um einen Pro­pa­gan­da­text im Auf­tra­ge einer NGO. Wäre uns aber auch so aufgefallen.

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Und noch mal Ukrai­ne, nur zur Kom­plet­tie­rung des Bildes.

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Bei Ama­zon stieß ich ver­se­hent­lich auf zwei Kun­den­re­zen­sio­nen, die ich den geneig­ten Besu­che­rin­nen des Klei­nen Eck­la­dens nicht vor­ent­hal­ten möch­te (ich schrei­be „ver­se­hent­lich”, weil ich die Stei­ne im Gar­ten eigent­lich nicht umdre­he). Zunächst, auf der Suche nach einem frü­hen Luh­mann-Essay, auf jene:

Es han­delt sich um das Buch „Die gespal­te­ne Gesell­schaft”, wobei der FAZ-Her­aus­ge­ber und sein Co-Autor dar­in genau die­ses Gepal­ten­sein bestrei­ten, unge­fähr wie der FAZ-Feuil­le­to­nist Patrick Bah­ners nach­ein­an­der bestritt, dass Deutsch­land isla­mi­siert wer­de bzw. ein Islam­pro­blem habe, und dass es 2015/16 so etwas wie eine Migra­ti­ons­kri­se gege­ben habe.

Das Offen­sicht­li­che zu leug­nen und sich zugleich selbst an der Ver­sto­ßung der Anders­mei­nen zu betei­li­gen, war zu allen Zei­ten der öde Job auto­ri­täts­hö­ri­ger Jour­na­lis­ten. Allein das Kes­sel­trei­ben gegen die Unge­impf­ten, „Quer­den­ker” und „Schwurb­ler”, obwohl sie in fast allen Punk­ten rich­tig lagen, wür­de aus­rei­chen, um Kau­bes Dar­stel­lung zu widerlegen.

By the way:

Aber ein Kau­be wird nicht nur bestrei­ten, dass wir unter einem Coro­na­re­gime leb­ten, das die Gesell­schaft in Mit­ma­cher (samt einer Büt­tel-Avant­gar­de) und Wider­stän­di­ge spal­te­te, er wird auch leug­nen, dass der Regen­bo­gen- und Kli­ma­ret­tungs­ge­sin­nungs­ter­ror die Gesell­schaft spal­tet – solan­ge er sich auf jener siche­ren Sei­te weiß, auf wel­cher das Divi­de et impe­ra zugleich prak­ti­ziert und geleug­net wird.

So einer bringt auch ganz unge­niert den Satz zu Papier – ich will doch hof­fen, dass der Ama­zon-Rezen­sent ihn kor­rekt wie­der­gibt –, dass sich „AfD-Anhän­ger auf belie­bi­ge Jobs bewer­ben” könn­ten. Klar, bewer­ben kön­nen sie sich – sofern sie nie­man­dem erzäh­len, wem sie da heim­lich anhän­gen. Wenn sie aber oben­drein Mit­glied der Schwe­fel­par­tei sind, bekom­men sie nahe­zu nir­gend­wo mehr einen Job. Oder eine neue Woh­nung. Oder ein Hotel­zim­mer (wenn Ali­ce Wei­del in irgend­ei­ner deut­schen Stadt abstei­gen will, bekommt sie von zehn Hotels neun Absa­gen). Oder einen Ver­an­stal­tungs­raum. Sie kön­nen nir­gends öffent­lich ohne Poli­zei­schutz auf­tre­ten – und wie lan­ge sie den noch erhal­ten, steht dahin (Nan­cy?) Man zün­det ihnen die Autos an, beschmiert ihnen die Haus­fas­sa­den, kün­digt ihnen die Bank­kon­ten, und in der Pres­se kön­nen die­se Leu­te dann lesen, was für Unmen­schen sie sind. Aber kei­ne Spal­tung, nir­gends. Eine Spal­tung wäre es erst dann, wenn er sel­ber, Kau­be, betrof­fen wäre, wenn man ihm den Job kün­dig­te und das Auto abfa­ckel­te; dann hör­te man sein Gejam­mer bis nach Cherson.

