5. März 2023

Scha­de, exakt eine Gene­ra­ti­on zu spät.

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Wenn Ber­lin – wie wei­land Pom­pe­ji – durch einen Vul­kan­aus­bruch ver­schüt­tet wür­de und Archäo­lo­gen die Stadt zwei­tau­send Jah­re spä­ter aus­grü­ben, käme doch kei­ner der Aus­grä­ber auf die Idee, sin­niert Freund *** beim Wei­ne, das Kott­bus­ser-Tor-Vier­tel kön­ne spä­ter als das Baye­ri­sche Vier­tel gebaut wor­den sein.

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Merk­wür­dig: Beim Spie­gel schrei­ben sie plötz­lich, wer „kul­tu­rel­le Aneig­nung” (cul­tu­ral appro­pria­ti­on) kri­ti­sie­re, sei ein Rassist.

Wenn sich wei­ße Opern­sän­ger als Ver­di-Otel­lo „black­fa­cen” oder ästhe­tisch des­ori­en­tier­te Unter­hal­tungs­mu­si­kan­ten mit Dre­ad­locks her­um­lau­fen, ist das angeb­lich Ras­sis­mus und „kul­tu­rel­le Aneig­nung”. Aber alles, was Wei­ße geschaf­fen haben, ob nun tech­nisch oder kul­tu­rell, dür­fen sich Schwar­ze „aneig­nen”; es kön­nen auch schwar­ze Schau­spie­ler und Sän­ger als Achil­les, Wotan oder Aschen­put­tel (Cin­de­r­el­la) auf­tre­ten, aber man stel­le sich vor, ein wei­ßer Mime wür­de Nel­son Man­de­la oder Muham­mad Ali spie­len wol­len, dann fie­le den anti­ras­sis­ti­schen Spitzbüb:innen sofort auf, dass Schwarz­sein ja wesent­lich deren Iden­ti­tät ausmache.

Die „Diver­si­ty” funk­tio­niert wie das indi­sche Kas­ten­sys­tem, aller­dings gibt es nur zwei Kas­ten: wei­ße Tschand­ala und kolo­rier­te Brah­ma­nen. Man könn­te die­se schie­fe Lage damit begrün­den, dass sie ja nur auf der sym­bo­lisch mora­li­schen Ebe­ne exis­tie­re, wäh­rend in der öko­no­mi­schen Rea­li­tät wei­ße Men­schen nach wie vor viel ver­mö­gen­der sei­en als bei­spiels­wei­se Schwar­ze, doch es han­delt sich um einen Pro­zess, der erst am Anfang steht und des­sen durch und durch sozia­lis­ti­sches Ziel, die Ent­eig­nung der Wei­ßen und die Umver­tei­lung des Welt­ver­mö­gens, längst aus­ge­ru­fen ist. Mit der Frei­ga­be eines Kol­lek­tivs zur Rufer­mor­dung fängt es immer an.

(Bernd Zel­ler)

Wie wäre es indes, wenn ein­fach wei­ße bzw. von Wei­ßen im Kon­text ihrer Kul­tur erfun­de­ne (wei­ßen­ge­mach­te) Cha­rak­te­re von Wei­ßen und schwar­ze bzw. schwar­zen­ge­mach­te Cha­rak­te­re von Schwar­zen gespielt wer­den (außer auf der Opern­büh­ne; dort soll sin­gen, wer es am bes­ten kann)? Oder aber, jeder macht, was er will, und wir reden über­haupt kein Wort mehr über die­ses Thema.

PS: „Im Zuge der ein­sei­tig ver­lau­fen­den kul­tu­rel­len Aneig­nung wäre es doch nur rich­tig, in einer Neu­fas­sung des Films ‚Der Unter­gang’ den indi­rek­ten Mer­kel­vor­gän­ger und Reichs­kanz­ler A.H. von einem schwar­zen Dar­stel­ler mimen zu las­sen. Undenk­bar wäre indes­sen Hei­no als Dar­stel­ler einer Roberto-Blanco-Hommage.”
(Leser ***)

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In der Schrott­sam­mel­stel­le liest man dazu, ein Kom­mu­ni­ka­ti­ons­wis­sen­schaft­ler (ein Oxy­mo­ron, ich weiß) namens Richard A. Rogers habe vier For­men kul­tu­rel­ler Aneig­nung sta­tu­iert, nämlich:

1. „Kul­tu­rel­ler Aus­tausch”: der gegen­sei­ti­ge Aus­tausch zwi­schen Kul­tu­ren, „die über etwa gleich viel Macht ver­fü­gen” (Flau­bert gegen Wag­ner, Bor­deaux gegen Rhein­wein etc.).

2. „Kul­tu­rel­le Domi­nanz”: Die Ange­hö­ri­gen einer unterworfenen/untergeordneten Kul­tur bedie­nen sich an Ele­men­ten der domi­nan­ten Kul­tur im Sin­ne der Assi­mi­la­ti­on (Schwar­ze tra­gen Anzug, India­ner fah­ren Eisen­bahn, Ara­ber benut­zen Mobil­te­le­fo­ne), „aber auch als Pra­xis des Wider­stands” (Mal­colm Ohan­we et al. twittern).

