30. März 2022

Jede Beschäf­ti­gung mit sich selbst führt unwei­ger­lich in eine Tris­tesse, die nur zu lin­dern ist durch den Ver­gleich mit anderen.

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Wie fern einem zuwei­len bereits das Vor­abend-Ich ist, wie befremd­lich vie­les von dem, was das Vor­jah­res-Ich ver­an­stal­tet hat, wie exo­tisch, unbe­greif­lich (und pein­lich) das Jugend-Ich! Bestün­de die Mög­lich­keit, sich mit dem­je­ni­gen zu tref­fen, der man selbst gewe­sen ist – als 15‑, 20‑, 30jähriger –, man begeg­ne­te einem Fremden.

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Bevor das Papier­geld in der EU abge­schafft wur­de, gab die EZB noch einen Gedenk­schein heraus.

(Netz­fund)

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„An den Ball­saal­tü­ren steht manch­mal ange­schrie­ben: ‚Heu­te Mas­kenzwang’. Ich träu­me von einer Lust­bar­keit, die unter dem Leit­spruch von­stat­ten geht: ‚Heu­te Gesichterzwang’.”
Anton Kuh

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Das führt uns, wenn auch auf einem Schleich­weg, zum Coronablock.

(Für mein Sprach­ge­fühl muss es „wie” heißen.)

Was, sehr frei nach G. Grass, noch gefragt wer­den muss.

(Viel­leicht, unter ande­rem, aus dem­sel­ben Grund, aus dem sie fürs soge­nann­te Bodys­ha­ming im Schnitt weni­ger geeig­net sind? Ich frag’ für Ricarda.)

Wenn eine Imp­fung zwar – so die öffent­li­che Dar­stel­lung; Zwei­fel sind uner­laubt – vor schwe­ren Ver­läu­fen schützt (d.h. alle ver­stor­be­nen Geimpf­ten kom­men immer­hin nicht in die Höl­le*), aber kei­nes­wegs vor Anste­ckung, dann bricht das Haupt­ar­gu­ment der Impf­pflicht-Kam­pa­gne­ros unge­fähr so zusam­men wie neu­er­dings man­cher Leis­tungs­sport­ler: das des Fremd­schut­zes näm­lich. Und das zwei­te Argu­ment, die Belas­tung des öffent­li­chen Gesund­heits­sys­tems durch Über­ge­wich­ti­ge Unge­impf­te, ist zwar kolos­sal plau­si­bel, nur lei­der empi­risch nicht, wie man sagt, unterfüttert.

Bezie­hungs­wei­se als Diagramm:

(Quel­le: Exper­ten­an­hö­rung im Bun­des­tag; das Datum in der Über­schrift stimmt nicht, es muss, wie oben links, 2022 heißen.)

Schau an, schau an.

Ver­schwö­rungs­theo­rie!

Und noch mehr cov­idio­ti­sche Schwurbelei.

„Myope­ri­car­di­tis has emer­ged as an important adver­se event fol­lowing COVID-19 mRNA vac­ci­na­ti­on, par­ti­cu­lar­ly in ado­lescents”, hum hum.

(Wei­ter hier.)

* Die­sen Gag hat schon jemand vor mir gemacht („Febru­ar 22”), wird mir soeben mitgeteilt:

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Es läuft trotzdem.

„Dem Staat ver­trau­end und sich von ihm geschützt füh­lend”: Das hat in Deutsch­land schon immer präch­tig funk­tio­niert. Wer wür­de nicht Nan­cy Fae­ser, Anne Spie­gel, Ana­le­na B. oder Karl Lau­ter­bach ver­trau­en und sich von die­sen Poli­ti­kern geschützt fühlen?

Der Link in der unte­ren Zei­le führt übri­gens hier hin:

Im Paar­lauf sind Algo­rith­men und Blö­den­pres­se eben unschlagbar.

Ande­rer­seits: Wel­ches Gleich­nis taug­te für die deut­sche Coro­na­po­li­tik bes­ser als das Narrenfest?

