23. Oktober 2023

„Buch­mes­sen – die Par­tei­ta­ge des Kul­tur­ap­pa­rats”, schreibt Frank Lisson.

Ich prä­fe­rie­re die Bezeich­nung Autoren­s­trich.

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Dass der Mensch die meis­ten Bücher, die er gele­sen hat, wie­der ver­gisst, und zwar je älter er wird, des­to ver­läss­li­cher, ist so wenig ein Argu­ment dage­gen, Bücher zu lesen, wie die Tat­sa­che, dass man sich an eini­ge der bes­ten Aben­de kaum noch erin­nert, die man mit Freun­den tafelnd ver­bracht hat, ein Argu­ment gegen die beharr­li­che Wie­der­ho­lung sol­cher Aben­de wäre.

Ein Geschmack, eine Stim­mung, ein atmo­sphä­ri­scher Nach­hall blei­ben alle­mal übrig.

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Es gibt wohl kei­ne grö­ße­re Blas­phe­mie als die Unter­stel­lung, Gott kön­ne sich wegen der blas­phe­mi­schen Ein­las­sun­gen irgend­ei­nes sterb­li­chen Erden­wurms grä­men oder sogar ärgern.

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Vor Gott ist der Mensch womög­lich nicht in ers­ter Linie sünd­haft, son­dern lächerlich.

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Im Jahr 1990 erlang­te ein Vogel aus der Fami­lie der Spech­te in der deut­schen Öffent­lich­keit eine außer­or­dent­li­che Popu­la­ri­tät, ohne es frei­lich zur Beliebt­heit zu brin­gen. Wegen sei­ner auf­fäl­lig häu­fi­gen Kopf­dre­hun­gen und Blick­rich­tungs­wech­sel trägt der Piep­matz in der Orni­tho­lo­gie den Namen „Wen­de­hals”. Als Wen­de­häl­se gal­ten damals alle jene SED-Appa­rat­schiks, sozia­lis­ti­schen Lei­ter, staats­na­hen Juris­ten, Jour­na­lis­ten, Pro­fes­so­ren etc., die sich den neu­en Ver­hält­nis­sen in beein­dru­cken­der Geschwin­dig­keit und mit erstaun­li­cher Fle­xi­bi­li­tät anpass­ten, um ihre Kar­rie­re in jenem Kapi­ta­lis­mus fort­zu­set­zen, den sie zuvor mit Ver­ve bekämpft hatten.

Wer, spe­zi­ell im Osten, genau­er hin­hör­te, ver­nahm bei den Anklä­gern der Wen­de­häl­se hin­ter aller Miss­bil­li­gung einen leicht nei­di­schen Unter­ton. Die Ände­rung der gesell­schaft­li­chen Ver­hält­nis­se bewirk­te offen­bar kei­ne ein­schnei­den­de Ver­än­de­rung der Macht­ver­hält­nis­se. „Die Fett­au­gen schwim­men in der Sup­pe immer oben”, lau­tet ein ande­res, weni­ger zoo­lo­gi­sches Gleich­nis für die­sen fle­xi­blen Typus Mensch, von dem man ehr­li­cher­wei­se sagen muss, dass er kein Exot ist, son­dern ein sehr ver­brei­te­tes, evo­lu­tio­när gewoll­tes und unaus­rott­bar über­le­bens­tüch­ti­ges Wesen. Das lehrt die Geschich­te – manch­mal tut sie dies wirk­lich –, und zwar jene sämt­li­cher Län­der und Völ­ker, auch wenn es uns manch­mal so dünkt, als sei die deut­sche Men­ta­li­tät für die mas­sen­haf­te Her­vor­brin­gung die­ses Typus beson­ders geeig­net. Den­ken wir an die „März­ge­fal­le­nen” anno 1933, als fast zwei Mil­lio­nen Deut­sche bin­nen zwei­er Mona­te in die NSDAP ein­tra­ten, von denen im Som­mer 1945 fast kei­ner jemals ein Nazi gewe­sen sein woll­te. Bei einem eska­pis­ti­schen, selbst­zer­stö­re­ri­schen, paro­len­durch­glüh­ten poli­ti­schen Unsinn mit­zu­ma­chen bis zuletzt und sei­ne Füh­rung auch dann noch zu ver­tei­di­gen, wenn man von ihr belo­gen, betro­gen, beraubt, unter­jocht, ja miss­han­delt wur­de, sich aber von einem Tag auf den ande­ren einem neu­en Herrn zu unter­wer­fen, einer neu­en Mei­nung anzu­schmie­gen, weil der Wind sich gedreht hat – das mag mensch­lich sein, aber eben auch sehr deutsch.