PS: „Wie groß­ar­tig die Revo­lu­ti­on in Hai­ti gelun­gen ist”, schreibt Lese­rin ***, „merkt man dar­an, wie die Situa­ti­on dort seit Jahr­zehn­ten dort ist: eine ein­zi­ge Gewalt­or­gie und Kata­stro­phe. Geleb­ter Darwinismus.”
(Irgend­wel­che Wei­ßen – am bes­ten: alle – wer­den schon schuld dar­an sein.)

Ich las­se mal dahin­ge­stellt, inwie­weit man mit dem Begriffs­paar überlegene/unterlegene Kul­tur ope­rie­ren und gleich­zei­tig behaup­ten will, alle Kul­tu­ren sei­en gleich­wer­tig. Es gibt eine Rang­ord­nung der Kul­tu­ren – oder mei­net­hal­ben, um nicht eine alte schlim­me deut­sche Dicho­to­mie zu reani­mie­ren: der Zivi­li­sa­tio­nen –, deren Evi­denz nur von Toren sowie Men­schen mit Inter­es­sen bestrit­ten wird, und die wei­ße west­li­che Zivi­li­sa­ti­on steht ein­sam auf dem höchs­ten Trepp­chen. Die gesam­te moder­ne Welt ist ihr Produkt.

Die­se ist aber kei­nes­wegs aus­schließ­lich das Werk von west­li­chen Wei­ßen. Um nur ein paar Exem­pel auf­zu­füh­ren: Gar­rett Augus­tus Mor­gan (1877–1963), Sohn befrei­ter schwar­zer US-ame­ri­ka­ni­scher Skla­ven, erfand den Pro­to­typ der Gas­mas­ke (für Berg­ar­bei­ter) und eine per Hand zu bedie­nen­de Vor­läu­fe­rin der Ver­kehrs­am­pel. Der Inge­nieur Fre­de­rick McKin­ley Jones (1893–1961), Vater Ire, Mut­ter Afro­ame­ri­ka­ne­rin, mel­de­te um die 60 Paten­te an, die meis­ten auf dem Gebiet mobi­ler Kühl­sys­te­me, und gilt als der Vater des Kühl­trans­por­ters. Phil­ip B. Dow­ning (1857–1934), nach den Fotos zu urtei­len eben­falls das, was man in ent­spann­te­ren Zei­ten einen „Mulat­ten” nann­te, erfand den Briefkasten.

Am Ran­de: „Mulat­te”, belehrt uns die Schrott­sam­mel­stel­le, „ist eine Bezeich­nung für einen Men­schen, des­sen Vor­fah­ren (ins­be­son­de­re die Eltern) teils zur schwar­zen, teils zur wei­ßen ‚Ras­se’ gerech­net wur­den. Das Wort beruht damit auf einer unwis­sen­schaft­li­chen ras­sen­theo­re­ti­schen Ein­tei­lung und gilt heu­te als dis­kri­mi­nie­rend und kolo­nia­lis­tisch.” Das heißt, da es weder wei­ße noch schwar­ze Eltern gibt, kann es auch kei­ne Mulat­ten (mehr) geben. Wenn Ihre Augen etwas ande­res sehen, ste­chen Sie sie viel­leicht ein­fach aus?

So wie die genann­ten schwar­zen oder teil­schwar­zen Erfin­der ihre Ent­de­ckun­gen inner­halb der wei­ßen west­li­chen Kul­tur mach­ten, betrie­ben auch die bis­lang drei mus­li­mi­schen Nobel­preis­trä­ger in den „har­ten” Dis­zi­pli­nen (zwei­mal Che­mie, ein­mal Phy­sik) ihre For­schun­gen im Wes­ten, genau­er in den USA bzw. in Eng­land. Am bezeich­nends­ten ist der Fall des paki­sta­ni­schen Quan­ten­phy­si­kers Moham­mad Abdus Salam, der sich 1979 den Nobel­preis mit zwei Kol­le­gen teil­te: Abdus Salam hat­te sein Land ent­täuscht in Rich­tung Lon­don ver­las­sen, weil er daheim mit sei­nen For­schun­gen auf kei­ner­lei Inter­es­se stieß. Alle die­se For­scher und Erfin­der ver­dank­ten ihre Erfol­ge der Tat­sa­che, dass sie sich an die west­li­che Kul­tur assi­mi­liert hat­ten. Es funk­tio­niert also – sofern nicht Lin­ke oder Woke regie­ren und über die staat­li­chen Geld­flüs­se ver­fü­gen, was immer dazu führt, dass nei­di­sche, rach­süch­ti­ge Schlecht­weg­ge­kom­me­ne für ihr destruk­ti­ves Wal­ten hono­riert werden.

3. „Kul­tu­rel­le Aus­nut­zung”: Die Aneig­nung der Ele­men­te einer unter­ge­ord­ne­ten Kul­tur durch die domi­nan­te Kul­tur „ohne nen­nens­wer­te Rezi­pro­zi­tät und Erlaub­nis” (wei­ße Kin­der ver­klei­den sich zum Fasching als India­ner, wei­ße Män­ner tra­gen Ras­ta­zöp­fe, wei­ße Wis­sen­schaft­ler erfor­schen ande­re Kul­tu­ren und sam­meln deren Kunst, wei­ße Autoren schrei­ben über Anders­far­bi­ge etc.).

