23. Oktober 2022

Heu­te gibt es im Klei­nen Eck­la­den nur eine Sli­de­show aus Netz­fun­den. Begin­nen wir mit dem aller­wich­tigs­ten Gegen­stand, der Hochkultur.

Zuletzt ist unser anal­fi­xier­ter Blut­buch­preis­trä­ger von der nicht­li­zen­sier­ten Kri­tik doch arg gerüf­felt und sogar bei­na­he gezaust wor­den. („Hass-Kri­ti­ken”: Der eigent­lich harm­lo­se und immer mehr aus dem Gebrauch ver­schwin­den­de Bin­de­strich kann in den Hän­den von Jour­na­lis­ten eine frap­pie­rend bescheu­er­te Wir­kung entfalten.)

Allah­lob ist den Buch­preis­trä­ger­has­sen­den der Elan recht rasch abhan­den gekom­men, so dass unser neue Hori­zon­te eröff­nen­de Kim unbe­schwert jenes Gefühl genie­ßen kann, wel­ches ihn mit ande­ren offi­zi­ell Will­kom­me­nen verbindet.

Apro­pos Will­kom­me­ne (und zugleich Sujet- bzw. Tonartwechsel):

Neben ihrem Inter­es­se an der künf­ti­gen Ein­wan­de­rung von noch mehr Ärz­ten und Inge­nieu­ren behan­del­te Nan­ny Fae­ser zuletzt auf Twit­ter eini­ge ande­re bedeu­ten­de Themen.

Eine Anti­se­mi­ten-Impor­teu­rin, die zum Kampf gegen den Anti­se­mi­tis­mus auf­ruft, das ist durch­aus Spal­tungs­ir­re­sein vom Gemüts­ver­gam­melts­ten, doch befin­det sich die Sozi­al­de­mo­kra­tin nicht ganz auf der Höhe der Zeit.

Nan­ny Nan­cy trug in den ver­gan­ge­nen Tagen auf Twit­ter noch wei­te­re Gedan­ken vor.

Bei aller Gebo­ten­heit der Ver­ur­tei­lung einer immer­hin mut­maß­li­chen Brand­sti­fung: Den zeit­glei­chen vie­hi­schen Dop­pel­mord Die sich zeit­gleich ereig­nen­de Ver­zweif­lungs­tat von Lud­wigs­ha­fen mit zwei tat­säch­li­chen mut­maß­li­chen Todes­op­fern igno­rier­te sie sou­ve­rän über­sah sie zufäl­lig, mög­li­cher­wei­se weil es sich um Deut­sche han­del­te; viel­leicht ver­bot ihr auch irgend­ein Scham­rest das Abson­dern einer Beileidsheuchelbotschaft.

Nur weil der – womög­lich psy­chisch gestör­te – Ein­zel­fall­ver­an­stal­ter aus Soma­lia kam, hetz­te ein rbb-Jour­na­list gleich gegen das gesam­te Land und nann­te es ein „Shi­t­ho­le-Coun­try” (also prak­tisch ein mie­ses Stück Schei­ße). Ras­sis­ti­sche Nachahmungstäter:*_Innen im Netz wie die­se wer­den hof­fent­lich gemel­det und gesperrt.

Was hat schließ­lich das eine mit dem ande­ren zu tun? Mit einer Mache­te kann selbst ein im Tran­chie­ren Geüb­ter kei­ne Kli­to­ris neben­wir­kungs­frei entfernen.

Auch andern­orts, in Paris zum Bei­spiel, fal­len beim will­kom­mens­kul­tu­rel­len Hobeln da und dort Spä­ne. Die wei­ße hol­län­di­sche Supre­ma­tis­tin Eva Vla­ar­din­ger­broek streu­te aber kru­de migran­ten­feind­li­che Gerüch­te, obwohl nur ein gewöhn­li­cher Ein­zel­fall stattfand.

Lola Daviet war zwölf und ist tot, schon rich­tig, aber die Tat, deren Details, wenn man sie ver­brei­te­te, zu Irri­ta­tio­nen, Ver­un­si­che­rung und Vor­ur­teils­ver­här­tun­gen in der Bevöl­ke­rung füh­ren könn­ten, wur­de kei­nes­wegs von vier Algerier:*_Innen ver­übt, son­dern von einer Algerier:*_In. Als Frau­en gele­se­ne Migrant:*_Innen kön­nen auch so etwas näm­lich ohne Cis-männ­li­che Hilfe.

Der Fall war natür­lich wie­der ein gefun­de­nes Fres­sen für ras­sis­ti­sche Hetzer.

Rech­te Instru­men­ta­li­sie­rer ver­su­chen, Ein­zel­fäl­le zu einem struk­tu­rel­len Pro­blem umzu­fäl­schen und damit den struk­tu­rel­len Ras­sis­mus der Lolas und ihrer Eltern zu relativieren.

Alle Demo­kra­ten sind auf­ge­ru­fen, den Anfän­gen zu weh­ren! (Sie ver­zö­gern sonst ihr Ende.)

Es ist wie­der ein The­men­wech­sel ange­zeigt, wobei wir die Alters­grup­pe beibehalten.

Kalt duschen, über­haupt den ver­zär­tel­ten Kör­per in küh­le­rer Umge­bung abhär­ten, dazu kein unge­sun­des Fleisch mehr essen – und schon wer­den die Nach­wach­sen­den wie­der zäh wie Bah­n­ers, hart wie Koh­ler und flink wie Kau­be beim run aufs Kal­te Büffet!

Die gewitz­ten Grü­nen haben die­sen Kol­la­te­ral­nut­zen sowie­so als ers­te erkannt.

Außer­dem wer­den Mehl­wür­mer wim­meln für den Sieg!