Oppor­tu­nis­mus ist ein Men­schen­recht, und die rich­ti­ge Mei­nung ist eine Sache des Datums. Was ges­tern noch Rechts­po­pu­lis­mus oder Schlim­me­res war, ist heu­te, scheint es, Com­mon sense.

Mora­lis­ten neue­ren Schla­ges mögen Wen­de­häl­se absto­ßend fin­den, die Mora­lis­ten alten Geprä­ges, jene des 18. Jahr­hun­derts, fän­den sie ledig­lich phä­no­me­nal. Der Plu­ral mores bedeu­tet schließ­lich: „Sit­ten”, und zwi­schen die Tat­sa­che der Sit­ten und die Wunsch­vor­stel­lun­gen einer Sitt­lich­keit passt die hal­be Welt. Jah­re­lang herrscht eine Gesin­nungs­mo­de, gilt eine Sicht der Din­ge mit sämt­li­chen dar­aus fol­gen­den kol­lek­ti­ven Ver­hal­tens­wei­sen als unan­greif­bar, ja alter­na­tiv­los, doch gleich­sam über Nacht ist sie plötz­lich ver­al­tet, der Zeit­geist hat sich gedreht, der Para­dig­men­wech­sel tritt ein. Der Kanz­ler will also plötz­lich „im gro­ßen Stil” abschie­ben – eine AfD-For­de­rung seit Jah­ren –, CDU und FDP wol­len die Zah­lung von Bar­geld für Asyl­be­wer­ber ein­stel­len und statt­des­sen nur noch Sach­leis­tun­gen ver­ab­rei­chen – eine AfD-For­de­rung seit Jah­ren –, und Fried­rich Merz kri­ti­siert die Pra­xis, dass Migran­ten sich hier auf Kos­ten der­je­ni­gen, die jahr­zehn­te­lang in die Kran­ken­kas­sen ein­ge­zahlt haben und ihnen oft genug die Ter­mi­ne weg­neh­mend, ihre Kau­leis­ten sanie­ren las­sen, was eben­falls ein AfD-Poli­ti­ker moniert haben könn­te bzw. bestimmt hat.

Wer in deut­schen Gazet­ten blät­tert oder sich durch deren Web­sei­ten klickt, könn­te ange­sichts der anschwel­len­den Migra­ti­ons­kri­tik den Ein­druck gewin­nen, die AfD habe die Regie­rung über­nom­men. Ich erspa­re mir Bei­spie­le; es mag der Hin­weis auf Ulf Pos­ch­ardt, Chef­re­dak­teur von WeltN24 (Acta vom 20. Okto­ber) und Jan Fleisch­hau­er (Focus) genü­gen – Matus­sek hat dar­über geschrie­ben –, und aus­ge­rech­net die Grü­nen, die nach wie vor die Gren­zen offen­hal­ten, die deut­schen Schlep­per­schif­fe ali­men­tie­ren und immer mehr Migran­ten ins Land holen, for­dern auf ein­mal mehr Geld, um zu ver­hin­dern, dass Deutsch­land sich ändert, und zwar dras­tisch, und freu­en wir uns dar­auf. Das ist unge­fähr so, als wenn jemand am Beginn des Win­ters in einem Haus alle Fens­ter und Türen ein­schlägt und tags dar­auf von der Haus­ver­wal­tung ver­langt, die Zahl der Heiz­kör­per zu verdoppeln.