Also was mich betrifft: Mir genügt im Zwei­fels­fal­le sowohl das kul­tu­rel­le als auch das kuli­na­ri­sche Reper­toire der wei­ßen­ge­mach­ten Kul­tu­ren. Soll­ten, was frei­lich nicht zu befürch­ten steht, dem­nächst die (Ost-)Asiaten zu spin­nen anfan­gen, wür­de ich not­falls auch auf Reis und Sushi ver­zich­ten; Yoga brau­che ich nicht; seuf­zend gäbe ich das Tao-Te-King, par­don: Dao­de­jing, die Upa­nis­ha­den und das Tibe­ti­sche Toten­buch mit preis. Die Fra­ge müss­te geklärt wer­den, wem nach­kom­men­lo­se tote Kul­tu­ren gehö­ren und ob man sich deren Wer­ke eben­falls nicht aneig­nen dürfte.

4. „Trans­kul­tu­ra­ti­on”: „Kul­tu­rel­le Ele­men­te, die von ver­schie­de­nen Kul­tu­ren her­vor­ge­bracht wur­den und die sich nicht mehr klar einer Ursprungs­kul­tur zuord­nen las­sen. Das Kon­zept der Trans­kul­tu­ra­ti­on soll den Rea­li­tä­ten einer glo­ba­li­sier­ten Welt gerecht wer­den, in der Kul­tu­ren auf viel­fäl­ti­ge Wei­se mit­ein­an­der ver­knüpft sind und das Kon­zept der Kul­tur selbst in Fra­ge gestellt wird.”

Punkt vier hat mit den ande­ren drei­en im Grun­de nichts zu tun bzw. hebt sie auf. Tat­säch­lich sind die Kul­tu­ren seit Jahr­tau­sen­den mit­ein­an­der ver­knüpft, sie haben sich bekämpft, bis­wei­len zer­stört, aber meis­tens durch Han­del, Kunst und ande­re Arten des Aus­tauschs gegen­sei­tig befruch­tet. Was die Zuord­nung kul­tu­rel­ler Ele­men­te zu ihrem Ursprung betrifft, wer­den wir im gera­de erst anhe­ben­den Tota­li­ta­ris­mus der Bol­sche­wo­ken noch beacht­li­che Neu­in­ter­pre­ta­tio­nen der Geschich­te erfah­ren – im Sin­ne des Wunsch­mär­chens, West­deutsch­lands Wie­der­auf­bau nach dem Zwei­ten Welt­krieg sei in hohem Maße ein Werk der Gast­ar­bei­ter gewe­sen. Ich sah die­ser Tage ein Video, in dem ein Schwar­zer behaup­tet, es sei­en Afri­ka­ner gewe­sen, die das flie­ßen­de Was­ser nach Euro­pa gebracht haben (und er mein­te damit nicht die­je­ni­gen, die es in den Asyl­be­wer­ber­hei­men gern lau­fen las­sen); der­mal­einst wer­den womög­lich Ori­en­ta­len die Kern­spal­tung ent­deckt und Schwar­ze nicht nur den strom­erzeu­gen­den Wun­der­fern­se­her, son­dern viel­leicht den Fern­se­her an sich und oben­drein den Fern­spre­cher erfun­den haben. Kurz­um, man wird ver­su­chen, im Pro­zess der Trans­kul­tu­ra­ti­on die ursprüng­li­chen Rang­un­ter­schie­de zu nivel­lie­ren, die Kul­tu­ren zu ver­ein­heit­li­chen und zu amal­ga­mie­ren, bis sich schließ­lich das gesam­te „Kon­zept Kul­tur” im unter­schieds­lo­sen Mas­sen­schun­keln der Diver­si­ty auf­ge­löst hat.

Dar­auf jetzt aber einen Dujardin!

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Zum Vori­gen.

Eine Kul­tur, deren gewal­ti­ge Relik­te tat­säch­lich jener genann­ten Aneig­nung anheim­fie­len, sowohl durch unter­le­ge­ne als spä­ter auch über­le­ge­ne Kul­tu­ren – nicht unbe­dingt geschmack­lich über­le­gen –, war bekannt­lich die altägyptische.

