17. Juli 2023

Don’t cry for me, populism
The truth is, I never left you
All through my wild days, my mad existence
I kept my promise
Don’t keep your distance

Ernst bei­sei­te: Ich bin ein auf eige­ne Rech­nung schrei­ben­der und bis­wei­len auch den­ken­der Kopf, der, nach den geis­ti­gen Elends­jah­ren der Jugend, nie links war, bereits Mit­te der 1990er im media­len Main­stream „rech­te” Posi­tio­nen ver­trat und dort­selbst anno 2010 die Grün­dung einer oder „der” AfD pro­gnos­ti­zier­te bzw. her­bei­zu­schrei­ben such­te. Und ihr einen gro­ben pro­gram­ma­ti­schen Rah­men skiz­zier­te (der Arti­kel ist eben­falls von 2010). Der FAZ-Gold­fa­san Patrick Bah­ners, ein lie­be­vol­ler Beob­ach­ter der Schwe­fel­par­tei und lau­ni­ger Beschrei­ber ihres Auf­stiegs, hat in sei­nem Buch „Die Wie­der­kehr” mit dem typi­schen Hang des Feuil­le­to­nis­ten zur Über­trei­bung mei­ne Ver­diens­te für die Ver­b­un­tung der deut­schen Par­tei­en­land­schaft gewürdigt:

Ich bin aller­dings, als Künst­ler­na­tur und Hom­me de let­t­res, nie in eine Par­tei ein­ge­tre­ten und habe es auch nicht vor. Die­se Ein­stel­lung fass­te ich in einem der­zeit mäßig tren­den­den Inter­view in die def­ti­gen Wor­te, dass ich auf Par­tei­li­ni­en sch… – und zwar auf jene sämt­li­cher Par­tei­en inklu­si­ve sogar der KPdSU (B). Da ich die­ser Ansicht bereits bzw. schon längst auch anno 2010 gewe­sen bin, las­se ich sie mir jetzt bestimmt nicht von Leu­ten vor­hal­ten, die erst, wenn über­haupt, seit 2013ff. Pla­ka­te für die Oppo­si­ti­on kleben.

***

Die­ser Text sei zur Wie­der­vor­la­ge empfohlen.

Ist es nicht nied­lich, wie sich der stur­hei­le Tole­ranz­deut­sche bei den Exis­tenz­hin­ter­grund­ver­edel­ten anbie­dert? Wer wür­de so einen Frosch nicht gern, erlaubt oder nicht, ins Becken schub­sen? Oder den ihn Umlun­gern­den etwas noch Lus­ti­ge­res bieten?

Betrach­tet man ihre Ziel­grup­pen, müss­te es sich bei den Spaß­bad­schlä­gern um Rechts­extre­me und Neo­na­zis handeln.

In Rede ste­hen die drei Hät­schel­kol­lek­ti­ve der prä­mi­gran­ti­schen BRD; die Sie­gel­be­wah­rer des Zeit­geis­tes haben alle drei schnel­ler fal­len­ge­las­sen als je ein Ita­lie­ner sei­ne Waffen.

War­um? Weil die ande­re Sei­te, anders als beim „Kampf” gegen „rechts”, jung, viril, zahl­reich und hem­mungs­los ist, also plau­si­bel zu dro­hen versteht.

Der WDR, die Bun­des­fer­da für Dis­kri­mi­nie­rung und Saw­san „the brain” haben zwei Ursa­chen für deren frus­trier­te Frei­wil­de­rei aus­ge­macht: die einem Ara­ber unge­wohn­te deut­sche Som­mer­hit­ze sowie die typisch deut­sche sozia­le Ganz­jah­res­käl­te. Vul­go: den deut­schen Ras­sis­mus, der erst mit der letz­ten Kar­tof­fel enden wird. Der Ras­sis­mus hat so vie­le Gesich­ter wie der Anti­ras­sis­mus Ven­ti­le; ein Unter­was­ser­griff an eine deut­sche Speck­musch als Ent­las­tungs­hand­lung gehört unbe­dingt dazu. Die Schlam­pen könn­ten sich ja anders anziehen.

Leser *** schick­te mir zum The­ma ein Symbolbildpaar.

Zu Zei­ten der Heim­su­chung waren es noch Mer­kel­pol­ler. Die hel­fen auf den Bade­wie­sen und am Becken­rand aber nicht weiter.

Man könn­te unse­re ara­bi­schen Dau­er­gäs­te ja unter sich las­sen, bis sie das Frei­bad in einen Zustand ver­setzt haben, der ihnen hei­mat­lich genug vor­kommt. Was für ein – bio­deut­scher – Men­schen­schlag besucht über­haupt sol­che Bäder? Kön­nen sich die Frau­en, Juden und Schwu­len das nicht verkneifen?