Der regel­mä­ßi­ge Ver­zehr von Insek­ten bei gleich­zei­ti­gem Gebrauch eines Wasch­lap­pens in einer auf 15, 16 Grad gekühl­ten Blei­be wird auch die Schwur­b­ler auf ande­re Gedan­ken bringen.

Ja, und den erst!

Wir kom­men jetzt zur wirk­li­chen Haupt­ge­fahr für Kein-schö­ner-’schland-in-die­ser-Zeit (neben Erd­er­hit­zung, Höcken­azis und Italo­fa­schis­ten): der Elter‑1 aller Viren. Auch im kom­men­den Win­ter dro­hen uns Hus­ten, Geschmacks­ver­lust, erhöh­te Tem­pe­ra­tur, Long Covid und der Ter­ror der Mas­ken­ver­wei­ge­rer. Zunächst ein­mal muss drin­gend die Impf­wil­lig­keit zurück­er­zwun­gen wer­den. Stel­len Sie sich vor, die Grü­nen-Fach­kraft Emi­lia Fes­ter, die im Bun­des­tag ihre Jugend im Kampf gegen das Virus, die Gene­ral­welt­ver­bren­nung und Deutsch­land opfert, wäre ohne die Imp­fung wahr­schein­lich schon längst hirntot.

Und jene in der Sache des Den­kens ver­gleich­bar sat­tel­fes­te Lady auch!

Was haben Mas­ken, Imp­fun­gen und Geflüch­te­te gemein­sam? Rich­tig: Es darf kei­ne Ober­gren­ze geben!

Wenn sie eine drit­te Mas­ke trü­ge, könn­te sie die mitt­le­re noch­mals… – na, das ken­nen vie­le ja von den drei Kondomen.

Man­che ster­ben dann doch trotz z.T. viel­fach wie­der­hol­ter Imp­fung, aber immer­hin spä­ter, als sie gestor­ben wären, wenn sie sich nicht hät­ten recht­zei­tig und mehr­mals piek­sen las­sen. (Sie ster­ben wie die Geimpf­ten = spä­ter als befürchtet.)

Was unter­schei­det Juden (Israe­lis) und Deut­sche? Deut­sche sind schlau­er und las­sen sich bis zum End­sieg weiterimpfen.

Die deut­sche Zivil­ge­sell­schaft ist auch macht­vol­ler als die undis­zi­pli­nier­te israe­li­sche, sie ist in punc­to Heils­durch­glüht­heit sogar der afgha­ni­schen über­le­gen, wes­halb Impf­kraft­zer­set­zer in Deutsch­land kein Gehör, wenn­gleich sen­ti­men­ta­ler­wei­se oft noch Gna­de finden.

Erin­nern wir uns an ein Lied der Vor­gän­ger­ju­gend der Zeu­gen Coronas.

Osten erglüht,
Chi­na ist jung.
Rote Son­ne grüßt
Mao Tsetung.

Ver­gli­chen mit der Her­denim­mu­ni­tät deut­scher Medi­en­schaf­fen­der gegen die Rea­li­tät ist die Her­denim­mu­ni­tät der Deut­schen gegen das Virus nur ein Vogelschiss.

Wech­seln wir nun noch zum Kon­ti­nent der Zukunft.

Ein Schwur­b­ler – gera­de auf den passt die Bemer­kung eines Acta-Lesers, Schwur­beln sei das neue Jüdeln – fasst zusammen:

***

Jetzt spricht end­lich der Sponsor.

Acht Prü­fun­gen muß es bestehen: Das KUM-Meisterstück
Die­ser seit 100 Jah­ren von der Kunst­stoff- und Metall­wa­ren­fa­brik in Erlan­gen gefer­tig­te Blei­stift­spit­zer wird als KUM-Mas­ter­pie­ce von Grafi­kern, Zeich­nern und Schrei­bern in aller Welt hoch geprie­sen und gerühmt, wäh­rend er hier­zu­lan­de fast unbe­kannt und schwer zu bekom­men ist. Der Grund für den (auf You­Tube ein­seh­ba­ren) Kult: Das fein­tech­ni­sche Meis­ter­werk spitzt den Blei­stift in zwei Stu­fen. Das ers­te Mes­ser legt die Gra­phit­mi­ne unter dem Holz frei, das zwei­te wid­met sich dann der Mine und spitzt sie je nach Ansatz­win­kel in die für Schreib- oder Schraffur­zwe­cke opti­ma­le Form. Fas­zi­nie­rend ist es, allein den auf 64 HRC gehär­te­ten Mes­sern aus Koh­len­stoff­stahl bei ihrer Fein­ar­beit an Holz und Gra­phit zuzu­se­hen. – Näher kom­men Sie die­sem klei­nen Wun­der­werk mit sei­nen acht Qua­li­täts­prü­fun­gen hier.

Da Sie als Klo­n­ovs­ky-Leser dem Klo­n­ovs­ky-Ver­le­ger prin­zi­pi­ell sym­pa­thisch sind, gewäh­ren wir Ihnen einen Rabatt von fünf Pro­zent. Bit­te bei der Bestel­lung ein­fach den Code „Actadiurna5“ eingeben.

(Das war eine Anzeige.)

***

Ein guter Raus­schmei­ßer zu einem etwas all­ge­mei­ne­ren The­ma wäre als Fina­le nicht schlecht. Viel­leicht neh­men wir den:

(PS: Hier stand kurz­zei­tig das Foto eines „Wie­der­auf­er­stan­de­nen”, das wohl, wie Leser *** anmerkt, auf „Fake News oder in die­sem Fall dum­men Scher­zen von puber­tie­ren­den Com­pu­ter-Kin­dern mit einem gepho­to­shopp­ten CNN-Logo” zurück­zu­füh­ren und zu ent­fer­nen war.)

 

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