Tho­mas Mann notier­te 12. April 1925, nach­dem er Luxor, Kar­nak und die Königs­grä­ber von The­ben besucht hat­te: „Ich bin auch mit den ande­ren in die schwü­len Grab­zim­mer­fluch­ten der Söh­ne der Son­ne in den Ber­gen am Ran­de der Liby­schen Wüs­te hin­ab­ge­stie­gen, obgleich mir nicht wohl dabei war. Ich bin sicher, daß jeder Bes­se­re emp­fin­den wird wie ich, in der stau­bi­gen Hit­ze die­ser weit und tief in den Berg vor­ge­trie­be­nen Gemä­cher, deren Luft­tro­cken­heit die Far­be ihrer Wand­ma­le­rei­en durch die Jahr­tau­sen­de so unglaub­lich frisch erhal­ten hat: das Gefühl beschä­men­der Indis­kre­ti­on ver­lässt einen bei kei­nem Schritt. Die­se Men­schen haben ihr Leben lang dar­auf geson­nen und kei­ne Vor­keh­run­gen unter­las­sen, um genau das zu ver­hin­dern, was jetzt geschieht. Ameno­phis IV., an des­sen glas­be­deck­ter Mumie im Por­phyr­sarg ich lan­ge in Rüh­rung stand – die fei­nen Züge des jun­gen Königs sind voll­kom­men lebens­kennt­lich, die ein­ge­trock­ne­ten Arme über die Brust gekreuzt –, hat zwei fal­sche Grab­kam­mern mit fal­schen Königs­mu­mi­en vor sei­ne wirk­li­che legen las­sen, um sich gewiß zu schüt­zen. Es ist ihm gelun­gen für eini­ge Zeit; die Wis­sen­schaft hat sich lan­ge bei der ers­ten, dann bei der zwei­ten Kam­mer beru­higt. Aber schließ­lich ist man ihm doch auf die Schli­che gekom­men und hat ihn per­sön­lich gefun­den. Es ist ein Jam­mer im Grunde.”

Von Gómez Dávila stammt die lako­ni­sche Sen­tenz: „Der Bar­bar zer­stört nur, der Tou­rist ent­weiht.” Bei­des wider­fuhr wohl kei­ner Hoch­kul­tur in extre­me­rer Wei­se als der des Pha­rao­nen­vol­kes. Sei­ne Pyra­mi­den und Tem­pel dien­ten den spä­te­ren Bewoh­nern des Lan­des als Stein­brü­che. Kaum ein Grab, ob eines Herr­schers, Beam­ten oder Hand­wer­kers, blieb unge­plün­dert. Die meis­ten stan­den schon in der Anti­ke leer, und christ­li­che Ere­mi­ten wohn­ten in ihnen – wie spä­ter die ers­ten Archäo­lo­gen. Selbst die mäch­ti­gen Stein­ge­bir­ge der Pyra­mi­den des Alten Rei­ches boten den mumi­fi­zier­ten Dynas­ten auf Dau­er kei­nen Schutz; sie waren längst aus­ge­raubt, als im Tal der Köni­ge bei The­ben die ers­te Fel­sen­gruft gemei­ßelt wur­de. Ein paar Stein­sar­ko­pha­ge aus­ge­nom­men, ist von dem, was sie einst bar­gen, nichts erhal­ten geblieben.

Als Howard Car­ter 1922 das Grab des Pha­ra­os Tutancha­mun ent­deck­te, das ein­zi­ge Begräb­nis im Tal der Köni­ge, das die Jahr­tau­sen­de unbe­rührt über­stan­den hat­te, wur­de der Archäo­lo­gen­zunft klar, wel­che unvor­stell­ba­ren Schät­ze im Lau­fe der Zeit in die Hän­de der Räu­ber gefal­len sein muss­ten. Zu denen gehör­ten übri­gens ab der 21. Dynas­tie auch die ägyp­ti­schen Herr­scher selbst; damals, am Ende des Neu­en Rei­ches, kam es zu einer dra­ma­ti­schen Umbe­wer­tung der Per­son Pha­ra­os, die pha­rao­ni­schen Mumi­en ver­lo­ren ihre Gött­lich­keit, in den Fol­ge­dy­nas­tien herrsch­ten Liby­er, Frem­de, deren Pie­tät den ägyp­ti­schen Toten gegen­über weni­ger aus­ge­prägt war; das Tal, im dem ein rie­si­ger Gold­schatz lager­te, war nicht mehr heilig.

Hät­ten the­ba­ni­sche Pries­ter die Herr­scher­mu­mi­en des Neu­en Reichs nicht aus ihren Grä­bern in Sam­mel­ver­ste­cke geschafft, wo sie ihren Ewig­keits­schlaf für die nächs­ten 3000 Jah­re unge­stört fort­set­zen konn­ten, wäre auch von ihnen heu­te nichts übrig. Das berühm­tes­te die­ser Ver­ste­cke, die Höh­le im Tal­kes­sel von Deir el-Baha­ri, wur­de Ende des 19. Jahr­hun­derts wie­der­ent­deckt, und zwar – wie denn sonst? – von Grab­räu­bern. Den meis­ten ande­ren Mumi­en – und die Ägyp­ter mumi­fi­zier­ten bekannt­lich nicht nur Men­schen, son­dern auch zahl­lo­se Tie­re – war ein sol­ches Über­dau­ern nicht beschie­den; sie dien­ten den Bedui­nen jahr­hun­der­te­lang als Brenn­ma­te­ri­al für deren Lager­feu­er. Aber ist das nicht bes­ser, als in Muse­en aus­ge­stellt zu werden?