Ich ver­mu­te, es sind gemein­hin sol­che Zeit­ge­nos­sen, die sich weder den Urlaub am Meer noch einen hei­mi­schen Pool leis­ten kön­nen, aber mit ihren Kin­dern im Som­mer irgend­wo baden gehen wol­len. Im Grun­de die klas­si­sche SPD-Kli­en­tel. Es sind die­je­ni­gen, denen die soge­nann­ten Eli­ten nahe­zu die gesam­te Last der Mas­sen­mi­gra­ti­on auf­ge­bür­det haben. Sie müs­sen in ihren Wohn­ge­gen­den, in den Schu­len und an Orten der soge­nann­ten Frei­zeit die Regeln des Zusam­men­le­bens weni­ger täg­lich neu aus­han­deln, als viel­mehr dabei zuschau­en, wie ande­re es tun, und sich gege­be­nen­falls recht­zei­tig aus dem Staub machen, sofern das über­haupt mög­lich ist. Es sind die Geplag­ten und offi­zi­ell Ver­ges­se­nen, die allen­falls media­le Auf­merk­sam­keit bekom­men, wenn sie erklä­ren, die Oppo­si­ti­on zu wäh­len, oder irgend­et­was ande­res tun, wor­aus sich der Nek­tar des Ras­sis­mus­vor­wurfs sau­gen lässt.

Ver­ges­sen wir bei all­dem nicht, dass es neben den tat­säch­li­chen auch noch mög­li­cher­wei­se schlim­me „mut­maß­li­che Grenz­über­schrei­tun­gen” gibt.

Die­se Über­schrei­tun­gen wer­den aber, ihrer Mut­maß­lich­keit unge­ach­tet, nahe­zu alten und über­dies erfolg­rei­chen wei­ßen Män­nern zur Last gelegt. Des­halb über­tref­fen die öffent­li­chen Pro­tes­te dage­gen sämt­li­che Miss­fal­lens­be­kun­dun­gen gegen die alles ande­re als mut­maß­li­chen Über­grif­fe, derer sich unse­re ein­ge­wan­der­ten Fach­kräf­te auf der Suche nach Ent­span­nung beflei­ßi­gen. Es gibt übri­gens auch – aus viri­ler ara­bi­scher Sicht – eine Art Row Zero in deut­schen Städ­ten; sie ist mit Mädels besetzt, die, wie der Süd­deut­sche Beob­ach­ter kund­tut, vor aller Augen einer scham­lo­sen Gepflo­gen­heit oblie­gen, als ob sie allein auf der Welt wären.

Der Autor der Kolum­ne heißt Moha­mad Alk­hal­af und stammt aus Syri­en. Er muss­te, heißt es auf der Web­sei­te der Gazet­te, „unter Dro­hun­gen der Ter­ror­mi­liz Isla­mi­scher Staat aus sei­ner Hei­mat flie­hen”, aus­ge­rech­net nach Deutsch­land, zu den obs­zö­nen Wei­bern von Mün­chen, vom Regen in die Trau­fe qua­si. Hier in der Isar­stadt wird nun sein Freund Ibra­him gezwun­gen, anzu­se­hen, wie zwei Frau­en an ihrem Eis schle­cken, als sei er bereits bei den Huris im Para­dies. So ein Anblick kann den Frömms­ten radi­ka­li­sie­ren! In sei­ner Hei­mat, belehrt uns der Kolum­nist, schnei­de man des­we­gen Bana­nen vor­her klein und kau­fe Spei­se­eis nur in Behäl­tern. Schon hat der from­me Mann kei­nen Stän­der und der IS einen Anlass weniger!

„Im Grun­de zeigt die­ses Sze­na­rio die gan­ze Erbärm­lich­keit des Lan­des”, notiert Leser ***. „Wäh­rend der Ein­hei­mi­sche sich mit täg­li­chen Ver­ge­wal­ti­gun­gen, Mes­ser­ste­che­rei­en und Grup­pen­ver­ge­wal­ti­gun­gen durch Migran­ten abfin­den muß, ver­langt man von ihm, bei jeder Lap­pa­lie best­mög­lich der Sit­te frem­der Län­der nach­zu­kom­men. Die deut­sche Frau hat also noch viel an sich ein­zu­schrän­ken, damit sich Ibra­him irgend­wann ein­mal inte­griert füh­len kann.”

