1. Februar 2024

Die­sen rei­zen­den Arti­kel aus dem Neu­en Deutsch­land hat­te ich Zukünf­ti­ger hier schon öfter in der Auslage.
Der stern-Titel indes ist aktu­ell. (Freun­de, es wird ernst: Atze Schrö­der kämpft jetzt gegen „rechts”.)
Des­sen rea­li­täts­kom­pa­ti­ble Bear­bei­tung fand ich in den Wei­ten des Netzes.
„Hit­ler sprach zu Goeb­bels das:
Auf die Küns­te ist Verlass.”
(Peter Hacks)
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Wenn der Satz „Und sie bewegt sich doch!” nicht eine nach­träg­li­che Erfin­dung wäre, müss­te man ihn jetzt zitieren.
Auf dem wahl­wei­se als „que­er-” oder „trans­feind­lich” geschmäh­ten Trans­pa­rent stand geschrie­ben: „Es gibt vie­le Musik­rich­tun­gen, aber nur zwei Geschlechter.”
Für die­se Fans hat Bay­er den Meis­ter­ti­tel verdient.
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Cor­rec­tiv ach­tet sehr genau dar­auf, immer die pas­sen­den Mel­dun­gen zu dementieren.
Nicht etwa diese.
Die stimmt näm­lich. Ob unse­re Maul­hel­den nun zu Tau­sen­den für „unse­re Demo­kra­tie” auf die Stra­ße gehen?
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Leser ***, der mich auf die Nach­richt hin­weist, notiert dazu: „Wie das Sturm­ge­schütz der bes­ten Demo­kra­tie aller Zei­ten berich­tet, plant Lett­land die Remi­gra­ti­on von Tei­len der rus­sisch­stäm­mi­gen Bevöl­ke­rung mit­tels Zwangs­aus­wei­sung (ob dem fins­te­ren Ansin­nen Geheim­tref­fen und Geheim­plä­ne vor­aus­gin­gen wird noch ermit­telt, die Cor­rec­tiv-Recher­chen sind noch nicht abge­schlos­sen). Inter­es­sant die vom ‚Spie­gel’ gelie­fer­te Hin­ter­grund­in­for­ma­ti­on, die selbst­ver­ständ­lich aus­schließ­lich auf in Lett­land leben­de Rus­sen, kei­nes­wegs aber auf in Deutsch­land leben­de Ara­ber, Tür­ken oder Afgha­nen zutrifft: ‚Dahin­ter ver­birgt sich auch die (…) Fra­ge, wie loy­al die rus­sisch­stäm­mi­ge Bevöl­ke­rung ist und sich im Kon­flikt­fall ver­hal­ten wür­de. Befürch­tet wird, Russ­land könn­te die­se Per­so­nen instru­men­ta­li­sie­ren und aufwiegeln.’
Die Empö­rung scheint kon­se­quen­ter­wei­se aus­zu­blei­ben, die ‚Behaup­tun­gen Putins und der rus­si­schen Staats­pro­pa­gan­da’ wer­den vom let­ti­schen Prä­si­den­ten unter dem Bei­fall der ‚Spiegel’-Journalisten zurückgewiesen.”
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„Auch in mei­ner ehe­ma­li­gen, beschau­li­chen Hei­mat Regens­burg stellt sich die Sicher­heits­la­ge im öffent­li­chen Raum zuneh­mend pre­kär dar”, schreibt Leser ***. „Kaum zu glau­ben: Dro­gen­kri­mi­na­li­tät, Dieb­stahl, Gewalt­de­lik­te – noch vor zehn Jah­ren kaum ein The­ma – gehö­ren etwa im Umfeld des Haupt­bahn­ho­fes mitt­ler­wei­le zum Lokal­ko­lo­rit. Im in unmit­tel­ba­rer Nähe zum Schloß Thurn und Taxis gele­ge­nen Fürst-Anselm-Park geht buch­stäb­lich die Post ab. Mit­te Janu­ar berich­te­te BR24 über die Ver­ge­wal­ti­gung einer 27-jäh­ri­gen Frau durch zwei ara­bisch aus­se­hen­de Män­ner eben­da. Fast schon patho­gno­mo­nisch für die kogni­ti­ve Dis­so­nanz der Ver­ant­wort­li­chen, in die­sem Fal­le der Stadt Regens­burg, ist die abschlie­ßend for­mu­lier­te Lösung des Problemes:

‚Des­we­gen sol­len die Parks zukünf­tig bes­ser beleuch­tet wer­den, damit es kei­ne dunk­len Ecken mehr gibt. Der kom­mu­na­le Ord­nungs­ser­vice ist bereits häu­fi­ger für Kon­trol­len unter­wegs. Und außer­dem will die Stadt die Grün­flä­chen auf­wer­ten, wofür unter ande­rem Gehöl­ze und Gebü­sche zurück­ge­schnit­ten wer­den sol­len – auch für mehr Sicherheit.’

Den städ­ti­schen Sit­ten- und Tugend­wäch­tern mag im Eifer des Gefech­tes (sic!) ent­gan­gen sein, daß die Tat am hel­lich­ten Tag geschah und noch dazu im Win­ter, wo hier­zu­lan­de es bekannt­lich, allem men­schen­ge­mach­ten Kli­ma­wan­del zum Trotz, weder grünt, noch blüht. Offen­sicht­li­cher kann man die Sche­re im Kopf nicht schlei­fen. Ist´s Wahn­sinn auch, so hat es doch Methode.”

***

„Lie­ber Herr Klo­novs­ky, nach­dem man jetzt Maa­ßen als Rechts­extre­mis­ten ver­däch­tigt, und die Wagen­knecht-Par­tei im Osten in Umfra­gen höchst­ver­däch­ti­ge gute Ergeb­nis­se erzielt, ist es nur eine Fra­ge der Zeit, bis man auch das BSW durch die Regie­rung als Extre­mis­ten ein­stu­fen wird. Ich wet­te, die über­le­gen noch, wie sie ein klei­nes Pro­blem lösen kön­nen: Stuft man das BSW jetzt als ‚gesi­chert links­extrem’ oder ‚gesi­chert rechts­extrem’ ein? Ich sehe schon die Köp­fe der Beam­ten rau­chen. Ich schla­ge als Lösung vor: ‚gesi­chert links- und rechts­extrem’. Schließ­lich hilft man doch immer gern sei­nen hart arbei­ten­den Staatsdienern.
Mit staats­tra­gen­den Grüßen,
Leser ***”
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