Ande­rer­seits hat der euro­päi­sche For­scher­geist Erstaun­li­ches bei der Erschlie­ßung des Alten Ägyp­ten geleis­tet. Durch die Ent­zif­fe­rung der Hie­ro­gly­phen­schrift begann eine ver­stumm­te Hoch­kul­tur wie­der zu spre­chen, und ohne das Inter­es­se der Euro­pä­er an den Rui­nen wäre deren Ver­fall wohl bis zu ihrem Ver­schwin­den fort­ge­schrit­ten. Es war ein red­li­ches kon­ser­va­to­ri­sches Bemü­hen, das sich mit Geschäfts­sinn ver­band und das Reich der Parao­nen zugleich vor dem Ver­ges­sen ret­te­te und pro­sti­tu­ier­te. Man muss im Fal­le des Alten Ägyp­ten noch die Ent­wei­hung durch den Film hin­zu­zäh­len, von Cecil B. DeMil­les Monu­men­tal­ku­lis­sen­schin­ken „Die zehn Gebo­te” bis hin zu rei­nen Trash-Erzeug­nis­sen wie „Die Mumie” mit ihren zahl­rei­chen Fortsetzungen.

Die­se Ambi­va­lenz scheint beim The­ma der kul­tu­rel­len Aneig­nung unaus­weich­lich zu sein, egal ob sie sich über tren­nen­de Zei­ten oder Räu­me voll­zieht. So ist er eben, der Mensch, zwei Drit­tel ein Vieh, ein Drit­tel Gott.

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Immer noch zum Vorigen.

Der Spie­gel schreibt: „Am Mor­gen des 30. Aprils 2018 kehr­te er von einem Vor­trag in Ita­li­en zurück in die Nie­der­lan­de. Als ihn am Flug­ha­fen von Eind­ho­ven ein Poli­zist kon­trol­lie­ren woll­te, mach­te er sich nicht vie­le Gedan­ken. Viel­leicht suchen sie ja genau einen wie mich, habe er sich gedacht, erzählt er heu­te. Dann sah er hin­ter sich die bei­den ande­ren Men­schen, die mit ihm kon­trol­liert wur­den. Zwei schwar­ze Men­schen, ein älte­rer Mann und eine Frau. ‚Danach’, sagt Bamen­ga, ‚habe ich nur noch über­legt, ob ich das, was hier pas­siert, bele­gen kann.’ Doch all­zu schwie­rig war es nicht – die Beam­ten erklär­ten ganz offen, dass sie Kri­mi­nel­le such­ten, die ’nicht nie­der­län­disch’ aussähen.”

Der Jurist klag­te sich durch meh­re­re Instan­zen, und vor weni­gen Tagen ent­schied das Beru­fungs­ge­richt in Den Haag, dass Kon­trol­len der Grenz­po­li­zei auf­grund der Haut­far­be und „ohne objek­ti­ve und ange­mes­se­ne Begrün­dung” eine beson­ders schwer­wie­gen­de Form der Dis­kri­mi­nie­rung seien.

Auch die­ses Urteil wird wei­ter zur Desta­bi­lie­rung der euro­päi­schen Schutz­in­stan­zen zum Zwe­cke der Aus­lie­fe­rung eines Kon­ti­nents an Ein­wan­de­rer aus ande­ren Welt­ge­gen­den bei­tra­gen, wofür unter ande­rem poli­ti­sier­te Gerich­te ver­ant­wort­lich sind (bei­spiels­wei­se soll Geor­ge Sor­os den Euro­päi­schen Gerichts­hof für Men­schen­rech­te mit sei­nen Lakai­en infil­triert haben, unge­fähr so wie das WEF vie­le west­li­che Regie­run­gen mit „Young Glo­bal Lea­ders”). Das eigent­li­che Pro­blem besteht ja nicht dar­in, dass Schwar­ze oft kon­trol­liert wer­den, son­dern dass Schwar­ze oft kri­mi­nell wer­den; des­we­gen han­delt die Poli­zei schließ­lich so; Racial Pro­fil­ing ist ange­wand­te Empi­rie. Das ver­su­chen migra­ti­ons­af­fi­ne Lin­ke nun zu ver­tu­schen, indem sie den Poli­zis­ten unter­stel­len, sie kon­trol­lier­ten Schwar­ze nur des­halb häu­fi­ger, weil sie Ras­sis­ten sei­en. Wenn die­ses Urteil, wie sie an der Ham­bur­ger Relo­ti­us­spit­ze froh­lo­cken, den All­tag von Mil­lio­nen Men­schen auf dem gesam­ten Kon­ti­nent ver­än­dert, den­ken die Genoss:*_Innen bestimmt vor allem an die künf­ti­gen Opfer schwar­zer Kri­mi­nel­ler Antirassisten.

Für Ber­li­ner Fahn­der heißt das dann wohl, dass sie am „Gör­li” die Schwar­zen sel­te­ner und statt­des­sen öfter mal eine wei­ße Oma auf Dro­gen fil­zen müs­sen; damit bekämp­fen sie zwar (selbst für Ber­li­ner Ver­hält­nis­se) die Kri­mi­na­li­tät nicht, aber sie gel­ten nicht mehr als beson­ders schwe­re Ras­sis­ten. (Wenn sie sich von dem Vor­wurf kom­plett rei­ni­gen woll­ten, dürf­ten sie ein­fach kei­nen ein­zi­gen Kolo­rier­ten mehr verhaften.)