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Mir liegt übri­gens eine Aus­ar­bei­tung der Wis­sen­schaft­li­chen Diens­te des Bun­des­tags vom 3. Dezem­ber 2021 vor, die eine „All­ge­mei­ne COVID-19-Impf­pflicht” unter dem Blick­punkt „Sank­ti­ons­mög­lich­kei­ten und Ver­wal­tungs­voll­stre­ckung” behan­delt. „Zur Durch­set­zung einer durch Gesetz oder Rechts­ver­ord­nung sta­tu­ier­ten Impf­pflicht bestünden unter­schied­li­che Mög­lich­kei­ten, wel­che auf­grund der bis­lang nicht bestehen­den Rege­lung im Fol­gen­den abs­trakt dar­ge­stellt wer­den”, heißt es dort ein­schrän­kend, bevor die abs­trak­ten Mög­lich­kei­ten durch­de­kli­niert wer­den, unter ande­rem diese:

Regier­ten noch Kohl oder Schmidt, wür­de ich die­se theo­re­ti­sche Opti­on mit einem Ach­sel­zu­cken abtun. Aber wer regiert Deutsch­land heu­te? Das ist in der Tat als Fra­ge gemeint – ich weiß die Ant­wort nicht.

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Einen auto­ri­tä­ren Fatz­ke und geis­ti­gen Brand­stif­ter wol­len wir noch ein­mal in Erin­ne­rung und gebüh­rend zu Schan­den bringen.

Mit der Fackel der Auf­klä­rung sind frei­lich schon ganz ande­re Brän­de gelegt worden.

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Zwei Fra­gen:
Wenn ich mein Geschlecht frei wäh­len kann, war­um dann nicht mei­nen Impfstatus?
Wenn mein Sohn sich beim Fasching in der Schu­le nicht als India­ner oder Eski­mo ver­klei­den darf, war­um dann der Abge­ord­ne­te Gan­se­rer im Bun­des­tag als Frau?

Noch anders gefragt, mit Bernd Zel­ler nämlich:

Und wäre „sie” gege­be­nen­falls dann doch eher schwul? Oder wenn „sie” mit einer wei­ßen männ­li­chen Hete Sex hät­te, die sich als geboos­ter­ter India­ner empfindet?

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Neu­es aus dem „Reichs­hauptslum” (Don Alphonso).

Brand­stif­tung, auch geis­ti­ge, ist ein alter deut­scher Brauch, wie das Asphalt­blatt BZ sogleich unfrei­wil­lig bestä­tigt, indem es brand­stif­te­risch meldet:

Um die­je­ni­gen Schwein­igel, denen bei der­glei­chen Mel­dun­gen reflex­haft schmut­zi­ge Gedan­ken kom­men, wird sich für­der­hin die EU küm­mern. Das will zumin­dest der Jour­na­list Alex­an­der Wal­l­asch her­aus­ge­fun­den haben.

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Leser *** sen­det mir einen TV-Kom­men­tar des jun­gen Ulrich Wickert, damals Redak­teur bei Moni­tor, spä­ter bekannt­lich „Mis­ter Tages­the­men”, zum „Radi­ka­len­er­lass” von 1972 (hier bei 23.15).

Wickert erklär­te damals keck: „Lei­der ist es so, mei­ne Damen und Her­ren, dass zu viel Den­ken und eine eige­ne Mei­nung haben in unse­rem Staat gefähr­lich wer­den kann – zumin­dest dann, wenn man Beam­ter wer­den will. Es wird ein Kli­ma des Duck­mäu­ser­tums und der Anpas­sung geschaffen.”

Der Unter­schied zur heu­ti­gen Ver­fol­gung von Falsch­den­kern im Staats­dienst und anders­wo bestand dar­in, dass wei­land die RAF den Zenit ihres mör­de­ri­schen Trei­bens erreicht hat­te. Die Reani­ma­ti­on des Radi­ka­len­er­las­ses durch die links­ra­di­ka­le Innen­mi­nis­te­rin Nan­cy Fae­ser, SPD, rich­tet sich bekannt­lich gegen Beam­te in der AfD, einer Par­tei, die bis­lang vor­nehm­lich als Opfer von Straf­ta­ten in Erschei­nung tritt, wobei die Täter aus einem frü­her staats‑, heu­te oppositions‑, aber immer ver­fas­sungs­feind­li­chen Milieu stam­men, mit dem die Innen­mi­nis­te­rin offen sym­pa­thi­siert. Kecke Jour­na­lis­ten, die das aus­spre­chen oder gar kri­ti­sie­ren, gibt es im Kli­ma des Duck­mäu­ser­tums und der Anpas­sung natür­lich nicht mehr.