„Es soll­te all jenen, die heu­te die leich­te Zun­ge haben und das Sagen, nicht erspart blei­ben, ein­mal in ihrem Leben unter den Schock des Aus­ge­schlos­sen­seins zu gera­ten, ein­mal von der Kult­herr­schaft Anders­ge­stimm­ter, die nie­man­den ver­folgt, son­dern nur aus­schließt, ver­weist, exkom­mu­ni­ziert, ent­netzt – es soll­te ihnen ein­mal das Gefühl, nicht dazu­zu­ge­hö­ren, bestimmt wer­den”, schrieb Botho Strauß.
Aber da pas­sen sol­che Mol­lus­ken schon genau auf!

Zu einem ande­ren Denun­zi­an­ten, einem unbe­kann­ten, der mich aber immer­hin frap­piert hat mit die­ser Darstellung:

Der Witz ist, dass Kla­ges 1915 in die Schweiz über­sie­del­te, nach Kilch­berg am Zürich­see, wo er bis zu sei­nem Tod leb­te. Ich weiß nicht, ob er dem Drit­ten Reich über­haupt jemals einen Besuch abge­stat­tet hat.

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Hier spricht der Sponsor.

Fäl­schungs­flu­ten: Die San-Mar­za­no-Toma­te. Hier die echte.
Wenn Lebens­mit­tel­spe­zia­li­tä­ten, die aus eng­be­grenz­ten Anbau­ge­bie­ten oder Wei­de­flä­chen stam­men – wie etwa die San-Mar­za­no-Toma­te oder der Jamón Ibé­ri­co de Bel­lo­ta sich einen Ruf (und einen ent­spre­chen­den Preis) erwor­ben haben, dann wider­fährt ihnen eine ganz wun­der­sa­me, gera­de­zu explo­si­ve Ver­meh­rung: Sie fül­len als­bald die Super­markt­re­ga­le und die Spei­se­kar­ten in aller Welt. Fast 100 Pro­zent der so aus­ge­lob­ten Ware ist getürkt. Bei der San-Mar­za­no, der unbe­strit­te­nen Geschmacks­kö­ni­gin aller Sau­cen-Toma­ten, kann der Kun­di­ge aller­dings leicht die Spreu vom Wei­zen tren­nen: Die berühm­te DOP-Toma­te aus Saler­no am Fuße des Vesuv ist nur echt, wenn die Dose fol­gen­de Merk­ma­le zeigt: Auf­schrift: »Pomo­do­ro San Mar­za­no dell’Agro Sar­ne­se Noce­ri­no« und das D.O.P zeich­net je ein­zel­ne Dose mit einer Num­mer in die­sem For­mat aus »N ° XXXXXXX«. Hier gibt’s die echte.

Da Sie als Klo­novs­ky-Leser dem Klo­novs­ky-Ver­le­ger prin­zi­pi­ell sym­pa­thisch sind, gewährt Ihnen die Tho­mas-Hoof-Grup­pe einen Rabatt von fünf Pro­zent (außer bei Büchern). Bit­te bei der Bestel­lung ein­fach den Code „Actadiurna5“ eingeben.

(Das war eine Anzeige.)

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Ein Muse­um in Lon­don schließt eine sei­ner Haupt­aus­stel­lun­gen, denn man hat dort Beden­ken – das ist die aktu­ell gül­ti­ge Gestalt des eins­ti­gen Den­kens – wegen, na was schon, „ras­sis­ti­scher, sexis­ti­scher und ableis­ti­scher” Inhal­te. In Rede steht die Well­co­me Coll­ec­tion, gegrün­det von dem 1936 ver­stor­be­nen Sir Hen­ry Solo­mon Well­co­me, der mehr als eine Mil­li­on medi­zi­ni­sche Arte­fak­te und Kunst­wer­ke aus allen Tei­len der Welt sam­mel­ten, um die „Ver­bin­dun­gen zwi­schen Medi­zin, Leben und Kunst” zur Schau zu stel­len. Zu den „umstrit­te­nen” Objek­ten dort­selbst gehört ein Gemäl­de aus dem Jahr 1916 mit dem Titel „Ein medi­zi­ni­scher Mis­sio­nar, der sich um einen kran­ken Afri­ka­ner küm­mert“, das eine „afri­ka­ni­sche Per­son” (m/w/d) zeigt, die vor einem wei­ßen Mis­sio­nar (m) kniet. Der­glei­chen ist zwar oft gesche­hen, aber genau dar­in besteht das Pro­blem, und des­halb muss das Bild weg (man könn­te es durch ein Foto der vor jedem Spiel nie­der­knie­en­den eng­li­schen Fuß­ball­na­tio­nal­mann­schaft ersetzen*).