Wäre ich – und das mag mit mei­ner DDR-Her­kunft zu tun haben, wo Jugend­li­che, die aus­sa­hen bzw. her­um­lie­fen, wie ich damals eben her­um­lief, stän­dig von der VoPo beläs­tigt wur­den – ein eta­blier­ter, beruf­lich erfolg­rei­cher Schwar­zer wie der hol­län­di­sche Klä­ger, mei­ne Empö­rung über läs­ti­ge Kon­trol­len hiel­te sich in Gren­zen; even­tu­ell rumor­te sogar ein gewis­ses Pein­lich­keits­emp­fin­den in mir, unge­fähr jenem glei­chend, das der bra­ve deut­sche Lin­ke emp­fin­det, wenn er im Aus­land auf lär­men­de deut­sche Pro­le­ten trifft und befürch­tet, als deren Lands­mann erkannt und mit ihnen in einen soge­nann­ten Topf gewor­fen zu werden.

Ganz anders sähe es selbst­ver­ständ­lich aus, wenn die Poli­zei den guten Mann nicht nur anlass­los kon­trol­liert, son­dern auf wel­che Wei­se auch immer schi­ka­niert hät­te (zum Bei­spiel so, als wäre er ein Quer­den­ker). Der­glei­chen ist nicht tole­ra­bel. Aber das ver­steht sich ja von selbst.

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Apro­pos: Immer neue Höhe­punk­te der Will­kom­mens­kul­tur sind zu registrieren.

„Wir haben uns schwer getan”, erklär­te der Vor­sit­zen­de Rich­ter Micha­el Hune in sei­ner Urteils­be­grün­dung. Allein im Sin­ne der Prä­ven­ti­on müs­se das Gericht hart durch­grei­fen, wenn am hell­lich­ten Tag mit­ten in Osna­brück ein 15-jäh­ri­ges Mäd­chen ver­ge­wal­tigt wer­de. „Ich den­ke, wir wol­len alle in einer Stadt leben, in der man so etwas nicht befürch­ten muss.”
Die­ser siche­ren Wunsch­stadt ist der furcht­ba­re furcht­lo­se Jurist mit sei­nem Urteil zwei­fel­los einen bedeu­ten­den Schritt nähergekommen.
„Für den Ange­klag­ten spre­che aber, dass er alko­hol­be­dingt ent­hemmt gewe­sen und nicht nen­nens­wert vor­be­straft sei.”
Na dann prost! (Was ist eigent­lich der Unter­schied zwi­schen nen­nens­wert und nicht nen­nens­wert vorbestraft?)
„Schließ­lich hob Hune noch her­vor, dass der 30-Jäh­ri­ge, der 2015 aus Syri­en nach Deutsch­land geflüch­tet war, eine Woh­nung und dem­nächst auch einen Job habe. ‚Sie sind ja auf einem guten Weg, hier ein ganz nor­ma­ler Mit­bür­ger zu werden.’ ”

Sie­ben Jah­re, nach­dem er hier­her kam, hat der Bra­ve schon einen Job in Aus­sicht, und befin­det sich auf einem guten, mit­bür­ger­li­chen Weg. Außer­dem stammt er aus einer Welt­ge­gend, wo eine 15jährige als hei­rats­fä­hig gilt; das gewöhnst du dir in nur sie­ben Jah­ren doch nicht ab.

Die gesam­te links-grün-woke Lücken‑, Lügen- und Lum­pen­pres­se, die wegen Brü­der­les Mit­ter­nachts­spit­zen und Rei­chelts angeb­li­chen Büro­af­fä­ren ein gro­ßes Geplärr über Sexis­mus bzw. Macht­miss­brauch anstimm­te, schweigt zu die­sem Urteil – und zu dem Vor­fall sowieso.

Der Kla­ge­chor jener #metoo-Erb­sen­prin­zes­schen, die sich von Bli­cken, Wor­ten und Fotos („Dick­pics”) trau­ma­ti­siert füh­len, schweigt ebenfalls.

Es gibt kein Wort auf Elb­isch, Entisch oder in den Spra­chen der Men­schen für die­se Tiefenverlogenheit.

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Wei­te­re Höhe­punk­te der Willkommenskultur.

Nun, wie es so weit kom­men konn­te, ist all­ge­mein bekannt. Die ban­ge Fra­ge lau­tet nun: Was tun? Und da hat die BZ-Jour­na­lis­tin eine Idee.

Wenn Heiß­blü­ter mes­sern, muss man ein­fach die Mes­ser ver­bie­ten – und kei­nes­falls den Zuzug von immer mehr Heiß­blü­tern ver­hin­dern. So wer­den Pro­ble­me kul­tur­sen­si­bel und in maxi­ma­ler Ras­sis­mus­fer­ne gelöst.

Nun bil­den Sie bit­te Ver­bots-Ana­lo­gien zur Redu­zie­rung von Gruppenvergewaltigungen!