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Apro­pos Schwe­fel­par­tei: Ich weiß nicht, ob das unter Para­noia fällt, aber wirk­lich wun­dern thät’s mich keineswegs.

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Was macht eigent­lich die Intel­li­genz­pres­se? Das:

Die „Zei­tung für Deutsch­land” erklärt die Welt­la­ge. Das erin­nert mich an den alten Fata­lis­ten­scherz, der Füh­rer habe die Rus­sen erst bis zu den See­lower Höhen gelockt, um sie von dort leich­ter zurück­trei­ben zu kön­nen. Putin sei­ner­seits (den man nach neu­en deut­schen Pres­se­stan­dards mit Hit­ler ver­glei­chen darf) hat also die Amis bis ins Bal­ti­kum und in die Ukrai­ne gelockt, um sie bes­ser aus Euro­pa ver­trei­ben zu kön­nen. Das ging bei dem einen Feind der Mensch­heit so schief wie bei dem anderen.

Wer kauft so was?

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Viel Post traf bei mir ein zu mei­nem Ein­trag zum Ukrai­ne­krieg, pro-rus­si­sche zumal. Ich will es bei zwei Exem­peln als Par­tes pro toto bewen­den lassen.

Lese­rin *** war „ein wenig befrem­det über Ihre schar­fe Kri­tik an Putin, der doch auch dies­mal auf ratio­na­lem Hin­ter­grund gehan­delt hat. Das Oba­ma/­Bi­den/Clin­ton-Ame­ri­ka hat die Ukrai­ne spä­tes­tens seit 2014 als Hin­ter­hof betrach­tet, in dem es schal­ten und wal­ten kann, wie es will. Stel­len Sie sich vor, die Rus­sen hät­ten sich in ähn­li­cher Wei­se in Mexi­ko eta­bliert und aufgeführt.

Ukrai­ni­sche Sol­da­ten wur­den von ame­ri­ka­ni­schem Mili­tär aus­ge­bil­det. Wäh­rend Trumps Regie­rung half die Ukrai­ne bei den vor­ge­täusch­ten ‚rus­si­schen’ Hil­fen für Trumps Wahl – alles von Hil­la­ry Clin­ton bestellt, gegen die Trump jetzt klagt. Selens­kij wur­de ermu­tigt, in die Nato zu kom­men und for­der­te im Novem­ber sogar Atom­waf­fen. Hun­ter Biden ist in die Bio­la­bo­re-Affä­re ver­strickt, sicher nicht ohne Wis­sen des Vaters und der Hin­ter­grund­män­ner. Die Sicher­heits­kon­zep­te, die Putin lau­fend vor­schlug, wur­den ein­fach igno­riert, die Mins­ker Abkom­men, die die auto­no­me Lage der rus­si­schen Sepa­ra­tis­ten bes­sern soll­te, wur­den nicht voll­zo­gen. Die Opfer des Bür­ger­kriegs von ukrai­ni­scher Sei­te her stie­gen weiter.

Putin hat sich viel gefal­len las­sen, die Nato bil­det bereits eine Art Ein­krei­sung, der cor­don sani­taire ist schon vor­han­den. Man muss sich west­li­cher­seits nicht auch noch Ukrai­ne und Bela­rus grab­schen. Es reicht, dass die­se Staa­ten neu­tral blei­ben und mit bei­den Sei­ten freund­li­che Bezie­hun­gen pfle­gen. Das ist die Auf­ga­be von Puf­fer­staa­ten. Irgend­wann nach vie­len Jah­ren muss­te Putin doch ein­mal ernst machen, nie­mand hät­te ihn und Russ­land sonst noch geach­tet. Mei­nes Erach­tens ist nicht klar, dass er ver­liert. Schon gar nicht sei­ne Putin-Mehrheit.”