Zitat: „Neben dem der­zei­ti­gen Demons­tra­ti­ons­ge­sche­hen und dem not­wen­di­gen Schutz jüdi­scher und israe­li­scher Ein­rich­tun­gen sei­en immer neue Auf­ga­ben – etwa zusätz­li­che Grenz­si­che­rungs­maß­nah­men – hin­zu­ge­kom­men. Auch bei der Ter­ro­ris­mus­be­kämp­fung dür­fe es kei­ne Abstri­che geben, beton­ten die Innen­ex­per­ten. Des­halb sei­en nun alle Betei­lig­ten auf­ge­for­dert, inten­siv zu prü­fen, inwie­weit die Vor­la­ge eines ‚Son­der­ver­mö­gens Inne­re Sicher­heit’ mög­lich sei.”

Man könn­te auch for­mu­lie­ren: Die Brand­stif­ter for­dern einen Son­der­fonds für die Feu­er­wehr. Das ist so unglaub­lich tie­fen­ver­lo­gen und bra­chi­al­ver­gau­nert, dass man sich nur wun­dern kann, war­um sol­che Figu­ren noch in den Par­la­men­ten sitzen.

Das sind ja die­sel­ben, die bis ges­tern ver­fas­sungs­schutz­be­wehrt behaup­tet haben – und ihre Medi­en­claque mit ihnen –, dass in ’schland weder ein all­mäh­li­cher Bevöl­ke­rungs­aus­tausch noch eine Isla­mi­sie­rung über die Hin­ter­büh­ne gin­gen (Kon­junk­tiv). Bezie­hungs­wei­se gehen. Und auch nicht mehr über die Hin­ter­büh­ne, das Pro­sze­ni­um ist längst erreicht.

Die­ses Mas­sen­ge­bet ist kei­ne reli­giö­se Kund­ge­bung, son­dern eine poli­ti­sche. Es geht dar­um, den öffent­li­chen Raum zu beset­zen, das heißt zu zei­gen, dass man es unge­hin­dert tun kann. Nach­dem die Land­nah­me in der Lebens­welt erfolgt ist, wird als nächs­te Stu­fe die Öffent­lich­keit sym­bo­lisch besetzt.

Die­se meist jun­gen Män­ner kön­nen mit Deutsch­land nicht nur nichts anfan­gen, son­dern, das sagen die Bur­schen in Inter­views und im Netz inzwi­schen recht unver­blümt, sie leh­nen die deut­sche Kul­tur, reli­giö­se Tra­di­ti­on, Lebens­art und das poli­ti­sche Sys­tem hier­zu­lan­de ab. Aller­dings tun sie dies bereits seit vie­len Jah­ren, ohne dass deut­sche Alt­par­tei­ka­der und Leit­ar­tik­ler, die eben­falls zu nicht uner­heb­li­chen Tei­len die deut­sche Kul­tur, reli­giö­se Tra­di­ti­on und Lebens­art ableh­nen, aus ihrem Will­kom­mens­de­li­ri­um erwacht wären. Hun­der­te seit den Tagen des freund­li­chen Gesichts auf unse­ren Stra­ßen nie­der­ge­mes­ser­te Ein­hei­mi­sche, Aber­tau­sen­de ver­ge­wal­tig­te Frau­en, von Kör­per­ver­let­zun­gen, Raub­über­fäl­len etc. nicht zu reden, sowie immer neue Steu­er­mil­li­ar­den an soge­nann­te Flücht­lin­ge, die am Ende nur dort­hin gewan­dert sind, wo die meis­te Sozi­al­koh­le zu holen ist, all das lös­te in den Par­tei­bü­ros und Redak­tio­nen kei­nen Sin­nes­wan­del aus. Erst das Mas­sa­ker der Hamas in Isra­el und die Soli­da­ri­täts­be­kun­dun­gen jun­ger Ara­ber mit den Juden­mör­dern auf deut­schen Stra­ßen haben die Poli­ti­ker und einen Teil des Kom­men­ta­ri­ats aus dem mul­ti­kul­tu­rel­len Schlum­mer geweckt. Plötz­lich ist die Mas­sen­mi­gra­ti­on ein Pro­blem, ja sogar das Pro­blem schlechthin.