War­um? Aus einem ein­zi­gen Grund: weil er weiß war.

* Frü­her hieß es, das bri­ti­sche König­reich wer­de unter­ge­hen, wenn die Raben den Tower ver­las­sen haben; heu­te könn­te man pro­phe­zei­en: Wenn sich die Fuß­ball­spie­ler nicht mehr hin­knien, gibt es Eng­land nicht mehr. Anders for­mu­liert: Wenn Eng­land nicht mehr exis­tiert, besteht auch kein Grund zum Nie­der­knien mehr.

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Wir kom­men zum dienst­tu­en­den Unhold in Übersee.

Wun­dert das jeman­den? Die Päd­eras­ten waren doch der Vor­trupp, qua­si der ers­te Farb­strei­fen auf dem Regenbogen.

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For­schen­de sind auf ein uraltes Rät­sel gestoßen.

Ein Mann mit Penis! Hat er sich womög­lich als nicht­bi­när und eher weib­lich empfunden?

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„Als der Adel in Deutsch­land zuletzt putsch­te”, notiert der hier schon mehr­fach zitier­te Rechts­stu­dent aus ***, dem heu­te das Schluss­wort oblie­gen soll, „war das eine ech­te Gefahr für die Regie­rung, obschon damals eine ein­zi­ge Pis­to­le für den Erfolg wohl genügt hät­te. Die anschlie­ßen­de Rache der Herr­schen­den beraub­te das Land sei­ner poli­ti­schen Reser­ve, wovon die Natio­nal­so­zia­lis­ten pro­fi­tiert hät­ten, wenn sie spä­ter noch irgend­wie aus dem Krieg her­aus­ge­kom­men wären. Frei­lich hät­te auch sonst die Nach­kriegs­ge­schich­te anders aus­ge­se­hen, wenn Hit­ler die­se Gele­gen­heit zur Abrech­nung mit der alten Eli­te nicht ergrif­fen hätte.

Den erhel­len­de­ren Ver­gleich bie­tet mei­nes Erach­tens aber der zehn Jah­re zuvor insze­nier­te Röhm-‚Putsch’. Zwar wur­den auch in die­sem Fall Per­so­nen besei­tigt, die der Regie­rung hät­ten gefähr­lich wer­den kön­nen, neben Röhm etwa Gene­ral v. Schlei­cher. Jedoch blieb es vor allem eine Insze­nie­rung, wie heu­te mit ent­spre­chen­der publi­zis­ti­scher Beglei­tung, für die Carl Schmitts Auf­satz ‚Der Füh­rer schützt das Recht’ das bekann­tes­te Bei­spiel bil­det. Sehr wahr­schein­lich muss­te ver­stän­di­gen Beob­ach­tern schon damals der unver­schäm­te Zynis­mus der Akti­on klar sein. Doch immer­hin war die SA eine rea­le Kraft; hät­te man 1934 gewagt, den Deut­schen eine Geschich­te wie die vom Reichs­bür­ger-Prinz und sei­nem Koch zu erzäh­len? Ich will das nicht aus­schlie­ßen, aber jeden­falls für die Gegen­wart ist der Beweis erbracht: Die Regie­rung hat kei­ne Skru­pel, die lächer­lichs­ten Vogel­scheu­chen auf­zu­rich­ten, sodann sie mit gro­ßem Getö­se nie­der­zu­stre­cken, um sich als hel­den­haf­ter Ret­ter des Gemein­we­sens zu brüsten.”

 

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