Wir kom­men trotz­dem nicht um die Fra­ge her­um, war­um die Ukrai­ne sich so hart­nä­ckig wehrt.

Leser *** wie­der­um gesteht, „dass ich auf Putins Sieg in die­sem Krieg (wie immer er aus­sieht) hof­fe. Denn egal, was man von den Rus­sen hält: Sie sind noch nicht von der west­li­chen Deka­denz durchtränkt.
Die Ukrai­ne mag sich jetzt zwar viel­leicht als Nati­on eta­blie­ren, aber sicher als eine, in der in Bäl­de LGBTQ und Gen­dern und der gan­ze west­lich-glo­ba­lis­ti­sche Wahn­sinn herr­schen wird. Die US-Demo­kra­ten füh­ren die­sen Stell­ver­tre­ter­krieg nicht umsonst. Dop­pelt arme Ukraine!
Mit einer Nie­der­la­ge Russ­lands wäre auch die­ses Land fäl­lig: Zurück zu Jel­zin, der betrun­ken im Kreis tanzt, wäh­rend Russ­lands Schät­ze bil­ligst ver­scher­belt werden.
Auch die Osma­nen zwan­gen christ­li­che Ser­ben dazu, sich für den Sul­tan als Kano­nen­fut­ter umbrin­gen zu las­sen. Dadurch wur­den die Osma­nen kein biss­chen weni­ger mus­li­misch. Auch Putin bleibt ten­den­zi­ell ’sla­wo­phil-christ­lich-anti­li­be­ra­lis­tisch’, wenn er mus­li­mi­sche Söld­ner für sich kämp­fen lässt. Im Krieg darf man lei­der kei­ne gro­ßen Skru­pel haben. Ich den­ke, Sie sind kurz von einer Sehn­sucht nach Fair­ness und Gerad­li­nig­keit befal­len wor­den, die es im Krieg nicht geben darf, will man ihn gewinnen.”
Die ein­zi­ge Fra­ge, die ich an Leser *** habe – und nicht nur an ihn –: War­um leben Sie im deka­den­ten Wes­ten statt in Russland?
Aber wer weiß, viel­leicht sit­zen wir ja eines Tages alle in Mos­kau und begrei­fen gar nicht, wie wir es anders­wo so lan­ge aus­hal­ten konnten.

***

Magi­sches Den­ken bedeu­tet, Sym­bol und Sache in eins zu set­zen. Es ist unter deut­schen Tot­emis­ten ver­brei­tet und führt dort zu abson­der­li­chen Übersprungshandlungen.

„Die grie­chi­sche Mili­tär­jun­ta ver­bot 1967 in einem Atem­zug (unter ande­rem): Män­nern das Tra­gen lan­ger Haa­re, Mini­rö­cke, Sopho­kles, Tol­stoi, Euri­pi­des, Sart­re, das Glä­ser­wer­fen nach Trink­sprü­chen, Arbeits­kämp­fe bzw. Streiks, die Pres­se­frei­heit, Dos­to­jew­ski, moder­ne Musik und den Gebrauch des Buch­sta­ben Z. Im Grie­chi­schen bedeu­tet Ζεί, gespro­chen Zi, ‚er lebt’. Die­ser Satz wur­de zu ‚Z’ ver­kürzt und von den Lam­bra­kis-Anhän­gern (also von der pro-demo­kra­ti­schen Oppo­si­ti­on) nach der Ermor­dung ihres Oppo­si­ti­ons­füh­rers als Losung benutzt.
Wer sagt’s Ihnen?”
(Leser ***)

***

Wie die von Anna­le­na B. und ande­ren Augur:innen geschau­te „femi­nis­ti­sche Außen­po­li­tik” genau beschaf­fen sein wird, wis­sen wir Pro­fa­nen noch nicht. Deut­li­cher zeich­nen sich die Umris­se einer femi­nis­ti­schen Kata­stro­phen­po­li­tik ab. Nach­dem die grü­ne Bun­des­mi­nis­te­rin Anne War­um-wegen-134-Toten-zurück­tre­ten? Spie­gel sich in den Stun­den der Ahr-Flut zuers­te um kor­rek­tes Gen­dern und sodann um ein stö­rungs­frei­es Din­ner mit Par­tei­freun­den küm­mer­te, für das sie ihr Mobil­te­le­fon vor­sorg­lich aus­schal­te­te, nahm sich die nord­rhein-west­fä­li­sche Minis­te­rin für Umwelt, Land­wirt­schaft, Natur- und Ver­brau­cher­schutz nach dem Wet­ter-Zwi­schen­fall eine klei­ne Aus­zeit (in Rhein­land-Pfalz war ohne­hin mehr los).
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Erwähn­te ich schon, dass ich Phy­sio­gno­mi­ker, ja Phy­sio­gno­mist bin?