Was folgt dar­aus? Fra­gen wir in Ara­bi­en nach. Jemand sand­te mir ein kur­zes Inter­view-Video, in dem ein offen­bar nicht unwohl­ha­ben­der und ein gutes Eng­lisch spre­chen­der Ara­ber – dort steht etwas von „Imam”, was auch immer das zu bedeu­ten hat – ange­le­gent­lich wie­der­hol­ter bür­ger­kriegs­ar­ti­ger Begleit­erschei­nun­gen der Levan­ti­sie­rung Frank­reichs Gedan­ken äußert, die in West­eu­ro­pa als „anti­mus­li­mi­scher Ras­sis­mus” ver­ur­teilt wür­den und hier­zu­lan­de wohl zügig eine Haus­durch­su­chung samt Ankla­ge wegen Volks­ver­het­zung nach sich zögen.

„Wo ope­rie­ren die Extre­mis­ten?”, fragt der bra­ve Mann und ant­wor­tet (grob über­setzt und zusam­men­ge­zo­gen): „Nicht in Sau­di-Ara­bi­en, ihre Unter­stüt­zer haben kei­ne Bank­kon­ten in den UAE, sie sit­zen nicht in Bah­rain, Oman, son­dern in Lon­don, in Frank­reich, in Aus­tra­li­en, in Washing­ton DC, in Toron­to. Macron sagt: Die isla­mi­sche Welt steckt in einer Kri­se. Ja, wir haben Pro­ble­me, Boko Haram, Al-Qai­da. Aber Dubai ist nicht in einer Kri­se, Abu Dha­bi, die Emi­ra­te, Bah­rain, Oman, Kuweit sind nicht in einer Kri­se. Ich sage: Ihr seid in einer Kri­se! Ihr habt den Müll (‚Gar­ba­ge’) impor­tiert, der in den mus­li­mi­schen Län­dern im Gefäng­nis saß oder von der Gesell­schaft iso­liert wur­de. War­um? Für bil­li­ge Arbeit. Aber die wol­len nicht arbei­ten, die wol­len Sozi­al­hil­fe, die wol­len eine fran­zö­si­sche Frau hei­ra­ten, die haben kei­ne Zeit zu arbei­ten. Schau­en Sie nach Polen. Es gab nicht eine ein­zi­ge ter­ro­ris­ti­sche Atta­cke in Polen. Als man dort bemerk­te, dass es ein Pro­blem gibt, haben sie hart durch­ge­grif­fen. Die pol­ni­sche Poli­tik ist wun­der­schön, die fran­zö­si­sche nicht.”

Con­clu­sio: „Wenn Sie so etwas impor­tie­ren oder erlau­ben oder sogar glo­ri­fi­zie­ren, dann haben Sie Ihr Bett berei­tet. Nun schla­fen sie darin.”

***

Wo bleibt das Posi­ti­ve, Genos­se? Hier:

Also sprach die Lin­ken-Abge­ord­ne­te Stef­fi Pulz-Debler im Land­tag von Meck­len­burg-Vor­pom­mern. Mit ori­gi­nel­ler Kopf­be­de­ckung übrigens.

Bin­nen weni­ger Jah­re haben wei­ße Bekennts­ni­s­ath­le­ten es geschafft, die öffent­li­che Bekun­dung von Scham in der Tabel­le der Scham­lo­sig­kei­ten auf den ers­ten Platz empor­zu­stem­men, noch knapp vors öffent­li­che Eis­le­cken wei­ßer, deut­scher Schlampen.

Neben die­ser Iden­ti­täts­zir­rho­se sind die Resul­ta­te der chi­ne­si­schen Gehirn­wä­sche ein Schon­pro­gramm gewesen.

Die Into­le­ranz gegen das Eige­ne, das abzu­le­gen, um sich statt­des­sen z.B. in den zen­tral­afri­ka­ni­schen Dienst­leis­tungs­sek­tor zu ver­fü­gen, der Maid ja jeder­zeit frei­stün­de, kor­re­spon­diert mit der Hyper­to­le­ranz gegen alles Frem­de. Sol­che Per­so­nen bie­ten sich bzw. die von ihnen reprä­sen­tier­te Gemein­schaft bloß denen als Beu­te dar, die ihren Clan, ihren Stamm, ihr Volk oder ihre Glau­bens­ge­mein­schaft über alle ande­ren stel­len. Als Ein­zel­we­sen sind sie nicht überlebensfähig, sie benö­ti­gen ein Kol­lek­tiv, von dem sie zeh­ren und in dem sie sich auf ande­rer Leu­te Kos­ten als Tugend­hel­den auf­spie­len kön­nen. Stün­de sie allein und sprä­che sie aus­schließ­lich auf eige­ne Rech­nung, wir hör­ten kei­nen maso­chis­ti­schen Mucks von ihr.

***

In die­sem Tweet ist genau ein Wort kor­rekt: „unse­re”.

Und logisch­wei­se ist die­ses ein­zi­ge kor­rek­te Wort zugleich falsch, denn es meint ledig­lich: ihre.

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