Soll­te die von Anfang an poli­tisch instru­men­ta­li­sier­te, kar­rie­re­be­wuss­te Lip­pen­be­kennt­nis­au­to­ma­ten en mas­se pro­du­zie­ren­de, die deut­sche außen­po­li­ti­sche Ohn­macht ver­ste­ti­gen­de und die wider­stands­lo­se Gewäh­rung der Land­nah­me durch vor allem seit 2015 über­wie­gend kul­tur­fer­ne, aggres­si­ons­be­rei­te Migran­ten über­haupt erst ermög­li­chen­de soge­nann­te Ver­gan­gen­heits­be­wäl­ti­gung am Ende, durch eine List der Ver­nunft, dem Land einen spä­ten Nut­zen oder zumin­dest eine Scha­dens­be­gren­zung besche­ren? Unge­fähr wie die drei­zehn­te Fee an der Wie­ge Dornröschens?

Ich bin mir ziem­lich sicher, dass die meis­ten Offi­zi­el­len und Mund­wer­ker nur heu­cheln, der­weil sie sich tas­tend durch ein noch unbe­kann­tes und unüber­sicht­li­ches poli­ti­sches Ter­rain bewe­gen und zu ergrün­den ver­su­chen, wo die stär­ke­re Sei­te samt den Fut­ter­trö­gen künf­tig zu fin­den sein wird und wel­che Bekennt­nis­se ver­läss­lich dort­hin füh­ren. Des­we­gen soll­te man den vor­geb­li­chen Gesin­nungs­wan­del auch nicht über­schät­zen. Die Mos­lems sind längst zahl­reich genug, um plau­si­bel zu dro­hen; das gan­ze Thea­ter könn­te sich in ein paar sym­bol­po­li­ti­schen Hand­lun­gen erschöp­fen um dann, bis zum nächs­ten Anlass, aus der Öffent­lich­keit zu ver­schwin­den. Und so immerfort.

Doch selbst wenn der­zeit tat­säch­lich ein Para­dig­men­wech­sel statt­fin­det, wer­den sich die par­tei­po­li­ti­schen Kon­stel­la­tio­nen so schnell nicht ändern. Es geht hier weni­ger um kon­kre­te poli­ti­sche Posi­tio­nen, als dar­um, auf der rich­ti­gen Sei­te zu ste­hen. Die poli­ti­sche Wahr­heit ist eine Fra­ge des Datums. Wer zu früh „Abschie­bung” oder „Ein­wan­de­rungs­stopp” for­dert, war, ist und bleibt ein „Nazi”. Wenn der Kanz­ler heu­te sagt, was die AfD seit Jah­ren for­dert, bedeu­te das nicht, dass die AfD auf ein­mal recht bekä­me. Die Alt­par­tei­en könn­ten in zwei Jah­ren kom­plett auf AfD-Poli­tik umstel­len, und doch blie­be die Schwe­fel­par­tei der Paria. Es geht nicht um Inhal­te, son­dern um kol­lek­ti­ve Ver­hal­tens­wei­sen, zum Bei­spiel das Ein­schwin­gen auf einen neu­en Grund­ton beim gemein­sa­men Anheu­len des Mon­des. Der Bun­des­tag ist der Haupt­schau­platz die­ses Rudel­ver­hal­tens. Die Schwe­fel­par­tei kann tun, was sie will, es wird für den nächs­ten Äon als falsch und böse gel­ten, weil das Rudel der Eta­blier­ten einen Außen­sei­ter braucht, den es ver­sto­ßen kann, einen Feind, gegen den es sich zusam­men­schlie­ßen kann und des­sen Exis­tenz sei­ner­seits die­sen Zusam­men­halt sichert. Sogar die neue Sahra-Wagen­knecht-Par­tei hat­te am ers­ten Tag ihrer Exis­tenz nichts Eili­ge­res zu tun, als sich von der AfD zu distan­zie­ren, obwohl die inhalt­li­chen Schnitt­men­gen erheb­lich sind.

Das Rudel der Eta­blier­ten wird es zwar nicht hono­rie­ren, aber den Zwist zwi­schen dem Paria ers­ter und jenem zwei­ter Ord­nung nach Kräf­ten fördern.

Aller­dings wird ein wirk­li­cher Para­dig­men­wech­sel, so er denn statt­fin­det, eben­falls auf dem Rudel­ver­hal­ten beru­hen. Der bra­ve Deut­sche kann, wie die Geschich­te zeigt, schließ­lich immer auch ganz anders. Das wäre, für heu­te, die gute Nachricht.