Frau Hei­nen-Esser erklär­te zunächst, sie habe direkt nach der Flut­nacht ihren Mal­lor­ca-Urlaub unter­bro­chen und sei nach Düs­sel­dorf geflo­gen. Frei­lich flog sie am nächs­ten Tag wie­der zurück, wie sie spä­ter wäh­rend ihrer Ver­neh­mung im Land­tags­un­ter­su­chungs­aus­schuss zugab, um ihren Urlaub fort­zu­set­zen. Die Begrün­dung: Sie habe sich um ihre 15jährige Toch­ter und deren vier Freun­din­nen küm­mern müs­sen, das sei ihrem Ehe­mann allein nicht zuzu­mu­ten gewesen.

Die Minis­te­rin war also nach einer Jahr­hun­dert­flut in ihrem Amts­be­reich neun Tage lang weder am Ort des durch­aus erre­gen­den Gesche­hens noch in ihrem Minis­te­ri­um, son­dern im Urlaub.

„Mei­ne Frau mach­te mich dar­auf auf­merk­sam, dass Frau­en für ein sol­ches Ver­hal­ten Ver­ständ­nis erwar­ten und – zumin­dest von Frau­en – auch erwar­ten dür­fen”, schreibt mir Leser ***. „Wenn es um die Betreu­ung von Kin­dern oder Fami­lie geht, hat das immer Prio­ri­tät. Das ver­steht jede Frau, und nur weni­ge Frau­en wür­den das in Fra­ge stel­len. Je mehr Frau­en wir also in Posi­tio­nen mit Ver­ant­wor­tung sehen, umso schnel­ler wer­den wir uns viel­leicht dar­an gewöh­nen, dass die­se Ver­ant­wor­tung nur auf dem Papier exis­tiert, und fast die Hälf­te der Wäh­ler hat dafür auch noch Verständnis.”

***

Viel­leicht muss man sich „femi­nis­ti­sche Außen­po­li­tik” als Pen­tra­ti­ons­wunsch vor­stel­len, und zwar nicht von Sei­ten des Pene­trie­rers. Schließ­lich ist heut­zu­ta­ge alles Vulva:

War­um dann nicht die deut­sche Gren­ze auch?

Was aber Vul­va ist, ver­langt letzt­lich irgend­wie doch, wie alt­mo­disch, nach har­tem, dre­cki­gem Penetriertwerden.

Was mag der Ukrai­ner der mas­kier­ten Völ­ker­recht­le­rin auf sei­nem Hän­di zei­gen? Sei­nen Impfnachweis?

***

Eine Bekann­te, Rus­sin, arbei­tet in einer Mün­che­ner Auf­nah­me­stel­le für Flücht­lin­ge aus der Ukrai­ne als Dol­met­sche­rin. Nach ihrer Aus­kunft sind die meis­ten der Ankömm­lin­ge aber kein Afro­krai­ner, son­dern Ange­hö­ri­ge einer ohne­hin eher mobi­len Völ­ker­schaft mit signi­fi­kant tole­ran­tem Eigentumsbegriff.

***

Übri­gens:

Ob sie sie auch gefun­den haben? (Nicht die Infos, die Flucht.)

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„Ein Kun­de, der mit sei­nem Fahr­zeug ihre Ein­fahrt blo­ckiert hat, habe gedroht, ihr ‚auf die Fres­se’ zu hau­en, schil­dert die Anwoh­ne­rin [Mus­li­ma] in einer Mail an Udo Bausch (OB). Danach habe er ver­sucht, sie zu über­fah­ren. ‚Er stieg in sein Auto, gab Voll­gas und ras­te auf mich zu. Er ver­such­te tat­säch­lich, mich zu über­fah­ren! Ich konn­te gera­de noch zur Sei­te sprin­gen und das Auto schoss an mir vor­bei’, schil­dert sie die erschüt­tern­den Erlebnisse.