PS: „Den Frau­en die selbst­be­stimm­te Klei­dung weg­neh­men, was! denn! sonst!”
(Leser ***)

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Am Ende ste­hen dann jene grau­sa­men Stra­ßen­schlach­ten und Stadt­teil­ver­wüs­tun­gen, die an die bren­nen­den Neger­vier­tel der nord­ame­ri­ka­ni­schen Groß­städ­te erin­nern. Eth­ni­sche Grup­pen­kon­flik­te in Län­dern mit gro­ßen, nicht­in­te­grier­ten Ein­wan­de­rungs­be­völ­ke­run­gen kön­nen sich über gene­ra­tio­nen­lan­ge Zeit­räu­me hin­zie­hen und zu einer stän­di­gen Quel­le von Unsta­bi­li­tät und Unfrie­den wer­den. So muß es mit aller Deut­lich­keit for­mu­liert wer­den: Gan­ze Bevöl­ke­rungs­tei­le in Län­der ande­rer Kul­tur­be­rei­che umzu­sie­deln, ist kein taug­li­cher Weg für die Lösung des Über­völ­ke­rungs­pro­blems der Wachs­tums­län­der.

(Quel­le – ich wun­de­re mich, dass die nicht ein­fach ihr Archiv säu­bern oder sper­ren; in Zei­ten, wo man Bücher umschreibt und die Ver­gan­gen­heit ändert, muss das doch mög­lich sein.)

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„War­um hat Tobi­as Rath­jen sei­ne Mut­ter erschossen?”
„Weil er ein Rechts­extre­mer und ein Ras­sist war!”

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Glaubt wirk­lich irgend­je­mand, dass die selbst­kle­ben­den Figu­ren der „Letz­ten Gene­ra­ti­on” – oder wahl­wei­se Deutsch­land – das Welt­kli­ma „ret­ten” werden?

Es ist eine Pro­vinz­hys­te­rie und Peri­phe­rie­mo­de, deren Fol­gen aus­schließ­lich die­se Pro­vinz betref­fen werden.

Der Kern­en­erge­ti­ker Man­fred Hafer­burg, lan­ge Zeit Schicht­lei­ter im KKW Greifs­wald und nach der Wen­de als Sicher­heits­be­ra­ter welt­weit in über hun­dert Atom­kraft­wer­ken tätig, nann­te die­se Woche im JF-Inter­view eini­ge inter­es­san­te Zah­len über die künf­ti­ge Ener­gie­ver­sor­gung von Groß-Schil­da. Er habe auf der Grund­la­ge der Stu­die der Bun­des­netz­agen­tur, die zu dem Schluss kommt, in den Jah­ren 2030/31 sei die deut­sche Strom­ver­sor­gung sicher, alles ein­mal durch­ge­rech­net und sei zu dem Ergeb­nis gelangt, dass dafür vier Vor­aus­set­zun­gen erfüllt sein müss­ten: „Ers­tens, ab sofort müs­sen bis 2030 jeden Tag fünf Wind­rä­der errich­tet wer­den. Das heißt, jeden Tag müss­ten fünf­mal 1300 Kubik­me­ter Beton und 180 Ton­nen Stahl ver­baut wer­den, für die zusam­men­ge­nom­men jeden Tag 12.000 Beton­mi­scher * sowie monat­lich 135 acht­zig Meter lan­ge Schwer­last­trans­por­te durchs Land die­seln müss­ten. Was neben­bei bemerkt auch einen Stra­ßen­aus­bau nötig macht. Zwei­tens: Bis­her haben wir etwa 1300 Kilo­me­ter Lei­tun­gen gebaut, um den Strom vor allem von Nord nach Süd zu trans­por­tie­ren. Nötig sind aber 7500 Kilo­me­ter. Doch 2022 haben wir gera­de ein­mal 200 Kilo­me­ter geschafft. (…) Drit­tens: Unse­re Nach­bar­län­der müss­ten immer dann ein­sprin­gen, wenn Wind und Son­ne bei uns Pau­se machen. (…) Vier­tens: Stich­wort Last­ma­nage­ment. Der Begriff klingt smart, bedeu­tet aber tat­säch­lich einen Rück­schritt in den Stromsozialismus…

…, denn gema­nagt wird die Strom­last, indem unser All­tag in vie­lem wie in der drit­ten Welt vom Wet­ter abhän­gig sein wird – Wasch­ma­schi­ne, E‑Auto oder Hei­zung etwa wer­den nur ver­sorgt, wenn Wind und Son­ne uns gera­de auch gnä­dig sind.”

Bis dahin haben sich aber die von grü­nen Lob­by­grup­pen ein­ge­fet­te­ten Pro­fi­teu­re der sub­ven­tio­nier­ten Ener­gie­wen­de jene berühm­te gol­de­ne Nase ver­dient, die sie den deut­schen Töl­peln aus ihren kom­mo­den Exi­len im wär­me­ren Süden dann dre­hen können.

* In die­sem Bei­trag moniert Leser *** einem Rechen­feh­ler: Dass für die täg­li­chen fünf­mal 1300 Kubik­me­ter Beton 12.000 Las­ter rol­len müss­ten, sei falsch. „1300 x 5 ergibt 6.500 Kubik­me­ter. Ein Beton­mi­scher schafft locker drei Kubik­me­ter (die kön­nen auch mehr, haben aber oft eine Last­be­schrän­kung auf­er­legt, um die Stra­ßen zu scho­nen. Hier bei uns auf dem Land gibt es auf vie­len Stra­ßen eine 16-Ton­nen-Beschrän­kung). Dar­aus folgt: 6500 : 3 ergibt etwas mehr als 2000 Trans­por­ter, 10.000 weni­ger, als Herr Hafer­burg angibt.