***

Zur Wagen­knecht-Par­tei ist für mich im Grun­de nur eine Fra­ge von Bedeu­tung: Wie hält sie’s mit der Migra­ti­on? Dane­ben ist alles ande­re sekundär.

PS: „Hier kann ich Ihnen aus­nahms­wei­se ein­mal nicht zustim­men”, wider­spricht Leser ***. „Die Chi­ne­sen hal­ten es mit der Migra­ti­on auch sehr ver­nünf­tig. Den­noch ist für mich kei­nes­falls alles ande­re an die­ser Par­tei sekun­där. Sie haben öfter erwähnt, dass Sie Nazi-Ver­glei­che lie­ben. Bil­den Sie also gern wei­te­re Beispiele.

Dass es über­haupt Schnitt­men­gen zwi­schen der Wagen­knecht-Par­tei und der AfD gibt, ist den Sozi­al­pa­trio­ten geschul­det, die soviel von Wirt­schaft ver­ste­hen wie Erich Hon­ecker von Hau­te Cou­ture. Mei­ner Mei­nung nach muss die AfD eine ganz und gar liber­tä­re Par­tei wer­den, gewis­ser­ma­ßen ver­hay­e­ken, um ein kon­ser­va­ti­ves Allein­stel­lungs­erkmal gegen­über sämt­li­chen ande­ren Par­tei­en Deutsch­lands zu haben – näm­lich: nicht links zu sein.

Die Migra­ti­ons­kri­se ist nur des­halb die­ser Wel­ten­brand gewor­den, weil sie von gan­zen Tan­ker­la­dun­gen Staats­kne­te befeu­ert wird. Hier, beim Recht der Poli­ti­ker, Zin­sen und Steu­er­sät­ze fest­zu­le­gen sowie unbe­si­cher­te Schul­den auf­zu­neh­men und Steu­er­mit­tel belie­big zu ver­tei­len, liegt die Wur­zel allen Übels. Neh­men Sie den Poli­ti­kern die­ses Recht qua Ver­fas­sung, legen Sie den Steu­er­satz in der Ver­fas­sung als zehn Pro­zent vom BIP fest, legen Sie Gold in der Ver­fas­sung als Zah­lungs­mit­tel fest, las­sen Sie die Steu­er als Umsatz­steu­er ein­trei­ben, ver­bie­ten Sie jeg­li­che Form von Sub­ven­ti­on, über­haupt jede recht­li­che Bevor­zu­gung von Markt­teil­neh­mern, so haben Sie damit alle unse­re der­zei­ti­gen Übel gleich­zei­tig besei­tigt. Wir hät­ten kei­ne Infla­ti­on, kei­nen Ener­gie­man­gel, kei­ne Elek­tro­au­tos, kei­ne Wär­me­pum­pen, kei­ne Indus­trie­ab­wan­de­rung, kei­nen Bil­dungs­not­stand, kei­ne Pro­pa­gan­da­me­di­en, kei­ne Impf­pflicht und vor allem: kei­ne unqua­li­fi­zier­te Einwanderung.

Wer die mus­li­mi­sche Zuwan­de­rung been­den will, muss die Steu­ern mas­siv sen­ken und gleich­zei­tig sämt­li­che Sub­ven­tio­nen schritt­wei­se auf Null kür­zen. Kei­ne lin­ke Par­tei wird das je tun. Des­halb ist für mich die Fra­ge, wie Frau Wagen­knecht es mit der Migra­ti­on hält, nicht von der gerings­ten Bedeu­tung. Sie wird nie­mals das ein­zi­ge mit dem Rechts­staat ver­ein­ba­re Mit­tel ein­set­zen, das die­se Migra­ti­on stop­pen und umkeh­ren kann.”

Wenn das zutrifft, geehr­ter Herr ***, dann sind wir ver­lo­ren, denn kei­ne fünf Pro­zent der Almans mit ihren sozi­al­de­mo­kra­ti­schen Her­zen wer­den eine sol­che Par­tei wählen …

***

„Klingt wie das spä­te ND”, notiert Leser ***.