Die Poli­zei konn­te einen 35-jäh­ri­gen Darm­städ­ter als Beschul­dig­ten ermit­teln. Seit ver­gan­ge­nem Juni lag die Anzei­ge wegen ver­such­ter gefähr­li­cher Kör­per­ver­let­zung, Nöti­gung und Bedro­hung bei der Staats­an­walt­schaft. Mitt­ler­wei­le ist der Beschul­dig­te zu 5 Jah­ren Haft­stra­fe ohne Bewäh­rung verurteilt.

In Wirk­lich­keit war es aller­dings so:

Ein Kun­de, der mit sei­nem Fahr­zeug ihre Ein­fahrt blo­ckiert hat, habe gedroht, ihr ‚auf die Fres­se’ zu hau­en, schil­dert die Anwoh­ne­rin [Urein­woh­ne­rin] in einer Mail an Udo Bausch (OB). Danach habe er ver­sucht, sie zu über­fah­ren. ‚Er stieg in sein Auto, gab Voll­gas und ras­te auf mich zu. Er ver­such­te tat­säch­lich, mich zu über­fah­ren! Ich konn­te gera­de noch zur Sei­te sprin­gen und das Auto schoss an mir vor­bei’, schil­dert sie die erschüt­tern­den Erlebnisse.

Die Poli­zei konn­te einen 35-jäh­ri­gen Darm­städ­ter als Beschul­dig­ten ermit­teln. Seit ver­gan­ge­nem Juni lag die Anzei­ge wegen ver­such­ter gefähr­li­cher Kör­per­ver­let­zung, Nöti­gung und Bedro­hung bei der Staats­an­walt­schaft. Mitt­ler­wei­le wur­de das Ver­fah­ren man­gels hin­rei­chen­dem Tat­ver­dachts ein­ge­stellt. Der Beschul­dig­te habe die Tat bestrit­ten, wei­te­re Zeu­gen sei­en nicht bekannt, so die Staatsanwaltschaft.

(Quel­le: Rüs­sels­hei­mer Echo, 29.03.2022, S. 9 ‚Mit dem Rama­dan kommt das Chaos’)”

(Lese­rin ***)

***

Immer wit­zig, unse­re Sawsan.

Afgha­ni­stan inter­es­siert die Gute so wenig wie z.B. mich – „Afgha­ni­stan, Afgha­ni­stan, das geht dich Aff‘ gar nichts an”, san­gen anno 1928 wei­se die Ber­li­ner ange­le­gent­lich des Besuchs von König Ama­nul­lah bei Reichs­prä­si­dent Hin­den­burg –, aber da ist etwas ande­res, des­sen Ver­brei­tung sie bren­nend interessiert.

***

„Unter dem 25. März 2022 notier­ten Sie: ‚Mit den Juden und Anti­se­mi­ten ver­hält es sich so, dass zwar vie­le Juden, aber alle Anti­se­mi­ten Arsch­lö­cher sind.’ Da Sie ein so schar­fes  Urteil fäl­len”, schreibt Leser ***, „wüß­te ich ger­ne, was Sie unter ‚Anti­se­mi­ten’ verstehen.”

Der Zufall will es, dass nahe­zu zeit­gleich ein ande­rer, anony­mer Leser die­se Fra­ge so schlüs­sig beant­wor­tet hat, dass ich es mir spa­ren kann. Nämlich:

„Bon­soir, Miss­jöh, der unbe­fan­ge­ne Gele­gen­heits­le­ser kommt nicht umhin sich zu wun­dern, wes­halb einem von dem Herrn mit den dün­nen Lip­pen, der Ent­lau­sungs­fri­sur und dem kal­ten Blick immer wie­der die Moses­söh­ne als Leit­bild um die Ohren geschla­gen werden.
Haben uns die­se nicht genü­gend gepei­nigt, in der Per­son eines groß­kot­zi­gen Ignaz Bubis, zu DDR-Zei­ten wegen Betru­ges ver­ur­teilt, sich recht­zei­tig aus dem Stau­be machend, aber in Frank­furt gegen ‚die Stadt und der Tod’ gericht­lich vor­ge­hend; der rein­her­zi­gen Char­lot­te Knob­loch, die aus dem sel­ben Ei gekro­chen zu sein schien, wie die anmu­ti­ge Made­lei­ne Alb­right, alles die reins­ten Licht­ge­stal­ten, hin­ter denen wir Deut­schen uns alle­mal zu ver­ste­cken haben. Oder der ange­neh­me Schnell­het­zer Michel Fried­man (allein schon die­ser Name !), der die armen Ukrai­ne­rin­nen rudel­wei­se gefickt hat und Stamm­kun­de im Koka­in-Milieu war.
Auch pri­vat haben wir Juden nie anders als laut, rüpel­haft, wider­lich erlebt, ob im Zug von Salz­burg nach Mün­chen vor vier Wochen oder in der Oper und im Hotel Bris­tol in Odes­sa, man könn­te über deren Beneh­men nur end­los kot­zen, mil­de ausgedrückt.
Wenn der Meis­ter mit dem mora­lin­sauren Blick sei­ne Kin­der in eine kosche­re Schu­le schickt, ist das ja sei­ne Sache (wir wür­den das als Fall von Kin­des­miß­brauch aus­deu­ten), aber uns die Tho­ra-Jün­ger stän­dig als die Erleuch­tung schlecht­hin zu ver­kau­fen, ist schon ein star­kes Stück­le ausm Kartönche.”

***

(Netz­fund)

***

Nächs­te Fol­ge aus der belieb­ten Serie: Waren die Natio­nal­so­zia­lis­ten („Nazis”) Sozialisten?

(Inns­bru­cker Nach­rich­ten vom 28. März 1938)

***

Leser *** möch­te mei­nem Ein­trag über den Tod Egon Frie­dells „eine – nur tra­gisch zu nen­nen­de – Ergän­zung” bei­steu­ern: „Nach dem Buch ‚Lau­ter Lite­ra­ten’ von Johan­nes Twaroch, ‚öster­rei­chi­sche Schrift­stel­ler von A bis Z’ (Kral Ver­lag, Bern­dorf), S. 69, hat­te der Gröfaz die ‚Kul­tur­ge­schich­te’ gele­sen und in sei­nen Biblio­the­ken ein­ge­stellt. Der zustän­di­ge Reichs­lei­ter hat­te Frie­dell als Nr. 176 auf die Tabu-Lis­te der SS gesetzt und Frie­dell davon auch tele­gra­fisch benach­rich­tigt. Das Tele­gramm kam aller­dings zu spät an. Als Frie­dell durch das Fens­ter sei­ner Woh­nung die SA-Leu­te kom­men sah, glaub­te er wohl irri­ger­wei­se, sie kämen ihn abzu­ho­len, was aber ziem­lich sicher ein Fehl­schluss war.”

Ich ver­mag die Qua­li­tät die­ser Quel­le nicht zu beur­tei­len, aber soll­te es so gewe­sen sein, wäre er als pro­mi­nen­ter Jude trotz­dem irgend­wann depor­tiert und umge­bracht worden.

***

Die Acta sind ja heu­te ein veri­ta­bler „Kes­sel Bun­tes” gewor­den. Da kön­nen wir auch noch die­sen ana­lo­gen und jenen digi­ta­len Fund mit hineinmischen:

***

Musik­stun­de in der 6. Klas­se eines bay­ri­schen Gym­na­si­ums. Die – neue – Leh­re­rin fragt die Schü­ler, wel­che Musik­rich­tun­gen sie ken­nen. „Hip-Hop”, ruft der ers­te, „Tech­no” ein ande­rer, „Pop” ein dritter.
„Noch etwas?”
Schwei­gen. Auf Klas­sik oder wenigs­tens Jazz kommt kei­ner. Dann mel­det sich der ein­zi­ge schwar­ze Schü­ler in der Klas­se und sagt: „Barock.”

(Hat mir eine Freun­din erzählt.)

 

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