Immer noch eine gewal­ti­ge Men­ge: Man stel­le sich die­se Anzahl LKWs mal hin­ter­ein­an­der auf der Auto­bahn vor. Bei 50 Meter Min­dest­ab­stand ergibt das 60 x 2000 (60 steht für LKW-Län­ge plus Abstand) gleich 120.000 Meter oder 120 km. Auch nicht schlecht.”

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Es wird in der Ener­gie­po­li­tik lau­fen wie auf dem Wohnungsmarkt.

(Netz­fund)

Noch nie hat es ein Volk nicht bereut, Sozia­lis­ten an die Macht gelas­sen zu haben. Aber die­sen Feh­ler gleich drei­mal in nur neun­zig Jah­ren zu bege­hen, das macht den Kar­tof­feln so schnell kei­ner nach.

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Hier spricht der Sponsor.

Ich esse mei­ne Käfer nicht, Nein, mei­ne Käfer ess‘ ich nicht…
Die Euro­päi­sche Behör­de für Lebens­mit­tel­si­cher­heit (ESFA, die zu den Gen‑, Bio­tech- und Food-Mul­tis eben­so rege Bezie­hun­gen unter­hält wie die für Gesund­heit zustän­di­ge ECDC zur Phar­ma­in­dus­trie) hat nun mit Mehl­wür­mern, Heu­schre­cken, Gril­len und Flie­gen die Nah­rungs­kon­kur­ren­ten als Lebens­mit­tel frei­ge­ge­ben. Auf den Märk­ten geht’s schon los, aber die Mul­tis über­las­sen die Markt­vor­be­rei­tung vor­erst woken Start-Ups: „Essen­to zeig­te Bio-Fal­a­fel­bäll­chen aus Schwei­zer Mehl­wür­mern und gewann damit einen Inno­va­ti­on Award.“ Und – man glaubt es kaum – Soy­lent ist tat­säch­lich auch dabei („Soy­lent Pro­ducts Fit Your Life­style“). Wem die Anspie­lung unver­ständ­lich bleibt, der kann sich hier (bei You­Tube) kun­dig machen. Von der indus­tri­el­len Nah­rungs­mit­tel­pro­duk­ti­on also ohne Umwe­ge zurück ins vor­kul­tu­rel­le Samm­ler­tum? Falls Sie kei­ne Mehl­wurm-Fal­a­fel essen wol­len, fin­den sie bei uns vie­ler­lei Bes­se­res.

Da Sie als Klo­novs­ky-Leser dem Klo­novs­ky-Ver­le­ger prin­zi­pi­ell sym­pa­thisch sind, gewährt Ihnen die Tho­mas-Hoof-Grup­pe einen Rabatt von fünf Pro­zent (außer bei Büchern). Bit­te bei der Bestel­lung ein­fach den Code „Actadiurna5“ eingeben.

(Das war eine Anzeige.)

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Bereits zwei­mal hat sich in den letz­ten Tagen auf die­sen Sei­ten eine Ärz­tin mit dif­fe­ren­zier­ten State­ments in Sachen Covid-19 zu Wort gemel­det; ein­mal schrieb sie über die außer­ge­wöhn­li­che Gefähr­lich­keit des Ursprungs­vi­rus bei schwe­ren Krank­heits­ver­läu­fen (Acta vom 22. Febru­ar), sodann äußer­te sie sich zu der Fra­ge, ob das Beru­hi­gungs­mit­tel Mid­azo­lam eine Rol­le beim Tod inten­siv­me­di­zi­nisch behan­del­ter und intu­bier­ter Covid-Pati­en­ten gespielt hat (Acta vom 2. März). Da aller guten Din­ge min­des­tens drei sind, folgt heu­te ein lan­ger Bei­trag von ihr, in dem sie ver­sucht, den Lagern der „Schwurb­ler” und der „Pani­ker” eine Art wech­sel­sei­ti­ges Frie­dens­an­ge­bot zu unter­brei­ten; wirk­lich falsch, meint sie, lagen bei­de Sei­ten nicht (die staat­li­chen Panik­ma­cher und die Impf­jun­ta nimmt sie expli­zit aus).

Der Text ist zu umfang­reich, um als Leser­brief hier ein­ge­rückt zu wer­den; ich habe ihn des­halb auf eine sepa­ra­te Sei­te gesetzt.

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Man kann nicht behaup­ten, dass sie bei den (sen­de­auf­trags­ge­mäß alle rele­van­ten gesell­schaft­li­chen Spek­tren abbil­den­den, weil von der All­ge­mein­heit finan­zier­ten) Öffent­lich-Recht­li­chen noch ein Blatt vor den Mund nähmen.

Als Phy­sio­gno­mist jauch­ze ich natür­lich bei die­sem Anblick und den­ke an die Rol­le, die sie in einem Roman des 19. Jahr­hun­derts spie­len würde.

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Es ist nicht so, dass nie­mand gewarnt hätte.

 

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