Der Dis­kus­si­ons­be­reich wird nicht „umge­stellt”, son­dern geschlos­sen. Nur noch aus­ge­wähl­te („wich­ti­ge”) The­men ste­hen einer „Leser­de­bat­te” offen. Wel­che The­men „wich­tig” sind, ent­schei­det die Redak­ti­on. Wel­che nicht, dürf­te klar sein.

Von wegen Paradigmenwechsel.

***

Die Woken haben mit den radi­ka­len Mus­li­men eini­ges gemein­sam: Sie wol­len den gesam­ten öffent­li­chen Raum beherr­schen und ertra­gen weder Wider­spruch noch Kri­tik; sie sind sowohl debat­tier­un­wil­lig als auch debat­tier­un­fä­hig; sie agie­ren als Schwarm, ohne her­aus­ra­gen­de füh­ren­de Köp­fe, kon­trol­lie­ren sich gegen­sei­tig und üben einen hohen sozia­len Druck aus; sie ver­lan­gen die völ­li­ge Unter­wer­fung, wobei ihnen egal ist, ob dies aus Über­zeu­gung, aus Angst oder ledig­lich aus Heu­che­lei geschieht.

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(Netz­fund)

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Ver­schwö­rungs­theo­rie, XXXL: Die Ambi­tio­nier­tes­ten unter den woken Mil­li­ar­därs­so­zia­lis­ten und glo­ba­lis­ti­schen Wel­ten­pla­nern träu­men nicht nur des­we­gen davon, durch Migra­ti­on und eth­ni­sche Ver­mi­schung der­einst einen pla­ne­ta­ri­schen Ein­heits­men­schen­ty­pus zu züch­ten, damit in fer­ner Zukunft sowohl Krie­ge zwi­schen Völ­kern als auch Ras­sen­kämp­fe man­gels Völ­kern und Ras­sen unmög­lich wer­den, son­dern die­se Total­ver­mi­schung soll auch den Skan­dal der Bega­bungs- und Intel­li­genz­un­ter­schie­de zwi­schen eth­ni­schen Groß­kol­lek­ti­ven aus der Welt schaf­fen. Auf die­sel­be Weise,wie sie bereits heu­te ver­su­chen, den ungleich ver­teil­ten Reich­tum der Erde umzu­schich­ten, auf dass sich die Leben­ver­hält­nis­se der Men­schen über­all anglei­chen, was bedeu­tet, dass die wohl­ha­ben­den Völ­ker ärmer wer­den müs­sen, damit bei den ärme­ren das Lebens­ni­veau steigt – Markt­wirt­schaft­ler hal­ten die­sen Gedan­ken für grund­falsch, des­halb müs­sen sie weg –, wür­de eine glo­ba­le Anglei­chung des durch­schnitt­li­chen IQ die Dum­men klü­ger und damit brauch­ba­rer (und nach­wuchs­är­mer), die Klu­gen etwas düm­mer und damit leich­ter beherrsch­bar machen.

Ein PS sen­det Lese­rin ***: „Kom­ple­xe Sys­te­me unter­lie­gen dyna­mi­schen Ver­än­de­run­gen – selbst wenn man sehr ähn­lich struk­tu­rier­te und sozia­li­sier­te Men­schen in einer Grup­pen­si­tua­ti­on kon­stel­liert, lau­fen ver­läss­lich und stän­dig Pro­zes­se von Hier­ar­chi­sie­rung, Pro­fi­lie­rung und Dif­fe­ren­zie­rung ab,  durch die die Funk­ti­ons­fä­hig­keit von sozia­len Gefü­gen gewähr­leis­tet wird. Ich glau­be nicht, dass sol­che in der Tie­fe ange­leg­ten Ver­hal­tens­pro­gram­me tot­zu­krie­gen sind.

Inso­fern sehe ich mut­maß­li­chen Züch­tungs­ver­su­chen zur Erschaf­fung des Ein­heits­men­schen gelas­sen entgegen.”

***

Donald Trump spricht über die WHO: „Die Welt­ge­sund­heits­or­ga­ni­sa­ti­on ist nichts wei­ter als ein kor­rup­ter glo­ba­lis­ti­scher Betrug, der von den Ver­ei­nig­ten Staa­ten bezahlt wird, sich aber im Besitz und unter der Kon­trol­le von Chi­na befin­det. Als das Chi­na-Virus vor drei Jah­ren unse­re Küs­ten erreich­te, ver­wisch­te die Welt­ge­sund­heits­or­ga­ni­sa­ti­on in schänd­li­cher Wei­se die Spu­ren der Kom­mu­nis­ti­schen Par­tei Chi­nas – und zwar bei jedem ein­zel­nen Schritt des Weges. Aus die­sem Grund war es mir eine gro­ße Ehre, die Bezie­hun­gen Ame­ri­kas zur Welt­ge­sund­heits­or­ga­ni­sa­ti­on zu beenden. 

Die Ver­ei­nig­ten Staa­ten zahl­ten an die Welt­ge­sund­heits­or­ga­ni­sa­ti­on fast 500 Mil­lio­nen Dol­lar pro Jahr. Als ich aus­stieg, habe ich das Geld von dort abge­zo­gen. Und das für 330 Mil­lio­nen Men­schen, obwohl Chi­na nur 40 Mil­lio­nen Dol­lar für 1,4 Mil­li­ar­den Men­schen zahl­te. Wir zah­len mehr als das Zehn­fa­che. Das ist typisch für die Ver­ei­nig­ten Staa­ten, denn sie wis­sen nicht, was sie da tun. 

Lei­der ist der kor­rup­te Joe Biden dum­mer­wei­se der Welt­ge­sund­heits­or­ga­ni­sa­ti­on zum vol­len Preis und ohne jeg­li­che Ver­hand­lun­gen oder Refor­men wie­der bei­getre­ten. Und jetzt drängt Biden dar­auf, den Senat der Ver­ei­nig­ten Staa­ten zu umge­hen, um einen Pan­de­mie­ver­trag abzu­schlie­ßen, der die ame­ri­ka­ni­sche Sou­ve­rä­ni­tät an die Welt­ge­sund­heits­or­ga­ni­sa­ti­on abtre­ten wür­de. Auch das wird von Chi­na kon­trol­liert. Der Ver­trags­ent­wurf wür­de die Ver­ei­nig­ten Staa­ten dazu ver­pflich­ten, im Fal­le einer wei­te­ren Pan­de­mie rie­si­ge Men­gen an medi­zi­ni­schen Hilfs­gü­tern in ande­re Län­der zu schi­cken. Und er wür­de eine aggres­si­ve Zen­sur der frei­en Mei­nungs­äu­ße­rung zu Fra­gen der öffent­li­chen Gesund­heit vor­an­trei­ben – genau wie sie die Wahr­heit über das Labor in Wuhan zen­siert haben, von dem ich sag­te: ‚Da kommt es her.’ Erin­nern Sie sich? 

Unter der nächs­ten Trump-Regie­rung wird die­ser Ver­trag sofort gekün­digt wer­den. Ich wer­de nicht zulas­sen, dass die öffent­li­che Gesund­heit als Vor­wand benutzt wird, um den Vor­marsch der glo­ba­len Regie­rung vor­an­zu­trei­ben. Das ist es, was sie tun. Glo­ba­lis­ten. Die Ver­ei­nig­ten Staa­ten wer­den sich aus der kor­rup­ten Welt­ge­sund­heits­or­ga­ni­sa­ti­on zurück­zie­hen, ange­sichts deren völ­li­gen Ver­sa­gens bei COVID. Sie ver­dient es, voll­stän­dig abge­schafft und ersetzt zu wer­den. Dann wer­de ich dar­an arbei­ten, eine neue Koali­ti­on von Natio­nen zu schmie­den, die sich nach­drück­lich für den Schutz der Gesund­heit ein­set­zen und gleich­zei­tig Sou­ve­rä­ni­tät und Frei­heit aufrechterhalten.”

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Schö­ne Bemer­kung von Hein­rich Mann: Unglau­be hin oder her, das Takt­ge­fühl hin­dert den Men­schen dar­an, die Exis­tenz Got­tes zu bestreiten.

 

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